Die Philosophie des Plätzchens

Genuss Gastrosophie 26.12.2018 keine Kommentare

In meiner Erinnerung schmeckt sie immer butterzart: Die Philosophie des Plätzchens! Sie hat einen butterberggroßen Stellenwert in meinem Leben. Plätzchen oder Keks? Diese Frage ist leicht zu beantworten. Das Plätzchen ist stets von Hand gemacht. Der Keks dagegen wird gekauft. Klar gibt es auch gute Bäckerkekse, manche dürften sich sogar Plätzchen nennen; doch meine Liebe gehört den Handgeformten! Ich liebe diese Art des Handwerks, selbst und von Hand gemacht. Traditionell. Einfach. Gut.

 

Herzkeks. Vanillekipferl. Butterblume

Die Philosophie des Plätzchens

Kennst Du die Namen der vielen kleinen Gutzelies? Herzkeks. Vanillekipferl. Butterblume. Heidesand. Florentiner. Bärentatzen. Mir sind sie so gut bekannt. Mit den Tanten habe ich als kleine Kati diese Plätzchen gebacken. Ja, diese Tanten! Sie sind nicht im echten Sinn Verwandte. Keine Schwestern der Eltern. Oh nein. Sie gehören einer Vergangenheit an, in der die Freunde der Eltern mit Tante und Onkel angesprochen wurden. Das war so schön. So viele Tanten und Onkel zu haben. Und alle hatten wir die Selben und keiner von uns Kindern wußte, darum das so wahr. Das waren noch Zeiten. Hohoho …

Wie gut erinnere ich mich an diese Küche in Lerbach (namentlich ein Ortsteil meiner Kinderstadt Osterode, sowie ein kleiner Fluß, der dort fließt), in ihr buk ich mit „Tante Ami“ meine ersten Vanillekipferl. Der Teig geknetet. Die Händchen klein. Alles klebrig, so mußte es sein. Die Kipferl gerollt, gebacken, bestäubt. Die Äugelein groß. Das Mündchen ganz zuckrig. Ach wie herrlich, ach wie köstlich schmeckt mir diese Erinnerung! Und hach, die Kipferl von Ami – heute ohne Tante – schmecken wie in längst vergangenen Kindertagen. Wo es gut is(s)t, ist auch immer ein Stückchen Heimat 🙂

 

Die Philosophie des Plätzchens

So ist es und so bleibt es. Das Plätzchen wird gebacken, der Keks, der wird gekauft! Vom Einfachen das Beste, ohne Firlefanz und ohne Klamauk. Backen ist etwas für die Seele. Muße mußt Du haben. Ruhe in Dir selbst. Gewürzt mit der Unbeholfenheit der Ausführung. Und nein, dies ist durchaus kein Makel. Ganz im Gegenteil. In der Hingabe des Selbstgemachten, des gerollten, ausgestochenen, gefüllten oder bestäubten  Plätzchens, da liegt sie: Die Authentizität! Sie ist stets verbürgt und zuverlässig.

Jetzt in der Zeit zwischen den Jahren gilt es nachzudenken. Dazu tut sicher etwas Gleichmut gut. Übe Dich in Gelassenheit. Genieße die Stunden, die Ruh. Gleichwohl bedeutet es nicht, sich der Gleichgültigkeit hinzugeben. Nein! Diese Stunden gehören bei mir auch dem Resümeeziehen. Einfach mal sitzen und schauen, zurück blicken. Was war denn los in diesem Jahr? Die Philosophie des eigenen Seins unter die Lupe nehmen, ehrliche Antworten zu geben um sich ein bisschen auf 2019 vorzubereiten.

In der Ruhe liegt auch Kraft

Die Kunst im richtigen Tempo zu leben, das lerne ich. Manchmal stolpere ich dabei noch, hops, das war mal wieder zu schnell. In der Ruhe liegt auch Kraft. Wie sagte schon Meister Eckhart: „Man muss erst lassen können, um gelassen zu sein.“

So ist dies auch ein kleines Plädoyer für die Trödelei. Genießen wir gemeinsam mal Weile statt Eile. Leg die To-do-Liste weg und mach es Dir gemütlich. Komm mich besuchen, wir drehen eine Runde um den See. Anschließend genießen wir ein leckeres Plätzchen zum heißen Tee.

Dabei plaudere ich gern mit Dir über meine Einblicke. 2018 war ein sehr schönes Jahr. Voller Überraschungen und mit vielen wundervollen Momenten. Das erzähle ich Dir nächsten Mittwoch, eine Art Rückblende mit Aussichten für die nächsten zwölf Monate. Es ist Zeit, liebe Freunde, einmal Danke zu sagen … nächste Woche mit aller Deutlichkeit 🙂 Danke – Danke und auf in ein neues Jahr!

Pass auf dich auf, in den nächsten Tagen. Schlittere nicht. Sei behutsam. Achte auf Dich. Ein bisschen zu rutschen, das mag ja schön sein, dennoch es ist Vorsicht geboten. Mit etwas Muße statt Hopplahopp lasse ich mich treiben zum möglichst bunten Anfang im nächsten Jahr.

Liebe Grüße,

 

Katrine Lihn – mit viel Vorfreude …

 

 

 

Das Leben zu genießen ist eine wundervolle Aufgabe. Begleite mich bitte auch weiterhin. Mit und ohne #Werbung, mal könig- und mal bürgerlich mit und ohne DSGVO. Jetzt und im neuen Jahr, hier und dort mit Wenn und ohne Aber 😉

Die Philosophie des Plätzchens

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