Die Macht der Frauen

Genuss Botschaften 18.09.2019 1 Kommentar

Was Macht mit Menschen machen kann, ist sehr unterschiedlich. Kluge Strategien sind machtvoll und nicht zwingend steht hinter der Macht etwas Böses. Ob die Frauen Macht brauchen und / oder sie missbrauchen darum geht es mir gar nicht. Mir geht es um die Botschaft des Frauseins! Die Macht der Frauen! Die wundervolle weibliche Kraft und die Akzeptanz des Miteinanders. Wie letzte Woche erwähnt gefallen mir dazu die Ideen der Autorin Rotraud Perner. Ihr Buch „Königin!“ inspiriert mich immer wieder.

 

Chancen nutzen ohne Gleichmacherei

Die Macht der Frauen

Gleichberechtigung und die Kraft der inneren Ausgeglichenheit sind immer noch Frauenthemen. Mich nervt das ziemlich. Können wir die Chancen nutzen ohne Gleichmacherei? Warum muss ein Mann sich für XY interessieren und eine Frau nicht? Das ist aus meiner Sicht, Quatsch! Diese alten Verhaltensmodelle sind überholt und passen nicht mehr. Warum muss es überhaupt diese Kategorien geben. Als Frau bin ich grundsätzlich zu fast allen Dingen in der Lage wie ein Mann. Klar, es gibt manchmal körperliche Anforderungen, die ich nicht leisten kann, manch andere Frau schon. In erster Linie kommen wir als Menschen auf die Welt.

Mir geht es um die Rollen, das gelebte Miteinander und die Form des Seins. Die Anerkenntnis ohne Ansehen des Geschlechtes. Schöne Idee, ich weiß! Gleichwohl gibt es die alten Archetypen und Lebensmodelle in denen die Frauen sehr wohl geachtet wurden und niemals missbraucht. Schauen wir heute in die südlichen Länder, in denen „La Mama“ eine große Verehrung erfährt, die jungen Frauen jedoch eher unterdrückt werden. Die Welt ist kompliziert und das Leben miteinander macht davor nicht halt.

Dennoch wird der Wandel der Geschlechterverhältnisse wunderbarer Weise immer deutlicher. Frauen sind sichtbar und in der Politik sowie der Wirtschaft etabliert. Ja, ich höre schon den Aufschrei, es könnten mehr sein und die Macht der Frauen ist nicht wirksam genug. Na mal ruhig Blut.

 

Eigenverantwortung und Unabhängigkeit

Ein Mann ist ein Mann und eine Frau eine Frau. Soweit so gut. Und das Genderthema lasse ich hier jetzt mal raus. Das wird dann doch zu komplex. Mir geht es ja um die Macht der Frauen. Um das Bild was wir von uns selbst haben. Und da wird es spannend. Die Kraft der Weiblichkeit ist in uns und dennoch sind Frauen untereinander nicht grad „ziemliche beste Freundinnen.“ Vor allem innerhalb von Familien, Firmen und besonders wenn es um die eigene Stellung geht. Warum gibt es diese wahnsinnigen Männerfreundschaften, bis in den Tod und darüberhinaus und Frauen geben sich mit Zickenalarm und Stutenbissigkeit ab?

Eigenverantwortung und Unabhängigkeit wollen gelebt sein und werden. Loslassen bedeutet sich auf sich selbst zu verlassen. Mich treibt die große Sehnsucht nach großen starken Frauen und Männern um. Eine Gesellschaft, die sich achtet! In der Frauen schön und klug sein dürfen. Ich möchte mich zeigen wie ich bin und auch so sein. Stark und dennoch verletzlich. Gradlinig, aber nicht im Hosenanzug. Warum ist das Frauenbild in der Welt nicht längst weiter entwickelt?

Zu lange werden Frauen auf ein Bild der braven angepassten jungen Dame reduziert. Selbst untereinander sind sich die gut ausgebildeten Geschöpfe nicht grün. Da werden Muster aus der Tasche gezogen, wie „Frau zu sein hat“ von denen ich vor dreißig Jahren dachte, sie seien längst Vergangenheit.

Dabei haben wir als Frauen die Möglichkeiten (Macht) weit über uns hinauszuwachsen und zu tun was uns gefällt. Seit den vergangenen vierzig Jahren hat sich viel getan in Sachen Emanzipation und Gleichstellung. Aus meiner Sicht hinken die Frauen selbst etwas hinterher. Das ist so schade und völlig unnötig!

 

Ziemlich beste Freundinnen

In meinem Leben gibt es zwei, drei Freundinnen, die ich seit mehr als zwanzig, dreißig Jahren kenne. Das funktioniert mit Anerkennung und Respekt. Und wir führen auch unsere kleinen eigenen Kämpfe. Warum auch nicht? Da werden die Richtlinien erklärt und die Vorstellungen gerade gerückt. Und wenn nicht? Dann wird akzeptiert und nicht wie im Kindergarten die Puppe hingeworfen: „Mit dir spiele ich nicht mehr!“

Manchmal brauchen wir auch eine Pause; dennoch ziemlich beste Freundinnen sind da, wenn du sie brauchst. Sie sind dein Korrektiv, deine Trösterin und stehen ohne zu fragen einfach an deiner Seite. Punkt.

Treffen wir uns mal zu diesem Thema in Potsdams Park Sanssouci und schlendern zum Neuen Palais. Dort gibt es eine sehr schöne Sichtbarmachung der Frauenwelt.

Auf der Kuppel am Neuen Palais (leider habe ich kein Bild davon, deshalb einfach anklicken) stehen drei Frauen, sie halten ein Kissen mit einer Krone und strecken dies gen Himmel. Es sind die „Drei Grazien“ aus der römischen Mythologie: Die Göttin der Anmut (Euphrosyne), die Göttin der Festfreude (Thalia) und die Göttin des Glanzes (Aglaia). Göttinnen, die immer schon verehrt wurden, ohne Wenn und ohne Aber!

Hier erzählen sich die Leute, dass Friedrich der Große diese drei Grazien als seine Europäischen Feindinnen sah: Maria Theresia von Österreich, Katharina die Große aus Russland und die Marquise de Pompadour aus Frankreich.

Diese drei Frauen haben alle in der Zeit um 1750 gelebt und gewirkt. Ihre Herrschaft wurde nicht bezweifelt. Selbst die Dame Pompadour wurde als offizielle Mätresse von König Ludwig mit eigenem Landsitz und Wappen ausgestattet. Naja, wenn ich einen Moment darüber nachdenke, werden heute eben die Ministerposten an die Damen der Wahl vergeben, ups.

Das Thema rund um die Frauen, das Miteinander und die Freundschaft beschäftigt mich sehr. Nächste Woche nehme ich dich mit und erzähle etwas über „ziemlich beste Freundinnen“ und meine Vorstellung von Freundschaft.

 

Katrine – ehrlich, authentisch und ziemlich unvollkommen   😉

… und dazu noch ein Zitat von Virginia Satir

„In unserem Gleichsein verbinden wir uns. In unserer Verschiedenheit wachsen wir.“

 

 

 

 

… und für die DSGVO #Werbung wegen Namensnennung und Verlinkung, zwar ohne Bezahlung, aber Bitteschön

 

Die Macht der Frauen

One thought on “Die Macht der Frauen

  • 19. September 2019 at 16:37
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    Meine Liebe, Deine Kolumnen sind ja immer sehr lesenswert – aber der Heutige Artikel ragt mal wieder ganz außerordentlich heraus. DANKE für die „Beinahe beste Freundin“ – einfach toll. Danke auch für die ausgezeichnete Beschreibung des GRAND PALAIS“: Ich kenne ES nur von außen.
    Weiter so – und Tschüss bis demnächst wieder im Harz!

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