Wenn’s Böckchen sich die Nase reibt und ’s Baby nach der Muhmuh schreit…

Genuss Salon 04.08.2014 keine Kommentare

… dann, ja dann halt ich mein kleines Glück im Herzen fest. Nur einen winzigkleinen Moment. Nur ein paar Minütchen gönne ich mir den Luxus von der emotionalen Landlust. Ach! Denn schaut doch her, wie sie hopsend und blöckend angestolpert kommen. Verspielt und zutraulich reiben sie ihre Köpfe an meinen Beinen. Springen hoch und wollen spielen. Ich kraule die Öhrchen und zwischen ihren kleinen Hörnern. „Ja, das ist fein. Das habt ihr gern!“ Sie schauen mich an und ja, ich liebe sie zu sehr! Für diesen einen Moment.

Das hier sind Burenziegen, um den korrekten Zuchtnamen zu nennen. Sie leben glücklich in einer kleinen Herde nur knapp dreißig Minuten von mir entfernt. Diese Rasse hat den Vorteil, dass sie keinen typischen Ziegengeruch abgeben. Einfacher gesagt, sie stinken nicht. So hat jede Kreatur ihre Eigenheiten.  

Sie leben hier in ihrem eigenen Reich. Pferdewagen dienen als Unterschlupf, denn Regen mögen sie nicht. Es ist schon putzig: sie fressen mit Vorliebe  stacheligen Weißdorn und auch die extrem dornigen Brombeeren mögen sie mampfen. Doch nasse Nüsse, nein, die sind nicht angenehm. So sind sie eben; die Ziegen!

Auf einer Weide in unmittelbarer Nähe liegen Galloway Damen. Sie haben es sich im Schatten gemütlich gemacht, es ist zu heiß, um auf der Weide zu grasen. Diese genügsame Herde kann das ganze Jahr Draußen bleiben. 

Zutraulich schauen sie mich an, doch sie sind nicht erpicht darauf sich die Ohren kraulen zu lassen. Nein, diese Damen möchten weder Massage noch Spielerei. Und ein paar weitere Meter entfernt darf ich an diesem Tag Mamikuh und Kälbchen erleben.

Das kleine Schätzelein ist noch keine Stunde alt. Da hab ich tatsächlich ein Tränchen im Auge. Ach, es ist doch wirklich zu schön; seufz…

So ein kleiner Fratz! Liegt mitten im Dreck und hat noch keine Ahnung von der Welt der großen Gallowayrinder. Es scheint ein Mädchen zu sein. Gut! So ist weiterer Nachwuchs gesichert! Doch die nächsten zwei Jahre kann sich das Babylein erstmal zum Kind entwickeln. Ganz in Ruhe und im Schutz der Mutterkuhherde. Artgerecht und gut!

                   Katrine
Lihn – mit lachendem Landgruß!

Wenn’s Böckchen sich die Nase reibt und ’s Baby nach der Muhmuh schreit…

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