Mir schmeckt’s und Dir?

Genuss Gastrogenuss (Rezept) 05.08.2016 keine Kommentare

MarktgeschehenHerrliche Sommergerichte stehen bei mir in diesem Jahr ganz hoch im Kurs. Tomaten mit Basilikum, Salate, Fladen und immer wieder Beeren. Was gibt es Schöneres als bei einem Bummel über den Markt an prall gefüllten Ständen stehen zu bleiben, zu plaudern um sich hier und da eine Aprikose oder ein Stück Käse in den Mund zu stecken. Die heimischen Händler freuen sich über Anerkennung und sind immer gern bereit ein bisschen von ihrer Arbeit zu erzählen. Da macht mir der Einkauf gleich doppelt Freude! Die Achtsamkeit der eigenen Aufzucht ist in den Produkten schmeckbar. Der Wegfall der Pestizide oder wenn dann nur der geringe Einsatz machen die Gemüse und das Obst wirklich besser. Kartoffeln vom Markt sind für mich niemals durch Massenware aus dem Supermarkt ersetzbar. Ich schmecke den Unterschied und sehe ihn in der Farbe der Knolle. Ist einfach so! Bei den frischen Kräutern schmecke ich es auch, das käme jetzt auf einen Test an, meinen Sie? Na, dann seien Sie willkommen in meiner Küche; wir probieren es aus.

Eine kleine Küchenparty kann ich mir für den Herbst sehr gut vorstellen, wenn es keinen Spaß mehr macht am Abend draußen zu sitzen. Ich bin bereit, gucken wir also gemeinsam in die Kalender. Doch nun haben wir ja erstmal noch Sommer, also naja; sprechen wir lieber über die Köstlichkeiten anstatt über das Wetter.

 

05.08.16_LeoAus der heimischen Erde kommen wie jedes Jahr viele Früchte und Gemüse. In meinem direkten Umfeld gibt es eine ordentliche Laupenpieper Anlage, vielleicht kennen Sie diese Bezeichnung eher als Schrebergarten. Diese Form des Gärtnerns erfreut sich immer mehr bei jungen Leuten in den Städten an Beliebtheit. Grad erzählen mir meine Kölner Freunde, dass sie sich eine Parzelle für 80 Euro pro Jahr mieten, um sich mit der Aufzucht allerlei Gemüse und Obst beschäftigen wollen. Na, da gibt es ein dickes Lob an dieser Stelle von „Omi Kati.“ Ich bin schon gespannt, auf Salate, Tomaten und Erdbeeren. Dann backe ich einen Kuchen, versteht sich von selbst. Es ist herrlich mit zu erleben wie die Jungs die Welt entdecken und immer wieder mit strahlenden Augen sagen „mir schmeckt’s und Dir?“ Es ist eine Tatsache, dass Kinder die Gemeinschaft des Essens mögen und sich daran freuen, an einem Tisch mit ihren lieben Menschen zu sitzen! Hier gilt sehr simpel, was Hänschen lernt, das verlernt er nimmer mehr. Gut so!

 

Kinder haben so viel Freude am Ausprobieren, sie sind glücklich wenn sie schälen, schneiden und schnipseln dürfen. Die ersten selbst gebratenen Spiegeleier, der erste gebackene Kuchen, das können Dreijährige schon, es bedarf nur etwas Geduld der Großen.

 

Marmelade im GlasDoch zurück zu den heimischen Gärten. Aus meiner Küche kommt grad frisch gekochter Aufstrich, aus Mirabellen und Ingwer. Köstlichst zu Käse und gegrilltem Lamm. Meine freundlichen Nachbarn stellen mir jetzt zur Ernetezeit immer mal wieder Frisches aus ihrem Garten einfach vor die Tür. Ist das lieb! Aus den minikleinen Mirabellen zaubere ich nun diese Art Aufstrich. Es ist weder Marmelade noch Konfitüre. Auf der Zunge fühlt es sich streichelzart an, zur süßen Mirabelle gesellt sich eine winzige kleine Note Ingwer. Die Profis würden hier wohl von einem leisen Abgang sprechen. Diese Art von Abgang bezeichnet das Finale des Geschmacks; was passiert wenn wir Speisen, oder Getränke (meist bei Wein eingesetzt) herunter geschluckt werden? Dieses Verkosten wird in der Weinszene sogar messbar gemacht, in einer Art Geschmackssekunde, der Caudalie. Mir schmeckt’s kann ich da nur sagen und zwar jetzt besonders gut, wobei ich gestehen muss, dass ich tatsächlich heute morgen an einen großen Topf Wildgulasch dachte, serviert mit kleinen Kartoffelknödeln und Kastanien. AUS! Also wirklich, wir haben den fünften August.

Haha, ich lache herzlich über mich; denn Essen ist und bleibt eben doch mein absoluter Topbegleiter! Dazu passt perfekt der Satz von George Bernhard Shaw: „Keine Liebe ist aufrichtiger als die Liebe zum Essen.“

Ihre Katrine Lihn, mir schmeckt’s und Dir?

Mir schmeckt’s und Dir?

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