Tu was Du liebst

Genuss Einladung zum Dialog 21.02.2018 3 Kommentare

Als Mädchen hegte ich diverse Berufsideale: Tu was Du liebst; gehörte damals in kleinen Teilen bereits zu meinen Wünschen. Willensstark und kreativ, Eigenschaften, die früh an’s Licht kamen. Sprachgewandt, hilfsbreit und immer mit einem Zettel und einem Stift unterwegs. Das ist bis heute so geblieben. Doch wie lassen sich viele Idee in einer Ausbildung umsetzen? Berufung! Freude mit Leidenschaft. Hast Du Dir ausreichend Gedanken gemacht, ob eine praktische Lehre passend ist oder ein Studium die Erfüllung bringt? Heute im Rückblick ist (natürlich) Vieles klarer und ich wünschte mit die Klugheit von Marc Aurel:

„Reicht mein Verstand zu diesem Geschäft hin oder nicht? Reicht er hin, so verwende ich ihn dazu als ein von der Allnatur mir verliehenes Werkzeug. Im entgegengesetzten Falle überlasse ich das Werk dem, der es besser ausrichten kann, wenn anders es nicht zu meinen Pflichten gehört, oder ich vollbringe es, so gut ich’s vermag, und nehme dabei einen andern zu Hilfe, der, von meiner Geisteskraft unterstützt, vollbringen kann, was dem Gemeinwohl gerade jetzt dienlich und zuträglich ist.“ (aus Wikipedia)

 

Das Glück Deines Lebens

Tu was Du liebst

Die Überlieferungen Marc Aurels würde ich gern im ganzen Land verteilen. Ach, was sage ich: Europaweit! Sich auf sich selbst zu besinnen, ist eine echte Tugend. Das Glück Deines Lebens ist stark abhängig von der Ehrlichkeit, dem Mut und der Selbsterkenntnis. Tu was Du liebst; für mich wurde dieser Satz ein echter Anker. Eine Art Mantra. Hier und jetzt hört sich das einfacher an, als es ist.

Jeden Tag erfordert dieses Lebensmodell Konsequenz, Durchhaltevermögen und Disziplin. Ob und was wir lieben ist die zentrale Frage. Wer kann das ehrlich beantworten? Vielleicht ist in diesem Zusammenhang „lieben“ auch zu groß. Also, was schätzt Du? Was möchtest Du gern tun? Komm lass uns träumen!

Ganz ohne Eile lasse ich meine Gedanken wie kleine Wolkenfetzen am Himmel schweben. Frei und ohne Zwang. Hast Du das Glück Deines Lebens gefunden? Ich kann diesen Satz mit einem einfachen JA beantworten. Vor allem, weil ich meine Vorstellungen für mein Leben in den vergangenen Jahren sehr verändert habe. Verkleinert. Minimalisiert! Meinen Blick richte ich auf das Große, das ganze Leben an sich mit einem zufriedenen Lächeln. Ich betrachte die Zeit mit einer Prise Demut. Den Moment des Augenblicks spürend = JETZT! Weniger ist oft mehr. Die Freude an der Reduktion lässt die Kleinigkeiten glänzen.

 

Tu was Du liebst

Dazu gehört meine Lebenseinstellung, meine Erfahrung und die Betrachtung der philosophischen Elemente. Die Sprache hilft mir meine Augenblicke anders anzunehmen. Den Ausdruck zu verändern, die Worte wohl wählend, damit fühlt sich der Tag oft leichter an. Tu was Du liebst, das meine ich ganz ernst! So wie ich grundsätzlich auf Ernsthaftigkeit Wert lege. Deshalb vermeide ich so gut es geht die Worte eigentlich, irgendwie und so ein flapsiges na klar. Aus meinem Mund kommen häufiger Sätze wie, das mache ich sehr gern für Dich, sowie ich bin gern für Dich da. Mit meiner inneren Haltung möchte ich als ein Vorbild für Dich da sein. Falls Du das gestattest.

Zentrieren wir die Worte, lassen wir Licht in unsere Herzen und geben Wärme als Ausdruck echter Verbundenheit. Die ehrliche tiefe Aufmerksamkeit schafft positive Energie und lässt Dich Dein Gegenüber wahrnehmen. Ein Anfang! Dazu packen wir – am liebsten würde ich sagen, die Picknickdecke ein, dazu ist es jetzt doch noch zu kalt – gut dann nehmen wir einen dicken Mantel zum wunderbaren Moment und bummeln durch den Park. Ohne Ziel, ohne Zeit; einfach so.

Die kleinen Dinge, die glücklich machen, können Dir helfen im Alltag besser zurechtzukommen. Ob es eine Möglichkeit gibt, Dein Leben grundlegend zu ändern, puh! Die erste Frage dazu kann heißen, ist das notwendig? Sehr wahrscheinlich helfen kleine Glücklichmacher als erster Schritt in die bessere Richtung.

Das Leben etwas leichter zu nehmen, ist ein guter Anfang. Nein, mit Oberflächlichkeit hat das rein gar nichts zu tun. Ändere Deine Blickrichtung, arbeite an Deiner Einstellung und freue Dich an Deiner Freiheit.

Wenn Du einen einzigen Wunsch frei hättest, was, sag mir, was würdest Du Dir wünschen? Dieses Thema greife ich in den nächsten Wochen wieder auf. Am kommenden Mittwoch spreche ich allerdings über das Drachenfutter 🙂 jajaaa gut für die Seele und bestens für den Verstand – also bleib dran …

 

Katrine Lihn – ich kann; weil ich will, nicht weil ich muss!

 

Ach und nicht verpassen, am Freitag den 23. Februar 2018 erscheint in der MAZ eine Beilage mit dem Titel „Zu Hause in Brandenburg“ ich durfte mich dazu äußern. Bin schon gespannt ….

Außerdem lade ich Dich zu diesem Thema am 27. Mai 2018 ein – klick einfach Sonntags-Kultur-Brunch und melde Dich gleich an!

Tu was Du liebst

3 thoughts on “Tu was Du liebst

  • 23. Februar 2018 at 10:21
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    Hallo Frau Lihn,

    durch den Artikel in der MAZ haben Sie mich neugierig gemacht:-)!
    Auch die Einleitung Ihrer Seite, sprich Ihre „Lebens“oder soll ich besser „Liebes“ Einstellung gefällt mir gut!
    In der MAZ wurden zwei Termine genannt ( 29.3. und 26.4.), die ich ,zumindest gerade beim Öffnen Ihrer Seite im Smartphone ,nicht entdeckt habe!

    Vielleicht lernen wir uns ja mal bei einem Ihrer nächsten Termine kennen.

    Einen wunderschönen Tag wünscht Ihnen aus Falkensee
    Sybille Dietrich

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    • 24. Februar 2018 at 17:31
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      Liebe Sybille Dietrich,

      vielen Dank für die Nachricht. Meine ausführliche Antwort gibt es per Mail 🙂
      Sie finden die Termine via Smartphone, wenn Sie oben die kleinen Balken anklicken, dort öffnet sich das Menü.
      Wie schön, dass Sie diesen Weg zur Kontaktaufnahme wählten – so kommen wir doch auf jeden Fall zueinander.

      Beste Grüße von Katrine Lihn

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  • 6. März 2018 at 23:21
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    Die Franzosen neigen dazu mögen“ mit lieben“ zu vermischen. Je t“aime“ ist kein besonders starkes Ich liebe Dich!“. adorer adorer qn./qc. jmdn./etw. lieben – anhimmeln | liebte, geliebt | adorer qn. jmdn. anhimmeln | himmelte an, angehimmelt | adorer qn. jmdn. verehren | verehrte, verehrt | adorer qn. jmdn. vergöttern | vergötterte, vergöttert | adorer qn. jmdn. glühend verehren (…) aimer heißt hingegen eher mögen“ mit einem leichten Schlag zum Lieben“. Das vielzitierte Je t“aime!“ für Ich liebe Dich!“ ist also etwas schwach aus meiner Sicht, für den Franzosen mag es diese Mischung aus Ich mag/liebe Dich“ reichen. 😉

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