Papas ante Papas! Nicht nur der König liebte die Kartoffeln.

Genuss Salon 09.12.2013 keine Kommentare

Es sind schon viele Jahre vergangen, seit dem die Kartoffel in unserem Land Einzug hielt. Eins ist über die Zeiten jedoch geblieben: Alle lieben die Kartoffeln. 
Männer noch mehr als Frauen! Das mag daran liegen, dass Frauen immer noch Kohlehydrate scheuen und glauben, dass Kartoffeln dick machen und Nudeln glücklich. Wie auch immer, wem dieser Glaube mein Genuss hilft, der macht’s richtig.

Ein ist sicher, wie das Amen in der Kirche. Wenn wir schon beim „Glauben“ sind. Die Kartoffeln sind aus der Deutschen Küche nicht weg zu diskutieren. Sie gehören seit jeher auf den Tisch. Gekocht, gegart, gebraten, gestampft wie auch immer, auf jeden Fall: immer wieder!

Die Knolle aus der guten Muttererde. Allerdings beginnt ihre Geschichte nicht in unseren Landen. Wer Interesse und Freude hat, folgt den beiden Links:

http://www.toffi.net/kartoffel_friedrich.htm

http://www.derweg.org/deutschland/geschichte/kartoffel.html

Meine Vorliebe für die Kartoffeln steht und fällt mit den Jahreszeiten:
Heisse Suppe im Winter. Brei oder besser gesagt Stampf ist und bleibt mein Trostessen. Kartoffelsalat mit Varianten wie eingelegter Gurke im Sommer oder mit Speck und Äpfeln im Winter. Kartoffelschnee für die feineren Gerichte, der geht immer. Ich bin eine bekennende Kartoffelliebhaberin!

Darum gibt es aus meiner Küche immer wieder neue Kreationen. Und jetzt in der kalten Jahreszeit steht mir der Sinn nach Zimt, Datteln, Rosinen und Ingwer.

In meinen Kartoffelsud schwimmen deshalb zur Zeit zusätzlich zum Lorbeer noch Zimtstangen, rote Beeren und Wacholder. Die Kartoffeln nehmen den Geschmack schön auf und die Verarbeitung danach lässt viele Facetten zu!

Wenn die gekochten Kartoffeln durch die Presse kommen, ach dann…

dann brauchen sie dringend Butter. Je nach dem wie ich den „Schnee“ weiter verarbeite nehme ich kalte Butterstückchen oder heiße flüssige Butter dazu.

Exquisit sind die Nocken vom Kartoffelbrei. Dazu gebe ich bereits beim Kochen ein Stück Butter an die Kartoffeln, dann werden sie gestampft und nochmal mit dem Quirl schön schaumig aufgeschlagen. Dazu gieße ich heisse Sahne an, die Zunge freut sich und dann tanzt das Herz. Wahrlich königlich ist dieser Genuss! 

Die knusprigen Scheiben für den Gratin gebe ich bei vorgekochten kalten Kartoffeln durch den Eierschneider. Nein, kein Scherz! Dann haben sie alle die gleiche Stärke. Natürlich können die rohen geschälten Kartoffeln auch über eine Scheibe der Küchenmaschine gejagt werden.

Allerdings lassen sich die Kartoffeln nicht frisch gekocht wie Eier behandeln. Sie scheinen etwas (ei)gen zu sein. Denn noch warm zerfallen sie und werden bröckelig. Gar nicht königlich!

Im Süden Europas genießen viele Schleckermäuler den Stampf als kalte Vorspeise. Dazu werden die Kartoffeln gekocht, gestampft und mit Olivenöl, Knoblauch und Kräutern vermengt. Dann kommt der Brei in den Kühlschrank und nach 24-Stunden wird der Kartoffelgenuss noch einmal abgeschmeckt. Pur serviert oder wie hier mit Bresaola.

Vielen Dank an dieser Stelle und immer wieder gern im Zeichen der Knolle an Friedrich den Großen. Ob die Kartoffel auch ohne ihn so einen Erfolg gehabt hätte? Vielleicht gibt es einen Historiker, der das weiß? Das interessiert mich sehr! Muss auch kein Historiker sein, also wer was weiß: sendet eine Mail!

Auf jeden Fall nehme ich bei meinem nächsten Besuch am Schloss Sanssouci eine Handvoll Kartoffeln mit und lege sie dem König an sein Grab. Versprochen!

Eine freudige dritte Woche im Advent.
Und ja, eine heisse Suppe auf dem Herd ist belebend und gesund. 
Na dann, schönen Montag!

                 Katrine Lihn – Die GenussTrainerin ® 

Papas ante Papas! Nicht nur der König liebte die Kartoffeln.

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