Immer wieder Montags – das GenussTraining

Genuss Salon 20.01.2014 keine Kommentare

Wie angekündigt kommen immer Montags Ideen zum GenussTraining und Erfahrungen sowie Berichte zu diesem Thema. Heute geht es um die kleinsten Genüsse und die kleinsten Genießer.

Was passiert mit dem Geschmack, wenn die Kleinen von Anfang zu viel, ständig und vor allem zu allen Tageszeiten am Zucker schlecken? Warum macht die Lebensmittelindustrie aus den Kindern abhängige Geschöpfe anstatt ihnen das kleine Naschkatzenleben zu versüßen?

Den Nutzen von süßen, fetten und unangemessenen Kinderlebensmitteln kann ich nicht finden. Mir erschließt sich auch die Gier der Hersteller dabei nicht. Macht es nicht eher Sinn, Kinder mit guten und gesunden Produkten als langfristige Käufer der Zukunft zu binden?

Viele Fragen! Wenig Antworten. Bei der Organisation Foodwatch gibt es Expertenmeinungen und viele Informationen. Deren regelmäßige Warnungen und Aufdeckungen helfen sowie Orientierung geben.

Die Zunge ist der Schlüssel zum Genuss. Denn hier treffen die Komponenten zusammen. Hier spielt die Musik der Gaumenphilharmoniker. Wie beim Musizieren ist jahrelanges Training für den Geschmack nötig! Kinder, die mit Naturjoghurt und reinem Wasser aufwachsen haben einen anderen Sinn für Kräuter, Gewürze und Geschmäcker. Wer gekauften Eistee, Milchschnitten oder andre Kinderriegel reicht bekommt die Quittung. 

Den jungen Eltern ist das oft nicht bewusst. Ich höre immer wieder Sätze: „Wenn es das im Supermarkt zu kaufen gibt, dann kann es doch nicht schlecht sein!“ Ja, das ist die Tragik. Hier beginnt das Training: das „Gute“ vom „Schlechten“ zu unterscheiden. Doch wie kann das gehen? Selbst die Angaben auf den Verpackungen sind nicht immer korrekt, um es mal vorsichtig auszudrücken. 

Die Industrieprodukte mit all ihren Geschmacksverstärkern verändern die Wahrnehmung auf der Zunge! Dabei geht es nicht mehr um das wahre Empfingen und dem Zusammenspiel von süß, bitter und salzig. Ist die Zunge erst „versaut“ dauert es lange, bis sie wieder in der Lage ist, den realen Geschmack zu erkennen.

Meine Freundin Susanne empfahl in diesem Zusammenhang eine Dekontaminierung der Zunge. Harte Worte! Doch, da steckt viel Wahrheit drin. Menschen die fasten und danach den ersten Apfel essen, empfinden ihn als besonders süß. Wie gut kann ein einfaches Butterbrot schmecken oder ein Glas reinster Apfelsaft!

Für die Kleinen und auch für die Großen wäre ein Umdenken gut. Ein kleines Training kann mit dem Frühstück beginnen. Nicht im Stehen! Am Abend wird der Tisch gedeckt und zum Frühstück gibt es statt Saft einen Tee oder ein Glas Wasser. Anstatt Brötchen vom Bäcker oder süßes Stückchen gibt es eine Scheibe Brot mit Butter und Marmelade oder Käse. 

Lässt sich das Leben dahin gehend ändern? Gibt es Spaß am gemeinsamen Essen? Wer nimmt ein Pausenbrot mit in Schule? Gibt es im Büro einen Mittagssnack aus selbst gekochten Zutaten oder doch eher das Mayonnaise-Baguette?

Ist der Kinderkonsum mit all dem Süßkram noch aufzuhalten? Eins steht fest, bei den ungezählten Erdbeerjoghurt und Fruchtzwergen in den Kühlregalen fehlt sicher die reale Frucht!

Heute hat das Training im ersten Augenschein nicht viel mit Genuss zu tun? Das ist nur in teilweise wahr, denn ohne Wahrnehmungen mit ein paar bitteren Wahrheiten bleibt der Genuss auf der Strecke. Wie schade!

In diesem Sinne einen schönen genüsslichen Start in Mitten der Grünen Woche in Berlin. Dort wo der Erlebnisbauernhof Romantik verspricht und der Spruch „Lebensmittel können gesund und lecker sein“ die Besucher auf den Pfad des selber Kochens und der Genusstugend bringen möchte.

Na dann….

           Katrine
Lihn – die GenussTrainerin ®
In eigener Sache eine Notiz zu den Wortmeldungen:
Ab
sofort werden keine anonymen Kommentare mehr veröffentlich. Leider hat sich ein unangenehmer Zeitgenosse eingeschlichen, vielleicht ein sogenannter Stalker. 
Vielen Dank für das Verständnis!

   

Immer wieder Montags – das GenussTraining

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