Nimm Dir die Zeit

Genuss Mit Liebe gemacht (Rezept) 25.10.2017 keine Kommentare

Tempi passati – der Sommer ist längst vorüber! Doch der goldene Herbst lockt mit seinen bunten Blättern. Jeder Tag hat wie immer vierundzwanzig Stunden. Nicht mehr und nicht weniger. Also: nimm Dir die Zeit! Deine Stunden für die Muße des Alleinseins. Wichtige Momente, stille Minuten, einmal am Tag, ich selbst sein. Psst. Ich nehme mir die Zeit! Ich weiß das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden. Konzentriere mich auf das Wesentliche und zwar auf mich selbst. Danach achte ich auf das Glück der Anderen. Wie sagte schon Pearl S. Buck „Die wahre Lebenskunst besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.“

 

Sprache macht Sinn!

Nimm Dir die Zeit

 

Wie letzte Woche berichtet, bin ich ganz berauscht von der Welle der Sprache. Die Intensität des Wortes steckt nach wie vor in meinem Kopf. Jeden Tag nehme ich mir die Zeit, meinen Wortschatz zu vergrößern. Das kommt mir wie ein großes Geschenk vor. Die Zeit zu haben eine neue Sprache zu lernen. Gut! Ich nehme dies nicht nur zu meiner eigenen Freude auf mich, es stecken ziemlich viel Arbeit und Disziplin dahinter, um auf Reisen besser sprechen zu können. Das ist Fortbildung mit wirklich wundervollen Momenten.

Im nächsten Jahr möchte ich die Reisegruppen während unserer geplanten Ausflüge und Marktbesuche nicht mehr mit einem italienisch Kauderwelsch verwirren. Die Sätze sollen und wollen schöner klingen und ich freue mich schon sehr, nicht nur in Ein-Wort-Sätzen zu sprechen, wie Si. No. Grazie.

Mein Ziel ist es, nicht mehr nur mit den Händen auf die Tomaten zu zeigen und zu murmeln: Un chilo di pomodori. Nein, ich möchte schon gern sagen: Vorrei un chilo di pomodori. Und vielleicht auch noch – die gelben, bitte = quelle gialle, per favore. Hach, das macht mir jetzt schon so viel Spaß, dass ich auf jeden Fall weiter lernen werde. Sprache macht Sinn! Außerdem ist es wertvoll, sich in verschiedenen Ländern ausdrücken zu können. Für mich bedeutet zu reisen, auf jeden Fall, auch mit Einheimischen zu sprechen und möglichst nah dran zu sein.

Der Mensch und das Land sind für mich interessant und wesentlich. Was steht auf dem Herd? In Italien ist es wie bei uns, die verschiedenen Gegenden haben ihre eigenen Speisen. Am Gardasee, vor allem im Trentin lieben die Menschen ihre Strangolapreti. Strangola-was? Ja, hier gibt es einen schönen Scherz: Strangolare heißt würgen und Strangolopreti sind Spinatknödel; sogenannte Priesterwürger. Sie werden aus Spinat, Eiern und Brot hergestellt; in Form gewürgt – wer das nachlesen möchte, bitte schön.

 

Nimm Dir die Zeit

An einem neuen Platz zu sein, ist immer wieder eine Herausforderung. Es macht schon deshalb Sinn, sich ausdrücken zu können. Einheimische Strukturen und lokalte Gegebenheiten kann ich erst dann kennenlernen, wenn ich die Menschen verstehe. Sicher, mit Händen und Füßen kann das auch witzig sein, doch ich wünsche mir mehr.

Was ist wichtig? Was esst Ihr gern? Diese Fragen kommen auch im Kurs bei Aurora Floridia vor. Mir gefällt diese Art des gemeinschaftlichen Lernens besonders. Wollen wir das mit Kochen und oder gemeinsamen Essen verknüpfen? Was haltet Ihr von einem Panzanella? Niemand kennt diesen Brotsalat. Ach! Klassisch wird er mit altem Brot, Tomaten, Gurken und Zwiebeln hergestellt. Seinen Ursprung hat er in der Toskana. Das ist eine Art „arme-Leute-Essen“ wie es das in fast jedem Land gibt. Ich mag diesen Salat sehr, denn er eignet sich besonderes als Resteverwerter. Außerdem lässt er sich perfekt vorbereiten und ist nicht nur im Sommer schmackhaft.

Im Herbst, also jetzt, passen Walnüsse perfekt hinein, Rosenkohl und statt Olivenöl verwende ich dann Walnussöl*.  Jeder kann sich seinen eigenen Brotsalat zaubern. Ich mag auch eine Mischung mit Nudeln, Brot, Schinken, Artischocken, Birnen und Roter Bete = das ist sozusagen mein Spezial-Herbst-Salat. Ich bin gespannt, wer sich meldet und mir von seinem Brotsalat erzählt. Nimm Dir die Zeit, ich freue mich drauf!

Und hier kommt noch das Rezept vom Gardasee ….

 

Katrine Lihn –  Che c‘ è di nuovo? Was gibt es Neues?

 

* Neues gibt es in den nächsten Wochen in Form einer Genusstüte mit Walnussöl, Kirschessig und Kakaosalz – Vorfreude los!!

Nimm Dir die Zeit

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