Beziehungskultur

Genuss Ideenschmiede 10.04.2019 keine Kommentare

Es kommt immer darauf an, was Du daraus machst: Die Beziehungskultur ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Es beginnt mit der Familie, startet mit Freunden der Kindheit und geht im ganzen Leben immer so weiter. Manches bleibt dabei auf der Strecke. Aus meiner Sicht brauchen wir mehr WIR- und MIT-Gefühl, mehr Miteinander plus einer großen Portion Eigenverantwortung.

 

Gemütlichkeit und Vertrauen

Vertrauen ist ein großes Wort

Die Momente des sich Geborgenfühlens gehen in der heutigen schnellen Welt leicht unter. Gemütlichkeit und Vertrauen sind nicht per Knopfdruck zu haben. Die Freundschaften von Facebook, Instagram und Co. sind nicht einmal mit der heißen Nadel genäht, ihre Brüchigkeit ist vorprogrammiert. Ich bewege mich selbst sehr in diesen sozialen Medien, es ist meine Art der Sichtbarmachung; allerdings geht es mir dabei vor allem um meine Arbeit. In meinem privaten Leben schätze ich den vis-à-vis-Kontakt. Lade sehr gern Menschen zu mir an den Tisch ein; stehe regelmäßig im Austausch mit meinen Weggefährten.

Ich brauche diese Art von Gemeinschaft. Das sich in die Augen schauen, sich trösten, gemeinsam lachen und für einander da zu sein, das ist es was das Leben wirklich ausmacht. Der Mensch ist nicht geschaffen um ein Eremit zu sein. Das gute Miteinander kann mit Respekt und Achtsamkeit gelingen. Zuhören, da sein und das Gegenüber so zu nehmen wie es ist, das ist die Kunst.

Du bist was Du isst

Mit meiner Arbeit als Privatköchin gehe ich stets auf meine Kunden ein. Diese Art der Ideenschmiede kommt an. Die Menschen vertrauen mir, das ehrt mich; ich versuche mit Anstand und Würde den Wünschen gerecht zu werden. Bei mir steht die Botschaft „Du-bist-was-Du-isst“ sehr im Fokus jedes Einzelnen, wenn möglich, werden (alle) Wünsche erfüllt.

Gemeinsam zu kochen stärkt die Seele und das WIR-Gefühl: schau was ich für Dich zubereitet habe. Oder auch im Miteinander wird das Vertrauen gestärkt. Rücksichtnahme für Mitmenschen mit Unverträglichkeiten, Achtung der persönlichen Präferenzen sind für mich selbstverständlich: Der Ausspruch „kochen ist wie lieben“ gehört zu mir wie das Salz in die Suppe.

 

Beziehungskultur

Für mich hat dieses Leben mit Anderen immer etwas mit der Würde des Menschen zu tun. Achtung und Anstand sind so Worte, die aus der Zeit gefallen scheinen. Das mutet erstmal als schade an; dennoch kenne ich etliche Zeitgenossen, die dies genauso schätzen wie ich. Wenn wir in Beziehung zu einander treten muss es Achtsamkeit geben. Sinnhaftigkeit und ein nachhaltiges Leben sind Eckpfeiler – nicht nur der jüngeren Generation. Heute gelten andere Spielregeln als zu meiner Jugend. Es ist beispielsweise sehr gut Andere um Hilfe zu bitten, dies wird als Stärke und nicht als Schwäche angesehen. Großartig und gleichzeitig so schwierig umzusetzen.

Die Beziehungskultur gehört in den Wertewandel. Dabei geht es um die eigene Bestimmung, mehr Zeit zu haben und mehr zu leben. Sich dem Spiel von Instagram & Co. zu entziehen, sich nicht einzureihen in das sogenannte Perfektsein.

Wer heute authentisch ist, hat einen klaren Vorteil. Sei Du selbst, lebe aufrichtig und sei einfach wunderbar. Sprich und öffne Dich, sonst gehen die Beziehungen verloren. Sich verbunden zu fühlen ist heute wichtiger denn je. Die Gemeinschaft stärkt jedoch nur dann, wenn sie Dich so nimmt wie Du bist. Es geht nicht um „Du bist Eine(r) von uns,“ sondern wir nehmen Dich so wie Du bist! Darin liegt die große Kunst des Miteinanders; im Sein und im Lassen.

Aufrichtigkeit ist ein Schlüssel zum Glück

Die Momente des „Du-bist-es-mir-wert“ müssen aufrichtig sein, keine Werbebotschaften oder Floskeln, die sich als Superposting wieder finden. Das ist eklig! Aufrichtigkeit ist ein Schlüssel zum Glück, Missachtung, Verlogenheit und Lügen sind die Feinde jeder Beziehungskultur.

Fest im eigenen Leben zu stehen mit allen Sinnen, der Liebe und dem Verstand macht den Schritt in Beziehungen möglich. Erwarte Nichts und gib immer Dein Bestes, dann wirst Du ein großes Glück empfinden.

Nächste Woche geht es um Leben und Lieben, darum einen guten Plan zu haben. Ich erzähle Dir eine Ostergeschichte vom verlorenen Ei. Es gibt dazu Kuchen und vielleicht einen Spargelsalat. Bleib dran, bleib hier.

 

Katrine – mit dem tiefen Willen zum Sinn

Eine Ostergeschichte

 

 

 

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