Kindheitsglück, mit jedem Krümel!

Genuss Salon 26.03.2014 keine Kommentare

Butter und Mehl, Zucker und immer eine Prise Salz. Pfund auf Pfund und dann gut und gerne vier bis sechs Eier dazu. Jaaa, in den 1960zigern, damals als ich Kind war. Da hat noch keiner über vegan gesprochen. Geschweige denn über low-carb. Ha! 

Jedes Wochenende wurde gebacken. Das gehörte zum guten Ton. Wie der Sonntagsbraten. Na ehrlich gesagt, bei uns war das schon anders. Meine Eltern gehörten zu den „Modernen“ und Sonntags gab es kein Mittagessen, sondern ein spätes Frühstück. Doch dann, direkt danach. Oh ich kann es noch schmecken, ich rieche es noch… er kommt aus der Küche und zieht durch das ganze Haus. Der Duft! Butter und Schokolade. Heißa, was für eine Köstlichkeit. In voller Pracht steht er da.

Er! Der Gugelhupf!

Ach! Nie wieder hat er so geschmeckt! Ich schwöre. Nie wieder war er so betörend. Mit heißer Schokoladensauce von Hersheys. Unglaublich. Sooo gut!

Es hat also gar keinen Sinn und ich versuche auch keine Neuauflage. Nein. Ich rühre heute einen für Clara und ihr Kind. Modern und frisch mit Minze ohne Butter. Frisch und munter. Klein und fein.

Mein Minz Minigugelhupf zur Aktion #ichbacksmir von Clara

Die Zutaten sind schnell aufgezählt:
1 Ei
150gr Mehl und 1 Teelöffel Weinstein
100gr Zucker
150gr Vollmilchjoghurt
100ml Sahne
1 Prise Salz
eine Handvoll gehackte Minzblätter

Saft von einer Limette
Puderzucker zum Bestäuben

Die Zutaten gebe ich in meine Küchenmaschine und lasse sie ordentlich mischen.

Dann kommen sie in die kleinen Formen.
Den Backofen habe ich auf 180 Grad gestellt.

Die kleinen Küchlein brauchen knappe 30 Minuten, dann sind sie luftig locker.

Es duftet herrlich nach der Minze.

Ich lasse die Kameraden nur einen kleinen Moment ruhen. Denn wenn ich sie noch warm mit dem Limettensaft bestreiche, dann zieht er richtig ein in den Gugel, den kleinen.

Den Puderzucker siebe ich später darüber. Er klebt am Saft fest. Das gefällt mir gut.

Aus dem Teig sind diese kleinen Hüpfer geworden. Ich hätte die roten Formen noch etwas voller befüllen sollen. Dann wären die sechs Knirpse fülliger geworden. Nächstes Mal, versprochen.

Denn dieser Teig ist eine neue „Erfindung“ und anscheinend gehen Teiglinge mit dieser Rezeptur weniger auf.

Dem Geschmack hat es nicht geschadet.
Puh, da hab ich ja Glück gehabt.

 Mit einem Sträußchen Minze sind sie nun als Mitbringsel 
 verpackt. 

 Frühlings frischer Gugelhupf. 
 Heimatküche mit freier Interpretation.

 Guten Genuss und viel Freude beim Nachbacken!

      Katrine Lihn – Die GenussTrainerin®

Kindheitsglück, mit jedem Krümel!

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