Brave Bürger

Genuss Salon 24.07.2013 2 Kommentare

Anständiges Essen ist gut und vielleicht auch gesund, manchmal. Es sieht ansprechend aus, schmeckt und duftet. Futtern wie bei Muttern in den guten alten Zeiten.

Ach ja, die guten alten Zeiten. Wann waren die eigentlich? Wie ist die Definition? Wann hörten sie auf? Eine Frage des Alters? Der Lebenssituation?

Mir gefällt ein Zitat von Peter Ustinov: „Jetzt sind die guten alten Zeiten, nach denen wir uns in zehn Jahren zurücksehnen.“

Wenn ich das auf Heute anwende und zehn Jahre zurück denke, dann haben sich die Dinge schon geändert. Die Vogelgrippe, der Noruvirus, die Gammelfleischveröffentlichungen, alle Skandale sind präsenter. Vielleicht kommt mir das auch nur so vor, obwohl?

Auf jeden Fall haben sich die Preise geändert. Eier sind teurer geworden und Brot. Bei den Bäckerprodukten fällt es mir sehr auf. Sonst eher nicht so extrem. Ein Kilo Kartoffeln kostet um einen Euro. Ein Bund Kräuter fünfzig Cent und ein Liter Milch auch so einen Euro. 

Aber doch, Fleisch ist ein Thema. Da ich seit einigen Jahren Flexitarierin bin kaufe ich weniger für mich selbst, kenne jedoch den Markt, ist ja logisch! Die Preise sind gerade in den Großstädten explodiert. Das liegt an der Versorgungsart und daran, dass Bauern nicht direkt vor Ort sind. Ich mache mich auf die Suche nach Lieferanten in der Region. Hat bisher immer geklappt.

Und deshalb gibt es heute zu diesem Thema: Die Geschichte meiner braven Bürger. Gut, grundsolide und gut in Form.

Wenn schon, denn schon. Reines Rinderhack direkt durch den Wolf gelassen, würze ich es konservativ mit Salz und Pfeffer. Für die Elastizität der gebratenen Fladen gebe ich pro 500gr ein glückliches Ei und ein Brötchen an meine Teigmasse. Für große Genießer kommt auch je 500gr eine gehackte angeschmolzene Zwiebel sowie ein halber Esslöffel Senf dazu. Für die Jüngeren gibt es statt dem Senf einen Löffel Tomatenmark und die Zwiebel entfällt.

Dann forme ich die Fladen. Dazu nehme ich eine Handvoll Hack rolle es zwischen den Handflächen und drücke es dann schön platt.

 Auf einem Backblech können diese Gesellen gut 15 Minuten bei 200 Grad Ober- und Unterhitze grillen.
Je nach Ofen können das plus-minus xMinuten sein.

Fertig sind die leckeren Flachbuletten
wenn sie goldig braun brutzeln.

Ich gebe sie dann in Bäckerbrötchen, die
habe ich vorher extra bestellt. 
Die sind weich und doch
aus durchgeschrotetem Vollkorn.

Zu den Lieblingsfleischlis kommen Salat, eine Scheibe Tomate und eine Creme aus Schmand, KräuterSalz und Limettensaft. 

Für die scharfen Schmatzer unter Euch kann ich auch eine Chilicreme und eine Kräutercreme vorstellen.

Na? Wollt Ihr heute auch mal brave Bürger sein?

Sonnigen Mittwoch mit vollen Backen ist gut schmatzen, hmmmmmleckkkaaa!

              Eure
Katrine – die GenussTrainerin ®

Brave Bürger

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