Vom verjüngenden Schwein und der Lust am Nachkochen!

Genuss Salon 05.12.2014 keine Kommentare

Ohne Schweinefüße und ohne das besonders gepökelte Fleisch aus dem Elsass bekommt der Pott Alsacienne eben ein dickes Stück geräuchertes Kassler plus fettem Knochen. Ich koche einfach mal so drauflos. Es ist leicht, denn ich weiß genau wie es schmecken soll. So wie früher! Und es soll ein dicker Eintopf werden. So wie früher! Ich stelle mir einen Henkelmann vor, je dicker der Inhalt desto weniger Überschwapp. Ist doch logisch. Und? Ja, es ist wirklich ein einfaches Essen, das satt und glücklich macht. Für Mittags und Abends geeignet, nicht zu mächtig und mit Gemüse plus Kartoffeln eine Mahlzeit aus einem Topf.

Im Grunde kocht sich dieses Gericht wirklich von allein. Die Zutaten putzen und dann ab in den Ofen. Zwei Stunden später noch ein bisschen Abschmeckerei. Das ist wirklich kinderleicht. Der Geschmack ist allerdings sehr sehr tiefgründig. 

Schon während der Topf im Ofen vor sich hin schmurgelt duftet meine Wohnung so wie in meiner Erinnerung. Ich greife zum Hörer und rufe MamaJutta an. Schade, dass wir heute Abend nicht zusammen essen können, das würde uns Beide vierzig Jahre jünger machen. Hallöchen? Tolle Idee, finden wir und lachen herzlich! Ja, eine wirklich lustige Vorstellung. Ich überlege, welches Geschirr wir damals nutzten. Ich glaube es war „Summerday“ von Villeroy und Boch. So genau können wir uns nicht mehr erinnern; nicht schlimm! Auf jeden Fall war es mit Blumen drauf. Oder waren es Kirschen? Ich weiß es nicht mehr, aber das es immer geschmeckt hat, das weiß ich sicher!

Na, ich koche uns das mal in den nächsten Wochen beim Wiedersehen. Allerdings doch etwas anders als früher bei Omi habe ich einen guten Schuss Weißwein mit in den Topf gegeben und kein Salz. Das geräucherte Fleisch gibt den Geschmack. Sellerie, Möhren, Zwiebeln und Lauch unterstützen die Würze. 

Erst vor dem Servieren hacke ich Petersilie und hebe sie unter. Dazu noch einen ordentlichen Dreher aus der Pfeffermühle zum Topf von Strasbourg.

              Katrine
Lihn – das
schmeckt mir heute und morgen…

Zum Nachkochen: ich hab 700gr Fleisch gekauft, dabei war der große Knochen. Eine Stange Lauch, eine rote Zwiebel, ein Stück Sellerie, drei Kartoffeln und 200ml Brühe plus 100ml Weißwein – für zwei bis drei Mahlzeiten reicht das aus.

Vom verjüngenden Schwein und der Lust am Nachkochen!

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