Katrine Lihn

Spruch über dem Bild

Weiblichkeit im 21. Jahrhundert

Bild von Katrine Lihn

Katrine_13.09.15

KATRINE LIHN

Gelb hinterlegter Text

Dem Leben Sinn geben!

Geboren an einem sonnigen Sonntag im November des Jahres 1961, wachse ich vollkommen behütet im Haus meiner Eltern auf – über die Schattenseiten des Glücks sprechen wir an anderer Stelle und gern im Augenblick. Also im persönlichen.

Es scheint eigenwillig, doch ich widme mein Leben der philosophischen Lebenskunst gewürzt mit Kulinaristik. Das ist es was mich berührt und meine Seele erreicht. Die Verbindung zwischen Gespräch und Genuss mit dem Blick über den Tellerrand.

Weiß hinterlegter Text

Mit dem Korb voll frischer Waren bin ich durch mein Leben geschlendert. Manchmal gestolpert, auch mal hingefallen, doch immer wieder aufgestanden. Auf dem Einkaufszettel für die Lebenskunst stehen Kölner Warenwirtschaft, Bistroküche, Hotel+ und Kosmetikjahre neben Marketing. Ein Korb voller Marktware mit einem Strauß bunter BlumenAbgeschmeckt wird dieses Rezept mit einer dicken Kelle „new economy“ und herrlichen (Gewürz)-Mischungen aus Projektmanagement zu Content-Marketing mit Personalverantwortung. Mehr als dreißig Jahre Wanderschaft, mit großer Gastfreundschaft, Nächstenliebe und Achtsamkeit von, mit und für Menschen in vielen Bundesländern. Wunderbar, so herrlich dass ich das erleben durfte und immer noch darf.

Die Kunst zu leben beherrsche ich in all seinen Facetten. Meine Stärke liegt im sich selbst am Schopf aus der Suppe ziehen. Mutig und reich an Ideen koche ich mal schonende mal üppige Kost. „Der Kopf sitzt auf den Schultern“ gehört zu meinen Lieblingssätzen, wie auch „geht nicht, gibt es nicht.“ Ich liebe es Erbsen zu zählen, ohne eine Erbsenzählerin zu sein.

Selbstverständlich liegen in meinem Korb auch die Schmerzen, der Verlust, die ungeweinten Tränen und der Wunsch nach erfüllter Liebe und Glück. Auf meiner emotionalen Ebene köcheln abundzu Ratlosigkeit, Enttäuschung sowie Verzweiflung bis kurz vor dem Siedepunkt! Dann gehe ich mit mir auf Tuchfühlung: ordne, sortiere Gedanken und Gefühle; fülle sie in Kästchen wie Gewürze, und koche mir einen dicken

kleines Mädchen in Mamis Armen

Trostbrei. Der muss aus Kartoffeln oder Möhren bestehen, kommt in eine kleine Schüssel, um dann vom Löffel gelutscht zu werden: Hach, jetzt ich bin wieder die „kleine Kati“ auf Mamis Arm. Beschützt, geliebt und einfach glücklich! Die Erinnerungen sind in mir und leben ewig – auch über den Tod hinaus!

Was wird nun die Zukunft bringen? Finden wir es gemeinsam heraus! Im GenussSalon, in der Küche, bei einem gemeinsamen Spaziergang. Sprechen wir über Kultur, Geschichte und Lebenskunst. Plaudern wir über die kleinen Erbsen des Lebens.

von Hand gepahlte Erbsen

Welche Rollen spielen Hoffnung, Optimismus und Genuss? Mein bunter Korb steckt auch voller Überraschungen! Vielleicht gelingt ein Rezept des Glücklich-seins? Wie das Orakel von Delphi schon wußte: es sind die Fragen selbst, die die Zukunft spiegeln.

Trudele durch die Welt. Sie ist schön; gib Dich ihr hin, sie wird sich Dir geben.

Kurt Tucholsky