Was passiert eigentlich, wenn sieben Frauen wilde Kräuter essen?

Genuss Salon 21.09.2014 keine Kommentare

An Tagen wie diesen oder besser an einem Samstag Abend wie diesem ist die Runde mehr als beschwingt. Was passiert? Gute Frage! Zu meinem Potsdamer-GenussSalon haben sich sechs Frauen angemeldet. Ja, Wildkräuter und Grüne Smoothies sind kein Männer Thema. Manchmal finde ich es schade, dass selten ein Mann mit am Tisch sitzt. Heute Abend, hach, da waren wir froh unter uns zu sein.

Doch der Reihe nach. Für den heutigen Salon habe ich die Expertin und Buchautorin Andrea Nossem eingeladen. Sie wird uns einen Apero mixen, über ihr Buch sprechen und wir wollen ein paar frische herbstliche Kleinigkeiten essen. Das ist der Plan. Für das Menü habe ich bunte Kartoffeln gegart, verschiedene Mus gekocht, einen Bohnen-Tomaten-Salat zubereitet und Brote gebacken. Die Hauszwetschgen-Vinaigrette steht bereit und das Zwetschgenmus ist noch lauwarm.

Mit ihrer charmanten Art und ihrer langjährigen Erfahrung hat Andrea uns in ihren Bann gezogen. In meiner Küche steht sie, putzt die frisch gesammelten Kräuter und bereitet kleine Teller mit Salat vor. „Sei mir nicht bös, aber für mich sehen die grünen Wilden alle aus wie Brennnesseln.“ Ups! 

Meine Gäste, Heilpraktikerinnen, Apothekengärtnerinnen und alle ernährungsbewußt und kundig stehen in der Küche und schauen wie der Mixer den grünen Saft in Sekunden schnell für uns rührt. Ich bin beeindruckt!

Geschmacklich, also naja, ist der Saft nicht so ganz meins. Aber bitte, meine Zunge liebt schon alles Grüne. Vielleicht zu viel Brombeere. Egal. Es ist eine tolle Erfahrung und ich glaube, dass dieses Getränk gut für Leib und Seele ist.

„Meine Lieben, nun aber ab den Tisch. Wer möchte gebratenen Uckerkaas?“ Überraschung, alle wollen den Käse probieren. Leider kann ich nicht sagen aus welcher Milch er hergestellt wird. Auf der Verpackung steht nur Molke. „Ich werde mal dort anrufen und fragen.“ Eigentlich kommt Grillkäse originär aus Zypern und besteht aus meiner Mischung Schafs- und Ziegenmilch. 

  
Dieser hier ist mit verschiedenen Kräutern gewürzt und schön cremig. Passt gut zum Bohnensalat und den bunten Kartoffeln. Schüsseln werden gereicht und es dauert einen kleinen Moment bis die ersten Happen verzehrt sind.

„Sag mal Katrine, ich mag eigentlich keine Rote-Bete. Was hast Du denn in diese Creme getan? Die ist ja köstlichst!“ Bevor ich antworten kann, kommt die nächste Frage an meinen Teller: „Diese Apfelcreme ist ja wunderbar und scharf. Ich mag es nicht gern scharf, aber das ist ja himmlisch!“

„Und sag, dieses Brot. Ist das Hefeteig? So knusprig und mit Birnen? Was für eine Idee!“

Ja und dann geht es am Tisch so richtig los. Ein Gespräch zwischen und mit allen. Keine wendet sich ab, keine sucht ein Gespräch mit der Nachbarin. Nein! Wir sprechen gemeinsam. 

„Was war in dem Smoothie?“ lache ich in die Runde. Es ist so viel Energie im Salon und zwischen ernsten Themen über Partnerschaft, Tod und Reisen sausen Worte über den Tisch wie Blätter im Herbststurm. Hopplahopp! Was ist denn bloß los in dieser Runde! Losgelöst und offen sprechen wir über Tagesaktuelles und sind uns einig, ein Leben in der Gemeinschaft ist ein Geschenk. Immer wieder klingt schallendes Lachen durch den Raum, es wird geprustet, Hände gen Himmel gestreckt und die Stunden vergehen wie im Flug. Spät ist es geworden, heute Abend. Und jetzt ist es wieder still in meiner Wohnung. Leise surrt nur noch die Spülmaschine.

So gefühlsmäßig meine lieben Gästinnen war das ein wilder Abend: mit Wildkräutern! Ich danke Euch! Mit Freude, mit Glück und einem sehr warmen Gefühl geh ich nun auch mal ins Bett.

Auf ein nächstes Mal und diese „vegane Idee“, die bleibt uns für immer im Gedächtnis und unser kleines Geheimnis.

                Eure
Katrine – ich lache immer
noch!

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