Gutes Essen macht Sinn

Genuss Gastrosophie (+Rezept) 07.02.2018 keine Kommentare

Kartoffeln, Kohl, Rote Bete und Möhren: Gutes Essen macht Sinn! Allerdings nur, wenn es auch schmeckt. Ich erinnere mich so gern an den Film: Maria, ihm schmeckt’s nicht! Wenn Mütter „Alles“ geben, damit die Familie, die Freunde und vor allem der zukünftige Schwiegersohn glücklich am Tisch sitzen. Herrlich! So könnte das bei mir auch sein. Also nicht ganz so dogmatisch. Sprechen wir neben den Sinnfragen des Lebens also auch über das Essen. Gutes Essen macht Sinn …

 

Du bist, was Du isst

Gutes Essen macht Sinn

… was Bitteschön, ist denn gutes Essen? Sind Rohköstler, Veganer und Vegetarier unsere neuen Vordenker? Du bist, was Du isst, der Mann, der diesen Satz prägt heißt Ludwig Feuerbach. Genauer ist überliefert, dass er, der deutsche Philosoph (1804 bis 1872) sagte: „Der Mensch isst, was er ist.“ Eine Aussage, die heute mehr denn je aktuell ist. Nahrung wirkt momentan fast wie eine Lifestyle Option. Eine Art Modetrend wie der Minirock in den neunzehnhundertsechziger Jahren.

Was ist davon zu halten? Werden sich diese modernen Speisen in den nächsten Jahren halten? Bleibt der Trend? Was essen wir in den kommenden zehn oder zwanzig Jahren? Essen ist bereits jetzt keine reine Ernährungsform, Speisen werden wie kleine Gottheiten verehrt. Mir geht das ehrlich gesagt zu weit. Gutes Essen macht Sinn, Frisches vom Land ist immer schon meine Devise gewesen. Doch Dogmen, gar Esskulturzwänge sind mir fremd und gehören nicht in meine Küche. Tradition und Werte schmecken mir, gleichwohl stelle ich mich den Ideen. Es macht mir Freude Neues zu entdecken, „Altes“ trifft auf Modernes, das ist schon lange einer meiner Leitsprüche.

 

Gutes Essen macht Sinn

Des Weiteren tragen wir die Verantwortung für unser Sein. Niemand außer Dir selbst kann steuern, regeln und beeinflussen wie Dein Leben verläuft. Sicherlich spielen verschiedene Gegebenheiten eine Rolle, wie Herkunft, gesellschaftliche Muster, Bildung und beim Essen auch die Freude am Experimenten. Am Wagnis. Grundsätzlich gilt jedoch für alle Lebenslagen; Du, nur du bist verantwortlich für Dich – niemand sonst. Also ist der Satz: Du bist, was Du isst eine perfekt Unterstützung beim Anschauen des Kühlschrankes.

Schließlich essen wir ja Alle. Die Tat eines Jedermanns. Egal, wie jung, wie alt. Reich, arm, krank, sportlich, träge oder mobil. Wir tun es! Doch die Frage, die mich umtreibt ist: Was isst Du? Wo kaufst Du ein?

Ab und zu biete ich einen Workshop zum Thema: Zeig mir Deinen Kühlschrank und ich sag Dir, wer Du bist; an. Eine sehr persönliche Frage, mit einem sehr konkreten Ausgangspunkt. Ich verstehe mich als Ideengeberin, nicht als Lehrerin oder gar Missionarin. Jeder möge sich ernähren wie er mag. Manchmal gibt es jedoch ungute Angewohnheiten, die lassen sich durchbrechen. Probier es einmal aus. Ich komme in Deine Küche und wir schauen mal, was sich da aus der kalten Zelle so machen lässt.

Es bleibt also dabei; Du bist was Du isst. Fragen und Antworten stehen im Raum, oder im Kühlregal. Gutes Essen macht Sinn, sprechen wir also weiterhin darüber, kochen wir gemeinsam und lassen uns am Tisch zu Gespräch und Miteinander nieder. Ich freue mich schon auf Deinen Anruf und ein paar Stunden am Kühlschrank, in der Küche und am Herd mit Dir.

 

Katrine Lihn – vom Löffel gelutschtes Glück*

 

 

…* kleines Rezept für Aufstriche!

 

Nächsten Mittwoch ist Valentinstag, die Erfindung der Floristen und Schokoladenindustrie; na von mir aus. Da spreche ich doch lieber von Liebe, sozusagen von  zu  Romeo als Valentin …

Gutes Essen macht Sinn

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.