Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Genuss Salon 21.03.2014 keine Kommentare

Früh steige ich heute auf mein Rad. Das gefällt mir gut! Die Luft ist klar, der erste Verkehr rollt zwar schon durch die Straßen, doch eigentlich ist noch nicht wirklich viel los. In den kleinen Nebenstraßen ist es ganz still.

So halte ich am Heiligen See inne. Der Blick über das Wasser zum Marmorpalais zaubert mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Bald kann ich hier wieder baden gehen. Ach, Du wunderbares Potsdam, es ist sooo schön hier. Aber nein, heute gehört meine Liebeserklärung nicht Dir. Heute schenke ich mein Lächeln und meine Verliebtheit einem anderen. Heute – wie auch sonst – gehört mein Herz der guten alten Tradition. 

Ich treffe mich mit dem Inhaber der Bäckerei Braune, Werner Gniosdorz. Seit 160 Jahre gibt es dieses Fachgeschäft im Herzen der Stadt. Einhundertsechzig Jahre Erfahrung. Das ist gute Backkunst. Die Brote stapeln sich in den Regalen und Kuchen und Gebäck sehen für mich so aus, wie sie eben aussehen müssen. Pur, rein und gut. Ohne Lametta. Hier kaufe ich ein und das aus gutem Grund. Und darum bat ich um einen persönlichen Termin.

Diese Produkte möchte ich für meine Gäste, meine Veranstaltungen, meine Markttage „Suppe, Stulle und Mehr…“ und für mich selbst.

Gestern haben wir telefoniert und heute stehen wir gemeinsam im Verkaufsraum an der Friedrich-Ebert-Straße 101. Die Geschäftstür ist geöffnet, ein laues Lüftchen weht herein und es duftet nach Backwaren. Jeder weiß wie sich dieser Krustengeruch langsam in die Nase schiebt und wenn man dann, oder auch jetzt, einfach mal die Augen schließt, dann kommt der Geschmack auf die Zunge. Brot bedeutet Leben! Es ist gesund und eine höchst einfache Methode der Nahrungsaufnahme.

Für mich ist die wichtigste Frage: „Können Sie mir ein Mehrkornbrötchen backen, das weich genug ist um ein „Burgerbrötchen“ zu werden?“ Ja, darüber haben wir am Telefon bereits gesprochen und natürlich kann der Bäckermeister das. Für meine „Guten Bürger“ werde ich also das Drei-Saaten-Brötchen nehmen. Die vegetarische Variante meine „Gute Bürgerin“ mit Käse, Salat und Obst wird zukünftig mit Oliven-Ciabatta-Brötchen liegen. Das wird schmecken, da bin ich sicher. Möchte jemand probieren?

Für die Stullen, die es bei mir am Stand ab dem 12.April auf dem Markt am Nauener Tor in Potsdam geben wird, habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Das ist wirklich nicht leicht. Das „Stadlbrot“, ein uriger runder Brotlaib aus verschiedenen Mehlsorten, Sonnenblumenkernen und Röstmalz kaufe ich mir zum Testen. Wunderbar finde ich das „Vollkornmischbrot“, aber es enthält etwas Kümmel. Ob das meine Kunden mögen? 

Und wie viele Brote werde ich für einen Samstag brauchen? Kommen schon morgens die ersten Frühaufsteher und gönnen sich eine frische Stulle? Es bleibt spannend. Ja und natürlich: ich werde weiterhin berichten. 

Eins steht jedoch fest. Hier wo sich die traditionelle Backkunst mit modernen Elementen der Ernährung treffen, ja hier bin ich genau richtig! 

Vielen Dank auch an dieser Stelle an Werner Gniosdorz für die Ausführungen und die Verkostung der Brötchen und Brote.

Hier und heute zeigt es sich wieder, gute Produkte sind ein Geschmacksgarant!
Da beiss ich mit großer Freude und einer ordentlichen Portion Heißhunger in das frische gebutterte Brötchen.

Das Aufstehen hat sich in jeder Beziehung gelohnt! Was für ein herrlicher Freitag!

                     Ihre
Katrine Lihn – Die GenussTrainerin®

Für einen schönen Seufzer und ein herziges achja… hier ein noch kleiner Film:
morgens um sieben – zu schöööönnnn!

Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

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