8 Bahnhöfe in 8 Tagen; kommen daher die Ideen? Kognitives Training im Zug, toll!

Genuss Salon 27.08.2014 keine Kommentare

Im ICE von Berlin nach Köln sitze ich im Großraumwagen auf Platz 76 in Wagen 7. Bei runter gekühlten gefühlten Minusgraden. Mal ehrlich, die haben doch ne Schraube locker: entweder sprüht die Klimaanlage Funken vor Hitze oder so wie jetzt; sind es vielleicht 10 Grad und es pustet immer weiter. Die Außentemperatur liegt wohl so bei 16 Grad. Da hilft nur träumen: bei 220 Stundenkilometern gibt es in meinem Kopf eine heiße Möhren-Curry-Suppe. Fein abgeschmeckt mit Koriander und einem ordentlichen Schuss Limettensaft. 

Ach, das tut jut. Hoppla! Erwischt. Kaum bin ich auf dem Weg nach Nordrhein-Westfalen ertappe ich mich beim Mundartdenken. Ach ja, watt war datt ne jeile Zick in Kölle. Xmal BAP gehört, erlebt und gesehen. Mit Bläck Fööss ne Kölsch jeschnappt und immer und immer wieder selbst hinter der Theke den Zappes jemaht. Lang isses her. Rappel, ups, da fällt mir doch glatt der Kopf von links nach rechts. Im Zug lässt es sich herrlich träumen. Geschüttelt wie im Kinderwagen, ja Verzeihung Mama, bei Dir hat es bestimmt nicht so gerappelt. Doch im Traum, oder besser so im Dahinschlummern kommen mir immer wieder herrliche Ideen.

In diesen Tagen dreht sich Alles um Speisen und Getränke. Klar, ich bin ja auch unterwegs im Dienste des Genusses. Das ist schon fein. Heute hier und morgen dort und immer wieder gibt es wundervolle Leckereien auf Tellern, in Schalen und Schälchen. Vieles gibt es zu entdecken und erschmecken.

„Woher hast Du Deine Ideen“ diese Frage hör ich oft. Ja und die Standardantwort lautet „ich bin eben ein bisschen bekloppt. Es macht einen Riesenspaß in der Küche zu stehen, zu rühren, auszuprobieren und Neues zu schaffen. Ich kann es anders nicht erklären. Ja und ich esse eben für mein Leben gern!“ Reisen bildet, könnte auch ein Argument sein. Ich bin wirklich gern unterwegs und gucke mir Städte und Märkte an. Spreche mit Bauern und anderen Geschäftsleuten. 

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch wissenschaftliche Erhebungen über die Entfaltung der Kreativität und die besagt, dass nach mehreren Tagen beispielsweise in der Natur neue Ideen sprudeln. Allerdings besagen die Studien auch, dass kreative Menschen über bestimmte Fähigkeiten wie Risikobereitschaft, Flexibilität und eine große Frustrationstoleranz verfügen. Eigentlich ist es mir egal, woher meine Inspiration kommt. Zu dem Eigentlich gehört ein Aber; denn ich wundere mich schon auch über mich selbst, wenn mal wieder aus einfachsten Mitteln köstlichste Speisen werden. Doch letztlich ist es ist gut wie es is(s)t: genau!

  
Diesen Monat gehört das Topthema immer und immer wieder den Tomaten. Egal ob sie nun Oskar oder San Marzano heißen. Heute packe ich die roten Runden einfach gehackt mit Olivenöl, Basilikum, Kräutersalz und feinem Erdbeeressig unter zwei Stücke altes Brot. Total einfach, super lecker und direkt von der Zunge strömen die Aromen in mein Gehirn und rufen: Es ist doch noch Sommer, ätsch! 

In Italien ist diese Speise ein alter Klassiker: Panzanella! Bei mir heißt es einfach Tomaten mit Brot. Was für eine großartige Idee, hahaha.

Beste Grüße aus meiner kulinarischen Ideenschmiede,

                     Katrine
Lihn – im kreativen Selbstversuch

und ach so, ja von den anderen Bahnhöfen erzähle ich in den nächsten Wochen immer mal wieder – kleiner Vorgeschmack: Wiesbaden, Krefeld und so…

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