Prall wie das Leben: bunter, dicker, größer. Wer ist denn damit gemeint, na?

Genuss Salon 07.08.2014 keine Kommentare

Im Monat August ist mein Korb voller frischer großartiger Landfrüchte. Es gibt noch Beeren, ich liebe diesen wundervollen Moment wenn die samtige Himbeere auf die Zunge fällt. Ach, ach: die Bären sind los! Das mag ich!

Wundervoll sind diese kleinen Dingen gekocht und durch ein Sieb gestrichen. Dann koche ich sie noch einmal auf und gebe ihnen braunen Zucker und Thymian. So eine Sauce macht sich großartig zum Lamm. Schmeckt aber auch einfach ohne „was“ und ist ein toller Salatbegleiter.

Das ist die andere Variante zur Erdbeervinaigrette vom Juli. Ja, es gibt auch in diesem Jahr nach wie vor diese Früchte, doch ich finde sie nicht mehr besonders schmackhaft und für mittlere Qualität sind sie mir zu teuer. Tschüss, Erdbeeren, ist eben so.

Dafür ziehen in den nächsten Wochen die Tomaten bei mir ein. Mein Balkon ist zu klein, um mir eine eigene Zucht zu gönnen. Doch, es gibt ja die wahren Tomatenzüchter mit einer Sortenvielfalt, eijeiei, da fällt die Entscheidung schwer. Rogalla, Prinz von Sachsen & Coburg, Ochsenherz, Grosse Lisse, so wundervoll ihre Namen klingen, so herrlich ist ihr Geschmack. Ich liebe sie alle!!

Noch immer bin auch auf der Suche nach der „Goldenen Königin“. Es würde mich sehr glücklich machen, wenn mir jemand einen Tipp geben kann. Ja und wo steckt bloß der „Schwarze Prinz.“ Diese beiden alten Sorten stehen auf meiner Tomatenwunschliste ganz oben. Gäben sie doch die perfekten Partner zu meiner Prinzessin Morgana und dem Prinzen Wumbaba.

Tomaten! Ja, die will ich. Dieses Jahr werde ich gläserweise Tomatenmus, ganze Tomaten und Sauce einkochen. Das wird ein Fest für den Winter. Auf Herd stehen im November Wildschweinsauce neben heiße Suppe. STOPP! Es ist August, nun erstmal her mit den dicken frischen Dingern aus dem Ofen.

Prächtig sehen sie aus und so schmecken sie auch. Ausgehöhlt mit einem Teelöffel und das Innenleben in der Pfanne mit roten Zwiebeln und Knoblauch angeschmurgelt. Die Hälfte davon in eine Schüssel gegeben und mit Brotbröseln, Basilikum und Kräutersalz vermischt. Die Tomaten gefüllt und obenauf – also unter dem Deckel – habe ich jeweils ein Stück Uckergourmet gelegt. Das ist ein Grillkäse vom Uckerkaas. Die andere Hälfte aus der Pfanne in eine Auflaufform geben. Tomaten drauf setzen und im Ofen bei 160 Grad ungefähr dreißig bis vierzig Minuten backen.

Dazu schmeckt Brot oder wer es ein bisschen üppiger mag, stampft Kartoffeln und gibt oben auf gehackte Tomaten mit Zitronenöl.

Ein Sommer ohne Tomaten ist wie Ostseeurlaub ohne Sonne und Strand!

               Katrine
Lihn – mit Sommersonne im Herzen

Prall wie das Leben: bunter, dicker, größer. Wer ist denn damit gemeint, na?

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