Ist gut, gut genug?

Genuss Einladung zum Dialog 25.01.2017 keine Kommentare

gemischter SalatFrisch gekocht, das schmeckt und ist gesund. Bedeutet das gleichwohl, dass gut, gut genug ist? Wie steht es um den Salat, der ist nicht gekocht, nur einfach zubereitet. Einfach?

Was für den Einen einfach, ist für den Anderen viel zu aufwendig, unmöglich, nicht machbar. Eine Sache des Blickwinkels. Sich in den Wintermonaten köstlich und bunt zu ernähren ist nicht leicht. Es sei denn, wir greifen in die Trickkiste. Na dann!

Allerdings gibt es einen Haken, denn brutal regional muss ein bisschen aufgeweicht werden. Avocado und Orangen wachsen leider nicht in Brandenburg. Dafür sind die Walnüsse aus der Nachbarschaft, die Petersilie ebenfalls (klar war sie bis vor zwei Stunden noch gefroren). Aber immerhin. Mit Liebe zum Detail und Freude an der Zubereitung wird der Frost mich in der Küche weder zum Niesen noch zum Hüsteln bringen. In allen Jahreszeiten stehe ich mit meinen Ideen bereit und lade herzlich ein zum Dialog.

Die Kultur des Miteinander sitzt bei mir mit am Tisch; lassen Sie sich ein auf Gespräche, Genuss, Plaudereien und reichlich Information rund um das Thema Essen, das Land Brandenburg sowie den großen Sinn unserer Begegnungen. In der Gesellschaft haben Worte viel Raum, wir sprechen über die Welt und die Themen, die uns bewegen. Ob das gut genug ist, klären wir jedes Mal auf’s Neue.

Ist gut, gut genug?

Kurt Tucholsky von mir gern erwähnt, sagte einst: „Das Gegenteil von Gut ist nicht Böse, sondern gut gemeint.“ Das ist einer meiner Leitsätze! Dem schließe ich die Frage von heute an: Ist gut, gut genug? Lassen Sie mich teilhaben an Ihren Ideen, an Ihrem Gut! Über Kommentare und Mails (ed.nh1669878326ileni1669878326rtak@1669878326ssune1669878326g1669878326) freue ich mich wie immer sehr.

25.01.17_Tisch

Zum Thema noch ein kleiner Ausflug in den Duden; dort steht unter anderem, gut sei den Ansprüchen angemessen. Für mich ist und bleibt es eine eigene Bewertung, die Sicht sowie die Perspektive des Einzelnen. Ob es gut schmeckt, riecht und aussieht hat viele Facetten.

Für mich muss „gut“ auch fair sein. Ordentlich hergestellt, egal ob Lebensmittel, Bluse oder Tisch. Mein Standard für „gut“ ist hoch, denn die Kette derer die es betrifft ist lang. Und nein, das ist keine Frage des Preises, sondern des Wertes. Was ist es mir wert? Da kommt die Frage nämlich richtig in Fahrt: Ist gut, gut genug?

Weniger ist mehr, gehört ebenfalls in diese Kategorie. Ich bin immer glücklich, wenn meine Gäste die Schalen und Schüsseln ratzekahl essen. Ein Indiz für mich, es schmeckt. Gut so! Manchmal bleiben Reste, die werden direkt verteilt. Nichts kommt weg, das wäre zu schade und außerdem was heute schmeckt, ist morgen auch noch köstlich.

Gibt es den guten Geschmack?

ein Gasherd mit zwei TöpfenEine Frage der Kultur, der Sozialisation und ein ganz weites Feld stellt diese Frage dar. Im Norden gibt es wie selbstverständlich die Krabbenfischer und ein leckeres Brötchen mit den frisch Gepuhlten schmeckt so manchem bereits am frühen Morgen.

In Bayern wird die Weißwurst gezutzelt, stilgerecht aber bitte nur bis zwölf Uhr am Mittag. Jedes Land hat seine eigene Tradition, seine Vorlieben und Geschmacksidole.

Sind es die zeitlosen Klassiker, die die Zunge schmatzen machen oder worum geht es? Gibt es den guten Geschmack? Da stehen sich die Meinungen gegenüber wie die alten Haudegen längst vergangener Zeiten, bereit Dolch oder Derringer zum Duell zu zücken. Diplomatie steht auf der Speisekarte der Kulturen, Jeder möge sich nach seiner Facon ernähren. Dem schließe ich mich mit einer weisen Mundart an: Wat dem ein sin Uhl is dem anderen sin Nachtigall. Was so viel meint wie: Jeder sieht es aus seiner Perspektive. Na dann ist es ja gut!

Ihre und Eure Katrine (Lihn) –  bloß nicht „gut gemeint“ – PAH!

Ist gut, gut genug?

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