Zum Glück gerollt. Rouladen, yaaaa!

Genuss Salon 01.11.2014 keine Kommentare

Rinderrouladen gehören für mich zum Herbst wie die bunten Blätter dazu und auch in den Winter; genauso wie die feinen Kekse. Rouladen und Braten, dicke Sauce und viele andere glücklich machende „Heißewaren“ so schmeckt es mir jetzt. Jetzt nach meiner wundervollen Woche in Turin und diesen Genüssen zwischen Schinken, Albatrüffel und Käse heute mal mein Klassiker. Gut gerollt und schön fest gezurrt. Doch der Reihe nach:

Gutes Fleisch vom Bauern habe ich bestellt und besonders schöne große Flatschen erhalten. Heute Abend kommen zwei gute Freunde zum Klönen vorbei. Sie wollen „ALLES“ wissen von meiner Reise und ach ja von der Staffel „DPD – Wer ist der Profi?“

Doch das ist eine andere Geschichte, die erzähle ich vielleicht ein anderes Mal, oder auch gar nicht. Für heute an dieser Stelle nur so viel: es war eine herrliche Woche, wir haben so viel Spaß gehabt und es war ein echtes Erlebnis – Punkt. 

Zurück zu heute Abend. Der Tisch ist gedeckt. Keine große Sache, Teller und Besteck, Gläser und Servietten. Wir sind ja unter uns. Hier geht es jetzt ums Fleisch und das habe ich vorhin vorbereitet. 

Die Rouladen leicht gesalzen und gepfeffert. Mit „Scharfem Fritz“ bestrichen und mit roten Zwiebelscheiben belegt.

Einen schönen roten knackigen Berlepsch gewaschen, entkernt und in Spalten geschnitten. 

Dünne Scheiben vom Schweinbauch als „dezente“ Füllung noch dazu gegeben und mit Thymian, Rosmarin und Oregano bestreut, so bleibt ein Hauch Italien für heute Abend erhalten.

Dann das gute rotweiße Metzgergarn aus der Werkstatt geholt und diese dicken  Dinger gerollt. Prächtig sehen sie aus, diese fleischigen Rollen, hmmmm!

In einer Pfanne mit heißem Buttschmalz werden sie von allen Seiten schön braun anbraten. Während dieser Zeit habe ich weitere rote Zwiebeln, Pastinaken, Möhren und Sellerie in Stücke geschnitten und zu den braunen Fleischrollen gelegt. Damit wir auch ne Sauce bekommen, sonst isses nur der halbe Spaß auf der Zunge. Also, weitere fünf Minuten diese Zusammenkunft schmurgeln lassen und dann mit Rotwein ablöschen – ei zischt und duftet das herrlich!

Nun erfolgt die Verbringung in einen Bräter…

… plus Gemüse und einem ordentlichen Schuss Schlagsahne. Fertig ist dieser Teil. Ab in den Ofen bei 200 Grad mit Umluft für 15 Minuten. Dann drehe ich die Temperatur runter auf 160 Grad und lasse die Rindergesellen gut zwei Stunden vor sich hin sieden. Macht es gut und werdet mir ja ordentlich mürbe.

Hach, so ist es feinst. Sie sind braun und zart. So mag ich das Fleisch. Wenn sie noch zäh sind – bäh! Aber sie dürfen auch nicht auseinander fallen. Ja, ja.

Der Gemüsefleischsud kommt in einen kleinen Topf und wird püriert und abgeschmeckt. Und? Fehlt nichts, nur noch einen Schluck Rotwein hinein und vielleicht vor dem Servieren noch ein Stückchen Butter dazu. Einfach, oder?

Dazu gibt es weiche gekochte fast zerfallene Kartoffeln, gebratene Apfelringe, gaaanz viel gute Laune und Rotwein. Na ist doch wohl klar.

Haha, von dem Roten hab ich die eine oder Flaschen im Vorrat und gleich mal zwei geöffnet. Die müssen doch auch atmen, die Roten – nee ist klar 🙂

                 Katrine
Lihn – ich freu mich auf „meine“ Jungs!

Zum Glück gerollt. Rouladen, yaaaa!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert