Das Grün, der Popo und ich

Genuss Mit Liebe gemacht (Rezept) 22.06.2016 keine Kommentare

Blick über den Tiefen SeeAlles Runde hat Saison; schließlich ist Europameisterschaft. Da gehört das Runde in’s Eckige, wenn es bei mir auch eher das Runde Ei auf dem eckigen Brot ist. Treffer! Alles Grüne hat Saison, Blattsalate, Grüne Bohnen, Erbsen, Gurken, Spinat und natürlich das Grün. Das Beste vom Rasen, damit der Ball auch rollt. Genau! Momentan fallen die Herren Fußballer reihenweise auf den Popo, weil das Grün eben nicht schön, sondern kaputt und matschig ist. Menno! Das tut mir jetzt leid. Sagt mal, kleine Frage am Rande: sprechen wir über kicken oder kichern? Nehmen die Herrschaften auch noch an Fahrt auf, oder werden die nächsten neunzig Minuten wieder (nur) mit Ahs und Ohs anstatt mit Treffern bejubelt. Ja, ist schon gut: gewonnen! Puh. Wie gut, dass ich einen wundervollen Platz am Wasser ergattere, unter einem weißen Zelt, mit Blick zum Babelsberger Park und jazziger Untermalung vorm Anpfiff. In der Marina am Tiefen See mit den Füßen im Sand lässt es sich perfekt aushalten; hach nicht nur während der Europameisterschaft. Hier haben Gemüse, Fisch und frische Speisen jetzt Hochsaison, das Essen ist wirklich erstaunlich regional, sieht auf den Tellern der Anderen gut und frisch aus. Es macht viel Spaß in einer munteren Runde den Ball rollen zu sehen.

Endlich ist sie da, die Saison für Sommer, Sonne, Strand und mehr. Das Warten auf die heimischen Köstlichkeiten lohnt sich immer wieder. Es macht mir Freude über den Markt zu schlendern und mit den Erzeugern zu sprechen. Das gute Gefühl für den guten Geschmack. Das Aroma der heimischen Erdbeeren ist unerreicht, die Möhren schmecken süß und kommen im Ganzen aus der Pfanne. Ich liebe es, sie zu blanchieren und in Öl leicht anzudünsten, um ihnen dann eine kleine Dusche Zitronensaft zu verpassen, um sie dann mit Puderzucker glücklich zu bestäuben. Ich will – ähnlich wie beim Fußball – ALLES: Tore, Spannung und knackige Jungs und für meinen Salat und mein Gemüse ebenfalls. Weder Bauch-, noch Po- und schon gar nicht Bruch- sondern eine Punktlandung!

 

Saisongemüse

Das Grüne übrigens, also das der Möhren schmeckt mir in diesem Sommer ganz gut als Pesto. So lässt es sich wunderbar mit verwenden. Waschen, trocken schleudern und dann mit Parmesan, Nüssen und Olivenöl zu einer geschmeidigen Creme pürieren. Wer mehr Würze möchte, gibt etwas Zitronensaft oder einen Schuss Essig hinzu. Für meine Zunge ist es leckerer, wenn der Möhrengeschmack überwiegt, probieren Sie es aus.

Das Gefühl mich mit Essen in eine gute Stimmung zu bringen, klappt immer. Je nach dem wonach meine Seele „schreit“ ist es fein Deftiges, Süsses oder ganz Schlunziges auf meine Zunge zu legen. Beim Fußball essen die Zuschauer anscheinend gern knusprige Kartoffeln, oder auch eine Schüssel Salat. So kann ich das jedenfalls bei den Gästen der Marina beobachten. Gutes Essen verbessert die emotionale Stimmung. Schließlich isst die Psyche ja mit.

 

Erbsenschoten

Grün, grün sind nicht meine Kleider, aber meine Lust auf Erbsen und alles damit und daraus! Der grüne Spargel hat sich für die nächsten Monate verabschiedet, ich trauere ihm schon nach wie. Jedes Jahr das selbe Spektakel, kleiner Heulsusenalarm. Ach, ist aber auch schade, dass der Spargel nun wieder von der Bildfläche verschwindet. Adieu, wir sehen uns wieder in 2017. Hilft ja nix, ich tröste mich mit grünen Erbsen. Als Creme, als Suppe und einfach pur. Hmmm, da plane ich für die nächsten Tage eine Zitronennudel mit Erbsen und Basilikum. Tor!

Mit viel Vorfreude auf die nächsten Spiele und den puren Genuss,

Ihre Katrine Lihn – im Tor und auch dahinter 🙂

 

 

Das Grün, der Popo und ich

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