Abgebogen – abgehoben: hingeflogen: AUTSCH!

Genuss Salon 14.09.2014 keine Kommentare

Ist die Kiste zu schwer, bist Du zu schwach. Oder warum läuft der Fuß einfach in die falsche Richtung? Tja, also wo fange ich an? Am Freitag? Ja. Am Freitag habe ich den ganzen Tag so leckere Quiche und Tarte gebacken. Feines für den Regionalmarkt in Brandenburg vorbereitet. Alles geplant, Freunde und Kunden eingeladen. Die Trommel geschlagen und meinen Stand im Geiste schon schön mit der grünen Decke und wundervoller Herbstdeko bestückt!

Der Zeitplan passt, ich kann hier und da noch ein kleines Schleifchen binden und die Hauszwetschgen-Vinaigrette schmeckt direkt beim ersten Löffelchen. Ja! Macht das übermütig? Nein, nein. Wobei Übermut und Spaß in den Backen mit einer großen Portion Albernheit schon meine Lebensbegleiter sind. Allerdings nicht wenn ich arbeite. Nein! Dann bin ich konzentriert, höre noch nicht mal Musik. Da haben Quatsch & Co. keinen Platz, weder in der Küche noch in meinem Kopf.

Es ist wohl eher eine Mischung aus Anspannung, Müdigkeit und zu viel des Guten in den letzten Wochen gewesen. Schicksal. Wobei das Wort ein bisschen zu groß ist. Ach, wovon ich eigentlich erzähl? Ha, ich bin ins Straucheln gekommen. Hab wie wir früher zu sagen pflegten „bautz gemacht.“  

Auf dem Weg in den Keller ist mir die Box mit Krimskrams schon schwer vorgekommen. Was heißt schon schwer? Na was das Zeug eben wiegt, nicht eben mal 500 Gramm, logisch! Wie es wirklich passiert ist? Ich weiß es ehrlich nicht mehr. Rutsch, stolper, hangel, dann an die Wand gestoßen und mit der Box zurück auf die Treppe und schwups lag ich.

Es ist nicht tragisch. Nichts ist wirklich kaputt. Ein paar blaue Flecken und der Rücken tut mir weh. Ja, das ist auszuhalten. Schlimm ist eher das Gefühl von „Ohnmacht“ und Wut. Außerdem bin ich traurig, nicht dabei sein zu können! Das ist doch wirklich schade. So gern wollte ich alle Erzeuger treffen und über Kartoffeln, Tomaten und Landwirtschaft sprechen. Nun ist mein Stand ist leer und ich lieg hier und trink Tee*.

Aber wie Alles im Leben hat jedes Ding, jedes Element und jede Situation zwei Seiten. Vielen Dank an die vielen liebevollen Anrufer! Wunderbare Hilfsangebote kamen wirklich in Hülle und Fülle. Hier eine Mail und dort eine SMS. Als ich heute morgen das Telefon einschaltete piepste es „minutenlang!“

Überraschende Besucher bringen blühende Blumen und Trost von allen Seiten. 

Ganz ehrlich, ich bin völlig aus dem Häuschen von all dieser Zuwendung! Danke, und wirklich von Herzen – es ist ein schönes Gefühl zu wissen, dass meine Kunden und Gäste mich vermissen, an mich denken und mich mit zauberhaften Taten und Worten unterstützen.

In den nächsten Tagen ist der Treppensturz vergessen und ich bin wieder auf dem Posten, versprochen!

                Katrine
Lihn – kein gefallenes Mädchen; nur gestolpert 🙂

* ach und ein kleiner Tipp für einen Wohlfühltee: auf einen Liter Wasser nehme ich je einen Esslöffel Eisenkraut + Zitronengras, eine halbe Limette und zwei dicke Streifen Ingwer. Mit kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Wer mag süßt mit Honig. Schmeckt heiß und kalt und ist ein echter Seelentröster… 
… ja und die Rosen sprechen für sich.
Abgebogen – abgehoben: hingeflogen: AUTSCH!

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