Wann treffen wir uns wieder? Ein Abend im GenussSalon.

Genuss Salon 03.11.2014 keine Kommentare

Nun ist es amtlich: November steht auf dem Kalender und der Rest des Jahres 2014 wird wie im Fluge vergehen. Tja das ist dann wohl so. Doch noch ist es nicht der richtige Zeitpunkt für ein Resümee. Nein!

Dennoch es ist Zeit für ein paar Randbemerkungen und ein dickes Dankeschön!

Heute öffne ich meine Türen für den Potsdamer-GenussSalon. Anmeldungen flatterten zu diesem Abend ins Haus, wie die Täubchen auf dem Markusplatz. Tja, vielleicht nehme ich zukünftig lieber Täubchen für den Ofen, ups 🙂

Der Tisch ist gedeckt, der Braten schmurgelt im Ofen. Die Schokoladen-Karamel-Stückchen sind gebacken und der Espresso-Pudding wartet im Kühlschrank auf seine Genießer. Alles ist bestens vorbereitet und ich freue mich so sehr auf eine muntere Schar und auf neue unbekannte Gäste.

Pünktlich erscheinen sie. Heute sind die Genießer so zu sagen international. Aus dem Westen des Landes, Nähe Dortmund, aus Kapstadt, aus Golm und meine beiden treuen Gästinnen aus Potsdam. Großartig beginnen direkt beim roten Apfelsecco die ersten Gespräche. „Liebe Gäste, beim ersten Ma(h)l erkläre ich die Regeln für den Abend.“ Ja, da lachen sie und prosten sich zu. So mag ich es sehr. Und ja, Regeln sind auch dazu da, sie zu brechen. Fein!

Der Linsensalat findet Applaus und dazu diese heiße Suppe. „Ja, sie ist eine Täuschungsgabe. Schön kürbisfarben, aber…“ Die feinen Zungen finden es sofort heraus. Eine Herbstsuppe mit Möhren, Kartoffeln, Sellerie und Lauch.

„Wie hast Du denn diesen Salat* zubereitet? Der ist ja ein Traum!“ Ach, liebe Gäste ihr seid heute eine besondere Gruppe. Mit tiefgründigen Gesprächen über das Leben an sich und der Frage, wie sich Erziehung und Sozialisierung verbinden? Was macht Herkunft mit uns? Und ist es wirklich möglich, dass aus Fremden durch Salonabende Freunde werden?

Wenn Vegetarier plötzlich das Fleisch probieren möchten und sich Freude und Lachen in einer Runde „wildfremder“ Menschen breit machen, dann wächst mein Herz und ich bin glücklich.

Ganz besonders freut es mich, dass ich heute Abend noch auf die Schnelle einen Gast einladen konnte, mit dem ich vor Monaten vielleicht fünf Minuten sprach. Heute Abend sagt er: „Ja, diese Art des Genusses hat mich einfach sehr sehr neugierig gemacht. Ich bin sehr gern rasch vorbei gekommen.“ 

Es ist eben immer besser, sich nicht auf flatterhafte Worte zu verlassen. Ja, auch das muss gesagt werden. Wer mal eben meint, sich anzumelden und einfach per SMS abzusagen, der findet keinen Platz im Salon. Da lobe ich (mir) die ehrenwerten Gäste!

Und der Pudding lässt sie noch mehr strahlen! Meine wundervollen Gäste des heutigen Abends. Manchmal ist es eben doch so einfach! Das Glück liegt in uns selbst. Wieviel Prozent Feuer, Wasser, Erde und Luft tragen wir in uns? Wann ändern sich die Werte?

Der Abend reicht nicht aus, um alle Fragen zu beantworten. Also, wann treffen wir uns wieder?

Glücklich, satt und ganz beseelt lege ich nun meinen Kopf in die Kissen. Vergessen sind die, die nicht kamen. Danke für diese Stunden, danke für so mutige Sätze und offene Worte. Ach ja und der vierbeinige neue Freund „Monte“ ist mir immer willkommen.

          Eure
Katrine – ich danke Euch sehr für diesen Abend !

*Der Linsensalat ist leicht nachzumachen: Chicoree putzen und in Streifen schneiden. Die Linsen ohne was einfach in Wasser gut 30 Minuten weich kochen und abgießen. Dann eine rote Zwiebel würfeln und in etwas Olivenöl und einem Esslöffel Butter anbraten. Dazu die Linsen geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine Orange heiß abwaschen, die Schale mit einem Zestenreißer direkt zu den Linsen raspeln. Saft auspressen und zu den Linsen geben. Mit einem leichtem Balsamico würzen: fertig! 

Wann treffen wir uns wieder? Ein Abend im GenussSalon.

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