Der Fischer (Johann Wolfgang v. Goethe)

Genuss Salon 17.05.2013 keine Kommentare

Ach da steht mir doch heute der Sinn nach einem Gedicht und weil der Fischer so gut zum Freitag passt… habe ich den hier für Euch eingefügt.
Psst…und eine kleine Sauce für`s FreitagsFischlein gibt es zum Ende auch noch!
Das Wasser rauscht‘, das Wasser schwoll,
ein Fischer saß daran,
sah nach dem Angel ruhevoll,
kühl bis ans Herz hinan.
Und wie er sitzt und wie er lauscht,
teilt sich die Flut empor;
aus dem bewegten Wasser rauscht
ein feuchtes Weib hervor.

Sie sang zu ihm, sie sprach zu ihm:

Was lockst du meine Brut
mit Menschenwitz und Menschenlist
hinauf in Todesglut?
Ach wüßtest du, wie’s Fischlein ist
so wohlig auf dem Grund,
du stiegst herunter, wie du bist,
und würdest erst gesund.
Labt sich die liebe Sonne nicht,

der Mond sich nicht im Meer?
Kehrt wellenatmend ihr Gesicht
nicht doppelt schöner her?
Lockt dich der tiefe Himmel nicht,
das feuchtverklärte Blau?
Lockt dich dein eigen Angesicht
nicht her in ew’gen Tau?
Das Wasser rauscht‘, das Wasser schwoll,

netzt‘ ihm den nackten Fuß
sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll,
wie bei der Liebsten Gruß.
Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;
da war’s um ihn geschehn:
Halb zog sie ihn, halb sank er hin
und ward nicht mehr gesehn.

(1778)

Genuss für gebratene und gegrillte Fische, auch köstlich für Vegetarier, denn diese Sauce ist ein wunderbarer Schmaus zu Kartoffeln, Brot und auch auf Salatblättern:   
Für 4 – 6 Genießer:
1 Becher Ricotta mit 1 Becher Schmand verrühren.
Eine Limette heiß abspülen, die Schale abreiben und den Saft auspressen, Beides zur Creme geben. Ein Glas mit Kapernäpfeln in ein Sieb gießen und die Äpfel vierteln, zur Creme geben. Einen kleinen Apfel heiß abspülen, halbieren und das Kerngehäuse rausschneiden, den Apfel in Stückchen schneiden oder auch raspeln, unterheben. Mit Zitronen-Salz+Pfeffer abschmecken: FERTIG!

Ich wünsch Euch einen liebevollen und geschmackigen Freitag!!

Der Fischer (Johann Wolfgang v. Goethe)

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