BIG DATA zum Einkaufen mit George Orwell

Genuss Salon 01.11.2013 keine Kommentare

Dass Freitags Fisch auf vielen Einkaufszetteln steht ist wahrlich kein Geheimnis. Dass Amazon mir seit Wochen Links mit Ideen zu roten Kühlschränken schickt und Zalando „weiß“ dass ich gern Stiefel trage, ja das ist schon eine andere Sache.

BID DATA! Das ist das neue Wort für die Sammlung unserer Daten. Das sind die Verwertungen unserer Suchbegriffe bei google, yahoo, web und Co. Die schöne neue Welt mit Smartphone, Tablett und der immer und ewigen Erreichbarkeit. 

http://www.heise.de/tr/thema/Big-Data

Wohl und Wehe. Fluch und Schande. Selbstgewählt? Gute Frage! Wer, wie ich viele Links verwendet, mehrere Internetseiten betreibt, sich bei facebook, xing und pinterest tummelt, der muss sich nicht wundern.

Naja, ich wundere mich nicht wirklich. Dennoch habe ich mit großem Interesse die Thesen und Auswerten von Prof. Viktor Mayer-Schönberger verfolgt.

http://www.kircher-burkhardt.com/blog/internet-professor-viktor-mayer-schonberger-big-data-ist-so-bedeutend-wie-die-aufklarung/

Aldous Huxley und George Orwell lassen grüßen. Als ich in den Ende Siebziger Jahren deren Bücher las, konnte ich mir weder Überwachung noch eine Art Veränderung des Bewusstseins durch Medien vorstellen. So ändern sich die Zeiten.

Nun aber zurück in die Küche. Einkaufen mit und ohne Überwachung! Für Möhren, Sellerie, Rübchen und Kartoffeln werden sich nicht so viele Interessierte finden. Die Lebensmittelindustrie hat völlig andere Vorstellungen vom Essen als ich. Sie planen Zielgruppen Genuss in Form von „hübscher“ Fertigware. Was für eine Vorstellung. Doch wer weiß? In den nächsten Jahren wird sich dieser Markt sehr verändern! 

Mit meiner Idee vom  Gemüsestampf hat das absolut Nichts zu tun. Gut so! Heute bekommt das Gemüse als Beilage ein kleines Stück gedünsteten Zander.

Die Gemüsesorten habe ich in Butter und Muskatöl angebraten, dann mit Wasser abgelöscht und noch zwei Teelöffel „Suppenkasper“ dazu getan. Eine gute Stunde bei kleiner Temperatur köchelt diese Brühe so vor sich hin. Dann schöpfe ich den Großteil der Flüssigkeit ab und geben ihn in eine Flasche. Vorrat für die nächsten Tage. Das Gemüse wird gestampft und bekommt noch ein Stück Butter sowie eine Prise Salz zur Abrundung. Schon ist eine Speise aus der Vergangenheit fertig… 

… und zwischen den Ästen lugen die Geiser hervor. Es ist die Erinnerung aus meiner Kindheit! Der Geschmack vom Gemüse mit Butter und die Vorstellung von Kobolden und Waldmenschen! Heute sehen die Geister vielleicht anders aus. Wer mag das schon sagen?

Schönen friedlichen Freitag mit Gemüse und ohne Geister. Gestern war ja schon Halloween, ach!                               

                      Katrine
Lihn –
die
GenussTrainerin ®

BIG DATA zum Einkaufen mit George Orwell

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