Küchengeplapper mit Küchengeklapper

Genuss Salon 17.09.2014 keine Kommentare

Beim Stöbern in Kochbüchern, lesen von tagesaktuellen Köstlichkeiten und manchmal auch einfach beim Einkaufen, da sprudelt mir doch einfach so der Genuss zwischen den Zähnen durch. Das Wasser läuft im Mund zusammen oder fachlich korrekt: Speichelfluß. Na von mir aus. 

Wem geht das auch so? Bitte mal die Hand heben! Ach, doch so viele. Ja, verstehe. Das macht mir Mut. Denn ich überlege wie ich es schaffen kann, dass der Duft aus dem Ofen und das Zischen vom Herd aus dem Äther kommen. Äther? Ja, die Stimme aus dem Radio, ich kenne das noch früher. Ob das heute auch so heißt? Keine Ahnung. Äther ist die altgriechische Bezeichnung für „oberen Himmel.“ 

Konkret geht es mir heute um das Kochblogradio von Tim Faber. Der lebt in Nürnberg und hat eine große Leidenschaft für’s Kochen und Schreiben. Ja, das eint uns. Außerdem liebt und lebt er sehr frankophil. Große Klasse. Und dann, es hört gar nicht auf, hat er vor ein paar Monaten die Idee in die Tat umgesetzt und das Kochblogradio ins Netz gestellt. WoW!!

Wir haben ein paar Mal telefoniert und ich bin begeistert mal wieder Radio zu machen. Das ist in den frühen 1990ziger Jahren eins meiner Steckenpferde gewesen. Mit Aufnahmegerät durch die Fußgängerzone Kölns zu laufen und dann die Vertonungen zu schneiden und einen interessanten Beitrag daraus zu komponieren. Wer sich richtig erinnert, genau, weiß ich für die Vermarktungsgesellschaft des lokalen Rundfunks in Köln arbeitete. Lange her, ich erinnere mich sehr gern. Mit „selbst-Radio-machen“ hatte das absolut nichts zu tun, dennoch sind so kleine Wurzeln geblieben.

Zurück zum Kochblogradio. Heute werde ich es mal wieder probieren. Texte sprechen, mit der Ofentür klappern und vielleicht auch den Mixer anwerfen. Ob das gefällt?

Die Ausstrahlung erfolgt in ein paar Wochen, ich werde natürlich ganz fest auf die Werbetrommel schlagen. Versteht sich von selbst. Doch heute möchte ich dazu aufrufen mir Mails mit Fragen zu senden. Wer möchte was wissen? 

Ist es wirklich wichtig für einen gelungenen Hefeteig die Milch zu erwärmen? Ja, das könnte so eine Frage sein. Wie rette ich den Sommer in den Herbst? Oder kann ein Veganny einen Beef-Buddy lieben?

Eine gelungene Radiosendung lebt mit und von den Zuhörern. „Good Morning Vietnam“ ist ein großartiges Beispiel. Ich liebe das Nachtlager von Domian, wenn es auch manchmal sehr traurig ist, oder vielleicht gerade deshalb.

In meiner ersten Sendung gibt es Blaue Schweden und Brot mit Hauszwetschgen. Der Duften steigt durch den Äther direkt in die Nase. Ach, duftet das wie Zimt? Stimmt!

„Mit Liebe hausgemacht“ per Mausklick aus meiner kulinarischen Werkstatt – los geht’s!

             Katrine
Lihn – „schalt Dein Radio ein“

übrigens kommen die Zwetschgen halbiert in mein Brot mit Kastanienmehl. Das ist eine feine Variante zum sommerlichen Raukebrot. Dazu 200gr Dinkelmehl, 40gr Kastaninenmehl, 1,5 TL Weinstein, 3 Eier, 2 EL Schmand, 4 EL Walnussöl, 10 Zwetschgen (halbiert + entsteint), 50gr Nüsse nach Wahl, 1 TL Prinzessin Morgana (Salz), 1 TL Prinz Wumbaba (Pfeffer) gut vermischen. In eine Kasten- oder Brotform mit 30cm Länge geben. Bei 180 Grad gute 30-40 Minuten backen. Nicht zu braun werden lassen. 

Küchengeplapper mit Küchengeklapper

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