Plätzchen – Schätzchen! Minimaler Keks mit maximaler Füllung: hoho!

Genuss Salon 10.12.2014 keine Kommentare

Knusprig sollen sie werden und klitzeklein! Ich mag keine großen Kekse. Nein! Also, wenn es schon so krümelig wird und ich abbeißen muss, nein, dann ist es für mich kein Keks. Eher schon Gebäck oder kleiner Kuchen. Naja, ich habe immer so extra kleine feine Kekslein gebacken. Schon immer und das meint, ups, seit gut vierzig Jahren. Also: Traditions-Mini-Keks, hört, hört!

Mürbig und mal gefüllt und mal nicht. Heute morgen höre ich im Radio einen Bericht über vegane Plätzchen. Apfelmus statt Eier und Margarine statt Butter. Das hört sich für mich ein bisschen seltsam an. Scheint jedoch zu funktionieren und auch zu schmecken. Na, wenn ich mal so ein Plätzchen erwisch, werde ich berichten.

Meine Kekse sind eher traditionell: Beim Mürbeteig nehme ich die alte Regel: 3 – 2 – 1. Was das bedeutet? 

300gr Mehl – 200gr Butter und 100gr Zucker. Faustregel nach Omi Martha. Allerdings mogel ich manchmal ein bisschen. Heute habe ich 100gr hellen Muskovado* genommen und 50gr braunen Zucker. Ich möchte, dass die kleinen Bäumchen malzig schmecken.

Es ist schon echte Handarbeit, diese kleinen Dinger auszustechen. Einer meiner Bäckerfreunde meint lachend: „Was Du machst, Liebes, das ist nicht backen sondern bastlen.“ Kann sein, ich will es so und es hat so was zärtliches, kleines. Außerdem ist diese Art der Arbeit auch eine Art Zen. Weihnachtliche Ruhe – stille Nacht.

Den Teig lasse ich die gute Küchenmaschine kneten: 300gr Mehl mit einer Prise Salz, 200gr Butter und dann wie gesagt dieses Mal 100gr Muscovado plus 50gr braunem Zucker (fein übrigens auch mit Honig), dazu kommen noch ein Ei und 30ml kaltes Wasser. Zur Kugel geformt mit Klarsichthülle umschlungen geht dieser Mürbeteig für gut eine Stunde in den Kühlschrank.

Ich rolle ihn dann auf einer Silikonmatte aus, das ist eine wahrhaftige Hilfe und die Arbeitsplatte bleibt sauber. Durch den Muscovado* ist der Teig klebrig und es macht Sinn, die auszurollenden Rollen nach und nach aus dem Kühlschrank zu nehmen. Ausprobieren!

Die ausgestochenen kleinen Tannen lege ich auf Backpapier. Der Ofen backt sie bei gut 180 Grad Ober-und-Unterhitze fünfzehn Minuten, die Kekse sollen bräunlich sein, jedoch nicht zu dunkel.

Nach dem Auskühlen fülle ich sie mit Schokoladen-Nougat-Sahne-Creme:

100gr dunkle Schokolade, 100gr Nougat und 1 Esslöffel Sahne im Wasserbad schmelzen. Diese Creme etwas abkühlen lassen und mit dem Schneebesen noch mal gut durch quirlen.

Zum Auftragen nehme ich den Stil eines Teelöffels, bei diesen Minis kleckert’s mit einem Löffel zu sehr. Ja und noch einmal JA; es macht schon Arbeit, aber es lohnt sich. Zum Abschluss kommen die anderen Kekse oben auf und die fröhliche Reihe bekommt einen ordentliche Portion Schnee.

Ach, Puderzucker heißt das im Fachjargon! 

Während ich so in der Küche für mich hin werkle, singen im Hintergrund verschiedene Weihnachtschöre: ich liebe diese Zeit, herrlich gemütlich, altmodisch und ein kekskleinesbisschen sentimental! 

          Katrine
Lihn
– rührend gerührt und geknetet, ach!

* hier gibt es kleine Roh-Rohrzucker-Info

Plätzchen – Schätzchen! Minimaler Keks mit maximaler Füllung: hoho!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert