Qualität ohne Grenzen. Die Franzosen im Havelland oder warum die Hühner Tee trinken! (Teil 2)

Genuss Salon 04.06.2014 4 Kommentare

Wenn mir vor drei Wochen jemand, wer auch immer, erzählt hätte, dass ich stundenlang über Hühner spreche, ja, da hätte ich geantwortet: Da lachen doch die Hühner!

Wobei, Hühner? Ich spreche hier und heute und seit Tagen über „mon dieu“ die Raritäten der französischen Kratzfüßler. Hüstel! Nein? Keine Kratzfüßler? Doch! Es sind und bleiben Hühner. Dennoch, ich bin nicht verliebt, aber das Gefühl ist ähnlich. Oder, eher entzückt und entrückt. Von der Fürsorge und der Art und Weise wie sich im Leben von Herrn Unkert, also in seiner freien Zeit mehr oder weniger alles um dieses Federvieh dreht. 

Diese blauen Füße sind das Markenzeichen der Bresse

Sie leben im Havelland. Und, sie leben nicht nur dort, sondern sie wachsen dort auch auf. Mitten in der Natur. Und wenn es auch noch so unfaßbar klingen mag, die kleinen Piepser sie trinken Tee. Trinken? Ich muss mal erkunden wie das bei Hühnern heißt. Nippen, vielleicht, oder picken? Ich weiß es ehrlich nicht. Da mach ich mich noch schlau. 

Zum Juni sind diese putzigen original französischen Marans geschlüpft. 

Bildmaterial:  Detlef Unkert

Ihr Flauschkleid ist silber gesperbert. Ja, das heißt so. Das weiß ich genau.

Bildmaterial:  Detlef Unkert

Das glänzende Gefieder hängt eng mit dem Ringelblumentee zusammen. Das ist schon ein bisschen realitätsfern für einen gemeinen Städter. Doch wer immer noch denkt, Huhn sei Huhn. Der irrt!

Wie bereits erzählt, sind dies besondere Tiere. Seltene Exemplare von besonderer Güte und Qualität. Wer kann schon von sich behaupten, so ein Huhn in seinem Ofen gehabt zu haben? Nein, nicht so ein Küken. Ich spreche von den „großen Tieren.“

In den nächsten Tagen bekomme ich meine erste Lieferung. Es gibt ein Bressehuhn gauloise mit 2.700 Gramm Gewicht. Wirklich groß und schwer. Ich kann mir das auch noch nicht vorstellen! Natürlich erhalte ich nicht nur den sogenannten Schlachtkörper, sondern auch die guten Innereien! Wenn schon, denn schon! Auf meiner Wunschliste steht auch ein Marans. Dieser Schlachtkörper, um den Fachbegriff für „totes Huhn“ richtig einzusetzen, bringt gute 2.620 Gramm auf die Waage und dann hopplahopp flattert mir ein Barbezieux ins Haus. Mit sage und schreibe 3.280 Gramm.
Da steht ERLEBNIS in meinem Kalender. Doch noch größer wird das, wenn ich den ersten „Vogel“ in den Ofen schiebe. Original französisch werde ich ihn zu bereiten. Wer möchte dabei sein? Nein, das ist keine Einladung. Beim ersten Ma(h)l stehe ich lieber allein in der Küche und genieße das große Los. Tut mir leid, so isses und so bleibt es. Ätsch.
Bei meinen Recherchen habe ich herausgefunden, dass die Franzosen das blaubeinige Bressehuhn oft mit Gemüsesauce und Brot genießen. Dazu gibt es im Sommer kühlen Weißwein und im Winter einen trockenen Roten. Ich habe noch keine Entscheidung getroffen, wie ich es machen werden. So traditionell wie möglich, muss ich das überhaupt erwähnen? 
Interessant finde ich, dass diese Kostbarkeiten im Onlinehandel küchenfertig angeboten werden. Wie gut, dass ich das nicht muss. Allerdings habe ich mich auch wegen der Preise umgeschaut. Die Premiumhühner gibt es ab 20 Euro per Kilogramm. Versteht sich!
Ein guter Käse kostet das auch. Also, wo ist das Problem? Tja, bei einem Käse greifen die Kulinariker zu hundert oder vielleicht auch mal zweihundert Gramm. Doch das Huhn gibt es im Ganzen. Ein Festschmaus! Gut. Mögen sich die gerne-Huhn-Esser versammeln.
Ich bin bereit. Zum Mittwoch dem 09. Juli 2014 laden Herr Unkert und ich zu unserem ersten gemeinsamem französischen Raritätenabend ein. Wer möchte dabei sein? Wir treffen uns in Potsdam. Einladungen folgen in den nächsten Tagen.
Prall gefüllte Grüße vollgefüllt mit französischen Ideen, la vie est belle!
                       Katrine
Lihn – die GenussTrainerin®
Ach ja und wen es interessiert: Die bunte Eiermischung ist ab sofort bei mir bestellbar. Je nach Größe und Eierart kostet der 10er Karton zwischen 7€ und 10€. 
Araucaner (grün). Barbezeiux (creme), Marans (braun)
Qualität ohne Grenzen. Die Franzosen im Havelland oder warum die Hühner Tee trinken! (Teil 2)

4 thoughts on “Qualität ohne Grenzen. Die Franzosen im Havelland oder warum die Hühner Tee trinken! (Teil 2)

  • 13. Juni 2014 at 11:28
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    Liebe Katrine,

    diese Eier sind ja sooo lecker. Kann man nix anderes sagen. Rührei-Genuss pur. Freue mich schon auf die zweite Lieferung.

    Herzlichen Gruß

    Birgit

    Reply
    • 13. Juni 2014 at 18:19
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      Liebe Birgit,
      vielen Dank! Die nächste Lieferung hole ich morgen ab.
      Montag bekommst wieder "die Bunten."
      Schönes Wochenende wünscht, Katrine

      Reply
      • 6. Februar 2017 at 9:17
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        Well done ariltce that. I’ll make sure to use it wisely.

        Reply
  • 6. Februar 2017 at 9:31
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    I read your post and wihsed I was good enough to write it

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