Von großen Tieren und kleinen Filmen. Mein erstes Bressehuhn, oh lala!

Genuss Salon 26.06.2014 keine Kommentare

Frisch aus dem Garten stammen die Kräuter und frisch aus dem Havelland stammt das Huhn. Zur kleinen Erinnerung: edle Hühner erobern mein Herz und nun auch meine Küche.

Das edle Flattertier darf Frankreich nicht verlassen. Also das original Bressehuhn. Die abgebildeten Exemplare gehören zur Gattung Bresse gauloise. Eines davon wandert heute in den Ofen. Wandert? Na schauen wir mal.

Das Huhn liegt in der Küche und wird gesäubert. Wie es sich gehört, sind die Innereien dabei. Bitte, davor muss sich keiner ekeln. Das ist ein gutes Zeichen von Güte und Qualität. 

Ich hab hier ein Herz zu verschenken. Meins? Nein, nein. Jetzt grad nicht, hihi. Ganz schön groß das Herzilein vom Madame Bresse. Ich überlege noch, ob ich es in Butter brate oder „wie es sich gehört“ mit in den Ofen gebe. So ein feines Stück Fleisch habe ich lange nicht in den Händen gehalten. Uiuiui.

Der große Vogel passt so gerade in den Ofen. Mit heißer Butter bestrichen macht er eine gute Figur auf der Saftpfanne. Mit Gemüse und Kräutern ist die untere Schiene befüllt. Dabei liegen auch die Innereien, ich habe mich für die traditionelle Zubereitung entschlossen; das scheint mir angemessen.

Das Huhn wird Innen und Außen gesalzen. In den Bauch kommen eine geviertelte Zwiebel, Stücke von Möhren, Petersilie, Thymian, Rosmarin und etwas Lorbeer. Der Ofen ist auf 220 Grad vorgeheizt und wird nun auf 180 Grad runter geregelt. Für eine Stunde bleibt das Huhn in dieser Position, wobei ich es tatsächlich alle 15 Minuten begieße. Wichtig ist, Achtung! Dass in der Saftpfanne genug Flüssigkeit schwimmt, deshalb gebe ich zur Butter heißes Wasser. So entsteht Dampf und die Haut wird später gaaaanz kross. Hoffe ich!

Nach guten zweieinhalb Stunden ist das Bresse gauloise knackig braun. Die Franzosen meinen, dass die Zubereitung mit 45 Minuten pro Kilogramm perfekt ist. Ich schließe mich dem an.

Ob und wie dieses edle Fleisch schmeckt, das berichte ich später. Wer möchte schaut sich meine kleinen Filme an. Sie dienen rein der Dokumentation und ich muss noch viel üben. Ups… ja, hüstel, also meine Stimme, die kippt immer mal weg. Ich bitte um Nachsicht!

             Katrine
Lihn, die das Filmen noch übt…

Von großen Tieren und kleinen Filmen. Mein erstes Bressehuhn, oh lala!

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