Der Teddy hat Krümel am Bauch. Neumodische Brioche, ha!

Genuss Salon 17.12.2014 keine Kommentare

Weihnachten will es werden. Na, ob „es“ das wirklich will, heidenei! Das bleibt wohl abzuwarten. Der Handel wünscht sich frohe kauffreudige Kundschaft. JESUS, ich habe mich vor die Tore Potsdams getraut und war in einem Einkaufscenter. Statt fröhlicher Kinderlein-kommet-Stimmchen, höre ich es nur brummen und knurren. Ich sah auch goldene Zipfel und Wipfel, geschmückt mit vielen Menschen, reichlich prall gefüllten Plastiktaschen nebst übellauniger Mienen. Hey, wollte ich gern den Leuten zu rufen, Hey, Lachen hilft! Es ist doch bald Weihnachten! Das Fest der Liebe. 

In dem Gewusel der Menschen kommen mir die Vorbereitungen auf das größte Familienfest des Jahres eher wie eine Hetzjagd vor. Auf der Suche nach der eigenen Glückseligkeit wird ALLES gegeben. Aus der Vorfreude wird Anspruch mit hoher Erwartungshaltung. Der Jubel weicht dem Trubel gefolgt von Streit. Schade! 

Ich träume vom goldenen Tellerrand und dem glücklichsten Teddy aller Zeiten. In diesem Jahr steht der Pinguin wieder als Begleiter hoch im Kurs. Es lebe das Land der Kuscheltiere! Ihr Kinderlein kommet und freut Euch auf Krippe und Stall. Wer liest in diesem Jahr ein paar Weihnachtsgeschichten vor? Oder mal wieder das Gedicht WINTER von Heinz Erhardt. 

Aus der Dachbodenkiste habe ich die Glassterne geholt und die Winter-Weihnachts-Wunderland-Musik. Es dudelt und duftet um die Wette.

Ach, ja ich habe das Rezept für die Brioche versprochen. Wunderbar als glücksbringendes Weihnachtsbrot. Mit Zitronat und Orangeat. Wer möchte gibt noch Kirschen hinein und getrocknete Äpfel.

Meine Zutaten kommen in die Küchenmaschine und werden 5 Minuten gerüttelt und geschüttelt:

500gr Dinkelmehl, 50gr heller Muscovado, 150ml Milch, 40gr frische Hefe, 2 Eier, 70gr Butter und eine Prise Salz.

Aus der Küchenmaschine nehme ich den Teigkloß und knete 50gr Rosinen, 100gr Zitronat, 100gr Orangeat und eine Handvoll Kirschen unter. 

Eine Kastenform mit 20 cm lege ich mit Backpapier aus und gebe den Teig hinein. An einem warmen Ort lasse ich das Brot nun eine Stunde aufgehen. Danach nehme ich es aus der Form, knete es noch einmal gut durch und gebe es wieder in die Form zurück und lasse es noch einmal 20 Minuten ruhen. Während dieser Zeit heize ich den Backofen auf 180 Grad und gebe die Form dann zum Backen.

Nach dreizig bis fünfundvierzig Minuten ist die herrliche Brioche fertig. Warm und kalt eine großartige Zungenfreude. Ich mag diese Scheiben zum Tee mit einem Hauch salziger Butter.

Ganz anders und wirklich mit Überraschungseffekten* schmeckt Brioche zu Wild und die letzten Scheiben, wenn sie schon ein bisschen trocken sind, lassen sich in Butter braten und adeln den Salat.

         Katrine
Lihn – heute
ganz verliebt in die B. 

* Sei neumodisch und wirf die Welt über den Haufen. (Franz Michael Felder)

Der Teddy hat Krümel am Bauch. Neumodische Brioche, ha!

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