Der Widder und ich oder kleine Klugscheißerei mit Gulasch

Genuss Salon 29.10.2013 keine Kommentare

Es war im Frühling des vergangenen Jahres als er mir das erste Mal begegnete. Er, der Widder! Stolz mit erhobenem Kopf, unbeugsam im Willen und stark in seiner Darstellung.

Bereits in der Antike spielen die Widder eine große Rolle. Die Fruchtbarkeit Aphrodites wird beispielsweise durch diese Tiere symbolisiert. An vielen Toren und Plätzen stehen und hängen die Köpfe der gehörnten Kraftprotze.

So auch zu bewundern an den „Ecken“ des Obelisken am Alten Markt in Potsdam. 

                            
Die Widder an allen vier Seiten stehen für die Kraft, die ihnen durch Mars verliehen wird. Der römische Kriegsgott hatte sich die Hörnertiere als Symbol „genommen.“

Als ich in die Augen des Widders blicke ist es um mich geschehen. Tiefgründig und schlau blickt er mir direkt in meine Seele. Verloren? Oder neu geboren?

Mit ihm beginnt ein neuer Zyklus. Er ist das erste Zeichen des Tierkreises. Er symbolisiert den Neuanfang. Den Blick nach vorne gerichtet ruft er zum Aufbruch der Kräfte. Genau das Richtige für mich!

Für die Kräfte und das körperliche Wohlbefinden koch ich mir dazu ein frisches und köstliches Gulasch:

600gr mageres Rindfleisch aus der Schulter brate ich ganz scharf mit Butterschmalz an. Das Fleisch brennt sich fast in den Topf ein. Dazu gebe ich dann eine große rote Zwiebel, einen roten Paprika, zwei Möhren und einen halben Fenchel. Diese Mischung lasse ich 10 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren. Dann gebe ich einen Esslöffel Grüner Pfefferöl, einen Esslöffel „Suppenkasper“ und 200gr süße Sahne dazu.

Bei geschlossenem Deckel wird das ein Schmackofatz nach meinem Gusto! Etwas Geduld steht dabei auch auf dem Programm. Denn, zwei Stunden simmert das köstliche Fleisch vor sich hin. Ich mag es sehr weich und fast zerfallen. Aber eben nur fast. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, ach.

Vor dem Servieren gebe ich ein Bund gehackte glatte Petersilie hinein und schmecke den Sud mit Salz und Pfeffer ab.

Mein Genuss kommt hoffentlich gut an: bei allen Göttern, den Widdern und allen denen, die einen leckeren Schmortopf mögen.

Liebste Grüße aus dem Garten der Mutter Fourage http://www.mutter-fourage.de !

                       Katrine
Lihn

die
GenussTrainerin ®

Der Widder und ich oder kleine Klugscheißerei mit Gulasch

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