Wie das Kaninchen in den Topf hüpft!

Genuss Salon 08.04.2013 keine Kommentare

Kochen
wir mal? Ach, es ist zu herrlich, hier auf der wunderbaren grünen
Insel und dann auch noch Kochfreunde zu treffen, fein!
Ja
klaro, bueno, wir kochen! Das hatten wir schon während der letzten
Wochen besprochen, per Mail versteht sich. Das Kaninchen soll in den
Ofen.
Solveig,
die ich ja bereits hier vor einigen Tagen zitierte, züchtet
Kaninchen und hat mittlerer Weile einen richtigen Stall voller Tiere.
Hühner, Wachteln, Enten und eben die Kanickel.
Auf
dem Nebengelände wachsen ihre Gemüsesorte. An Bäumen hängen
Orangen und an anderen Avocados. Ich pflücke und ernte und bin so in
meinem Element, dass neue Rezeptideen direkt aus mir raussprudeln.
Doch
heute geht’s um den Braten. Wir holen den Vierbeiner aus dem
Kühlschrank und ich wasche ihn erstmal ordentlich ab. Die Kinder
stehen staunend dabei und wollen Alles wissen.
„Die
Palmeros bereiten ihre Kaninchen immer im Topf zu. Ich hab hier ein
Rezept von einer Nachbarin.“ Solveig hält mir das in Spanisch
Geschriebene entgegen. „Ja, dann machen wir das so. Hast Du einen
großen Topf?“ Wenn es hier so üblich ist, dann wollen wir das
auch so machen, denn es geht ja um typische Speisen – um
Authenzität.
Großer
Topf, Brett, großes Messer, Knoblauch, Zwiebeln, Paprika, Tomaten,
Rosmarin und Thymian. Dazu noch einen Schuss Wein und einen halben
Liter Brühe damit das Fleisch auch zart wird.
„Wollen
wir auch gleich einen Fond kochen? Das sind noch Sehnen und Haut und
wir haben genug Gemüse, was meinst Du?“ Ach, es ist wundervoll,
Solveig freut sich und die Kinder fragen was sie helfen können.
Alles
steht auf dem Herd und wir gönnen uns eine Pause. Mit den Kindern
sitzen wir im Schatten und lesen spanische Geschichten: also Solveig
liest und übersetzt und ich versuche mich in Satzbildung und
Ausdruck. Kochen fällt mir deutlich leichter.
Nach
gut 2 Stunden ist das palmerische Mahl fertig. Hände waschen,
hinsetzen und einfach genießen. Papas (Kartoffeln) dazu und ich seh
in schmatzende glückliche Augen.
GenussMomente
– manchmal ist es so einfach!
Wie das Kaninchen in den Topf hüpft!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert