Ein Deutscher Klassiker; neu interpretiert: Kartoffelsalat!

Genuss Salon 14.11.2014 keine Kommentare

Fest kochende Kartoffeln sind die besten Freunde des Salates. Klar! Welche Sorte? Na, das ist sicher Geschmacksache. In meinem Topf schwimmen die Damen namens Annabelle. Sie sind fest im Fleisch, aha! Haben ein nussiges Temperament, soso. Die mag ich jetzt zum Herbst, sie schmecken auch so ein minikleines bisschen verwegen: modrig, erdig – huuuuu. Düster! Und damit beim Genuss alles frisch und lecker wird, bekommen die Damen Gesellschaft von roten Zwiebeln und knackigen Äpfeln. Verrückt? Aber nein!

Für eine „normale“ Schüssel koche ich zwischen 800 und 1.000 Gramm Kartoffeln, je nach Größe der Knolle reichen 15 Minuten Kochzeit aus. Anpicksen hilft. Wenn weich, dann.. nee ist klar!  

Meine Erdäpfel garen in der Schale mit wenig Wasser. Zum Rumpaddeln gebe ich ihnen noch einen dick gehäuften Teelöffel vom groben Luisenhaller Salz ins Wasser, ein Lorbeerblatt, drei bis vier Holunderbeeren und eine Zimtstange. Zimt? Genau! Das gibt eine leichte Note und hebt die Stimmung. Wirklich, es ist auf der Zunge kaum zu ahnen, doch das Lächeln ist gewiss.

Die Kartoffeln lasse ich gut auskühlen, über Nacht, aber nicht im Kühlschrank, da werden sie mir zu hart. Naja, es ist sicher egal. MamaJutta hat früher immer die heißen Kartoffeln direkt in die Brühe gegeben, damit die Scheiben die Flüssigkeit aufsaugen und Geschmack an die Knolle kommt. Heute findet meine Zunge, es ist sehr guter Geschmack in den Kartoffeln und es ist meine neue Art den Salat für den Herbst zuzubereiten. Ganz ohne Brühe und so.

Denn die Sauce wird aus Apfelsaft, Honigessig, Senf, Salz und Pfeffer mit Walnussöl aufgeschlagen. In einem hohen Becher mit dem Pürierstab. 

In einer Pfanne lasse ich ganz kurz dünne Scheiben von roten Zwiebeln und Äpfeln in Walnussöl leise schmurgeln. 

Alles zusammen geben ich dann in eine flache Schüssel und hebe mit einem großen Löffel alles untereinander. Die Kartoffeln schneide ich in möglichst dünne Scheiben und gebe dazu noch drei Spreewaldgürkchen, ebenfalls in Scheibchen. FERTIG!

Leicht mit einer Novembernote. Nüsse würden auch prima dazu schmecken. So eine Schüssel ist für mich ein wundervoller Wochenendbegleiter – schmeckt pur oder mit Spiegelei oder gern auch mal wieder mit Würstchen. Von wegen nebliger Monat – nix da. Genuss gibt es zu jeder Zeit des Jahres und jetzt erst recht: gegen den Winterblues, hmmmm?!

       Katrine
Lihn – mir schmecken heute gegarte Frikos dazu…

Rinderhack nur leicht gewürzt in einem Sud aus eingeweckten Tomaten mit – ACHTUNG – Zimt, Nelken und Ingwer – wundervoll dieser Freitag!

Ein Deutscher Klassiker; neu interpretiert: Kartoffelsalat!

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