Das Gelbe vom Ei

Genuss Gastrogenuss (Rezept) 04.04.2017 keine Kommentare

zwei Mal das Gelbe vom EiGibt es die einmalige Chance, das Gelbe vom Ei zu finden? Oder gibt es diese Möglichkeit sogar mehrmals? Vielleicht mag es sie auch gar nicht geben. Wie bei vielen Lebensfragen ist und bleibt die Antwort wohl eine sehr persönliche Definition. Für mich als durch und durch positiv denkende Frau, ist das Gelbe vom Ei (fast) immer dotterdick strahlend schön und ohne Zweifel! Vielleicht anders als gelb, aber für mich passt es.

Das Gelbe vom Ei

Von Albert Schweitzer fällt mir in diesem Zusammenhang seine Aussage ein: „Das Heil der Welt liegt nicht in neuen Maßstäben, sondern in einer anderen Gesinnung.“

Schauen wir das Leben im Besonderen an. Die Maßstäbe mit denen ein Jeder mißt sind unterschiedlich! Nehme ich den Satz von Albert Schweitzer, dann kann es egal sein, ob das Gelbe vom Ei seinem Namen gerecht wird oder nicht. Es liegt in der Betrachtung jedes Einzelnen.  Da ist es wieder mein Thema von Wahrheit und Wirklichkeit. In diesem Sinne könnte es gut tun sich einmal mehr Gedanken über die Perfektion zu machen. Das Gelbe vom Ei meint schließlich genau dies! Diese Art von Fehlerlosigkeit oder auch Vollkommenheit gibt es in meinen Augen nicht. Nicht im eigentlichen Wortsinn und auch nicht in Taten. Vielleicht beim Essen. Das perfekt gekochte Ei? Ja! Das gibt es, nicht leicht zu ergackern, Verzeihung ergattern, aber doch möglich. Die Hoffnung bleibt…

Ohne Fehl und ohne Tadel

Das perfekt zubereitete Ei – Bitteschön! Für mich ist es ein gutes Landei! Die Vorlieben und Gespräche Eigelb in einer Schaleüber das Hühnerei sind vielschichtig. Keines gleicht dem Anderen. Manches ist ohne Fehl, anderes hat (für mich) mit zu viel Eiweiß einen Tadel, oder eher einen kleinen Makel.

Das gekochte Ei stellt für mich die größte Herausforderung dar; ist es zu weich kommt es nicht über meine Lippen. Zu hart? Auch nicht wirklich mein Ding. Das Ei muss es genau auf meinen Punkt bringen und da ich Eierspeisen sehr liebe, nehme ich es mit der Zubereitung ernst. Nahe dran, am Gelben vom Hühnerei. Ja, beim Ei mache ich wenig Kompromisse, da bin ich eigen. Sehr sogar!

Welches Ei ist gut genug? Muss es ein Bioei sein? Wenn ja, wo eingekauft? Vorsicht ist geboten bei allen „Billigeiern!“ Das ist traurig, aber wahr! Ein gutes Ei muss seinen Preis haben!  Wer einmal sein Ei von glücklichen Huhn ass, der wird der Supermarktware die kalte Schulter zeigen. Bitte probieren Sie es aus! Gerne lade ich zu einer Eierverkostung ein. Das ist überhaupt mal eine Idee* …

Mich leitet das Produkt

Hühner im GartenEi ist wirklich nicht gleich Ei. Herkunft, Futter und Liebe zum Tier machen den Geschmack aus. Es ist doch nur logisch, dass Hühner aus Legebatterien keine fröhlichen munteren Kerlchen sein können. Und wie sollen völlig frustrierte, im Dunkeln eingepferchte Lebewesen schmeckendes Was-auch-immer produzieren können. Das zu erkennen, ja, das stellt für mich das Gelbe vom Ei dar.

Mir ist sehr bewußt, dass es nicht immer leicht ist, sich gut, gesund und ökologisch wertvoll zu ernähren. Meine Worte sind als Denkanstöße gedacht. Produkte vom Land, ohne Zwischenhandel sind frisch und besonders geschmackvoll. In jeder Stadt gibt es mittlerweile Markstände und regionale Erzeugnisse. Es ist niemals zu spät sein Einkaufsverhalten zumindest ein wenig zu ändern.

Meine Sicht auf diese Sachverhalte, mein sogenanntes Gelbes vom Ei, basiert auf meiner Einstellung und Überzeugung. Es ist ein Teil meines Wissens und somit auch meine Wahrheit. Jeder möge für sich entscheiden, ob und wo das eigene Gelbe vom Ei zu finden ist.

Katrine Lihn – mit Freude am guten Genuss

* wer Lust auf eine Eierverkostung hat, sendet mir einfach eine Mail, dann organisiere ich das 🙂

… und das Gelbe vom gekochten Ei mit etwas Sonnenblumenöl aufgeschlagen ist eine großartige Basis für einen Eiersalat, leicht salzen und dann mit Creme Fraiche oder Joghurt verrühren. Mit Schnittlauch oder Kresse abschmecken – weitere Rezepte gibt es in den nächsten Tagen.

Das Gelbe vom Ei

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