Was für eine Prüfung? Schlimm: Fleisch ohne Sauce!

Genuss Salon 12.10.2014 keine Kommentare

Montag abend und die Gäste sind gegangen. Ich steh in der Küche und lach. Ja, ja; weil lachen hilft und mir wenigstens ein klitzekleinesbisschen die Stummheit nimmt. Also ehrlich, dass war ein GenussSalon wie es ihn noch nie gab. Wie erzähl ich das? Gar nicht so einfach. Bin ich doch stumm erstaunt, irritiert und das war heute eine Prüfung! Wie bewahre ich die Contenance? 

Ehrlich, es war so, naja komisch und tragisch. Wo fange ich denn bloß an? Am Anfang? Oder besser direkt am Ende? 

Menschen die gern essen und Lust haben in einen Salon zu kommen, auch wenn sie vielleicht nur einen Hauch Ahnung haben, was das meint, die haben die Gelegenheit sich zu erkundigen. Es gibt genug Informationen über den Potsdamer-GenussSalon, über mich, mein Tun und meine Ideen. Manche meiner Gäste meinen schon, es gäbe mich überall in der virtuellen und der wirklichen Welt. Manche. Genau!

Und, dass nicht jeder versteht, was ein Rote-Bete-Zoo sein soll, also das verstehe ich sofort und sehe es auch ein. Dazu gibt es an jedem Abend eine kleine Erklärung von mir. Egal, ob Zoo oder Mus oder was auch immer ich mir einfallen lasse. Das Essen ist immer ein wenig speziell, originell. Auch das liegt im Auge des Betrachters oder auf der Zunge. Einverstanden! 

Ich frag jetzt mal so geradeaus: „Wer geht zu einem Abend mit einer Olivenölverkostung, wenn er Olivenöl nicht mag?“ Gut, um sich zu informieren oder um sich so einen Abend mal anzuschauen. Das mag sein. Auch einverstanden.

Um die Geschichte abzukürzen haben heute Abend fünf Genießer das Essen gelobt und den Abend spannend gefunden. Davon sind drei zum ersten Mal an meine Tafel gekommen. Vielen Dank dafür! Ein Gast ist so gut wie immer dabei und der andere, ein Freund, der gerne mit mir isst und auch spricht. PUH, und die beiden Anderen, ja, da fängt doch glatt wieder meine Stummheit an. 

Nein! Aus! Es gibt eigentlich Nichts mehr zu erzählen. Außer vielleicht zwei kleine Anekdoten: Die feine weiße Kartoffelsuppe war mit dünnen Scheibchen von Roter Emma und Blauen Schweden bestückt. Der Löffel tunkt sich ins Glas – ach keine Suppentasse oder Teller, nein Verzeihung! Also der Löffel kommt raus und auf ihm schwebt eine Scheibe Rote Emma. Stirnrunzel „ist das Rhabarber?“ Öhm im Oktober? Hätte ja eingefroren sein können. Stimmt!

Und die Chips aus dem Ofen passen wunderbar zu den Roten Braunschweigern. Ähm, das sind Zwiebeln. Und Bamberger Hörnchen? 

Ja und was kann ich noch sagen. Das Fleisch, also die kleinen Steaks heiß aus der Pfanne, die hatten doch tatsächlich keine Sauce. Frech! 

Apfelcreme und Rote-Bete-Mus dazu? Na wo bin ich denn hier hingeraten? Tja, manchmal ist es wohl so. 

Jörn Gutwoski hat seine Olivenöle jedenfalls souverän und vortrefflich präsentiert. So eine Testpackung von try foods gibt es HIER. Mir schmecken sie alle so köstlich, sowohl pur als auch zum Gemüse und natürlich in der Kartoffelsuppe. Nein, das muss nicht jedem schmecken. Nein? Nein.

Die kleinen Törtlein haben mit Nougatfüllung, Karamelsalz und Schokohülle den Abend noch in eine warme und fröhliche Stimmung gebracht. Na, im Teig war ja auch Olivenöl von der Insel Kreta. Prust!

Habt herzlichen Dank meine lieben Gäste, Freunde und ganz besonders danke ich Jörn. „Du hast uns das Olivenöl in seinen Facetten so nahe gebracht. Danke dir sehr. Ich hoffe, Du kommst zu einer anderen Gelegenheit noch einmal wieder.“

    Katrine
Lihn – im Sinne der kulinarischen Kultur: gute Nacht!

Eins ist sicher: es gibt noch viel zu tun für mich: Im Salon, mit der Kulinarik und ach, schlaft schön!

Was für eine Prüfung? Schlimm: Fleisch ohne Sauce!

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