Tarte, bunte Schürzen und jede Menge Esprit. Voilà!

Genuss Salon 16.07.2014 keine Kommentare

Meine Leidenschaft für diese wundervollen kleinen Kuchen lässt sich nicht verbergen. Immer und zu allen Festen, Anlässen und noch so minikleinen Zusammenkünften gibt es aus meiner Küche, genau: Tarte, kleine Küchlein und Quiche. Mal eckig, mal rund. Mit Zacken und ohne.

Die kleinen flachen Kuchen. Salzig, pfeurig, gerne auch süß. Momentan experimentiere ich mit Kastanienmehl. Also, oh là là, das habe ich mir ehrlich gesagt in meinen köstlichsten Träumen nicht erdacht: knusprig und geschmacklich völlig neu. Jedenfalls auf meiner Zunge. Und es ist wichtig das Mehl zu mischen. Reines Kastanienmehl eignet sich für Tarte, kleine Fladen und Quiche nicht. Zu stark im Geschmack und sensorisch auch fragwürdig. Fast schon spröde und auch zu hart. Ich dachte beim ersten Biss tatsächlich an die Schale der Kastanien. Glänzend und fest. Aber, kein Genuss, leider! Tja, da ist es gut immer mal wieder einen Tag zum Ausprobieren zu nehmen.

Das Prinzip der Zubereitung ist sehr einfach. Für eine Tarteform mit mit einer Länge von ca. 30 Zentimetern und 15 cm Breite nehme ich 120gr Dinkelmehl und 20gr Kastanienmehl, dazu 100gr Butter, einen Teelöffel Kräutersalz, ein Ei und 50gr kaltes Wasser. Wer größere Formen nehmen möchte, nimmt entsprechend mehr 🙂 Für ein übliches Backofenblech sind 600gr Mehl, 200gr Butter, 2 Eier und 180gr Wasser immer richtig. Der Teig kann auch mit frischen Kräutern abgeschmeckt werden und auch geriebener Käse ist fein. Ausprobieren und immer neue Varianten schaffen, das macht Spaß und freut die Zunge.

Wichtig ist es, den Teig gut mit einer Gabel einzupicksen und zehn Minuten vorzubacken. So bleibt der Boden stabil und es matscht Nichts durch. Dann etwas abkühlen lassen und mit Creme fraiche bestreichen. Das ist die Basis. Und was kommt obenauf? Egal! Es gibt was es gibt oder wer worauf Appetit hat. Passen tut fast alles: Gemüse, Schinken, Käse, Kräuter.

Mit Zwiebeln, Zucchini, Möhren und Lauch wird es eine schöne Sommertarte. Die schmeckt heiß und kalt. Für die frankophilen Genießer passen obenauf noch Streifen von Brie. Der wird in den letzten 10 Minuten mit geschmolzen. Exquisit würde ich dazu eine kleine süße Verführungen reichen. Entweder ein Erdbeersößchen oder einen Klecks Aprikosenmus. C`est bon ca!

Und weil es so herrlich französisch ist und so viel Esprit hat wünsche ich mir nun Karoschürzen so wie diese Vielleicht dazu auch noch ein kariertes Kopftuch. Dann stehe ich zukünftig an meinem Marktstand und serviere regionale Köstlichkeiten mit Lavendel und dem Charme der Provence. 

Wer möchte kosten? Diese Art der kleinen Speisen ist so typisch für den Genuss der Franzosen. Ich kann nicht genug davon bekommen und zum Abend gönne ich mir noch einen eiskalten Sancerre. Magnifique!

              Katrine
Lihn – heute mit savoir vivre

Tarte, bunte Schürzen und jede Menge Esprit. Voilà!

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