Hoffnung und Haltung

Genuss Standpunkt 29.05.2019 keine Kommentare

Manchmal kommt es doch anders als gedacht: Hoffnung und Haltung bekommen heute eine neue Wendung als ich vergangenen Mittwoch dachte. Ja, es geht um die Lebensfragen, vor allem um Wertesysteme! Wie gewohnt spreche ich gern ein bisschen über das Landleben mit Bio und Co. Puh, doch so kurz nach der Europawahl, meinen Begegnungen auf der lit.Potsdam, vielfältigen Gesprächen unterschiedlichster Couleur zu Büchern sowie kritischen Sendungen und Moderationen fällt es mir mehr als schwer. Ehrlich! Ich kann nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen.

 

Wer treibt die nächste Sau durch’s Dorf

Hoffnung und Haltung

Unentschlossen schwappen meine Gedanken so hin und her. Mein Standpunkt zu einer offenen pluralen Welt, einem Miteinander, einem Wir, steht fest! Jeder, ja wirklich Jeder, der mich auch nur ein kleines bisschen kennt, weiß, dass Haltung für mich mit an erster Stelle steht. Prall gefüllt mit Inbrunst wende ich mich immer wieder auch voller Hoffnung an das Leben. An einigen Tagen glaube ich (fast), dass ich die Reinkarnation der Zuversicht bin. Ausgewählt, auszuhalten! Nicht aufzugeben und dabei optimistisch zu bleiben, für die Menschen an meiner Seite stets ein gutes Wort zum Lächeln auf den Lippen.

JA, da gehe ich festen Schrittes mit Kant durch’s Leben: „Ich kann, weil ich will, was ich muss.“ Doch wehe, wehe, wenn ich auf das Ende sehe. Naja, Europa hat gewählt. Das ist nicht das Ende aller Tage, aber es ist erschreckend. Kann es etwas Wichtigeres geben als unser Zusammenleben? Das ist für mich geradezu fundamental, Europa als mein Platz für mich als Europäerin. Dass das nicht alle so sehen ist verständlich und auch akzeptabel, doch eine Alternative zu Europa gibt es nicht, das macht bereits der Non-Brexit klar.

 

Chaos wohin Du schaust

Immer mehr komme ich zu der Überzeugung, dass Menschen in Europa, in den Wohlstandsregionen der Welt das gute Leben nicht mehr wertschätzen. Nicht wahrnehmen! Chaos wohin Du schaust. Von Dankbarkeit kann keine Rede sein. Diese vielen fetten Jahre, kriegsfreie Zeiten! Das passiert nicht einfach so. Harte Arbeit, Verzicht und Demut haben aus einem Nachkriegseuropa augenscheinlich eine zivilisatorische Katastrophe gemacht, anstatt einer satten, bunten, fröhlichen Menschlichkeit. WARUM?

Weil immer wieder „Einer“ die nächste Sau durch’s Dorf treibt. Aus vollem Herzen empfehle ich dazu von Robert Menasse „Die Hauptstadt“  Es geht um Brüssel, die Menschen dort und in ganz spezieller Weise auch um ein Schwein. Den Handel mit Fleisch und im Besonderen werden die gegensätzlichen Ideen der Landwirtschaft verdeutlicht. Was so an dem Schweinderl hängt, wird in diesem – mit dem Deutschen Buchpreis 2017 ausgezeichneten Werk – sehr plastisch sichtbar.

Innerhalb der Strukturen, großen Unternehmen, der Lobbyisten und der Politik geht es in weiten Teilen um Gier und Zügellosigkeit. „Ibiza“ bekommt da einen faden Beigeschmack; satt Sonne satt, Skandal in Wien! Scheinbar völlig losgelöst wird sich bedient und gelogen, dass sich die Balken biegen. Versprechen werden ständig gegeben, selten eingehalten, weil es sich eher um „Versprecher“ als um Zusagen handelt!

Affären soweit das Auge reicht, zumindest wenn Du den täglichen Medien Glauben schenkst. Damit einher  geben sich Verunsicherung und diffuse Ängste um die eigene Erhaltung und Zukunft die Hand.

Politiker labern statt zu regieren! Es wird mehr um das Wie und die bürokratische Ordnung gerungen, als einfach mal zu machen. Gerangel, Geschupse, Geheule und vor allem Heuchelei mit Narzissmus gewürzt, dass mir das Würgen kommt!

Hoffnung und Haltung fallen mir da grad ziemlich schwer! Doch was tun? Reden. Aufklären. Weggucken, Abhauen! Heute morgen dachte ich noch: Kann ich in einem Bundesland leben, das so wählt? Wie würdest Du Dich entscheiden? Meinen Standpunkt habe ich gefunden. Diese Wahl hat für Europa sehr deutlich gemacht, dass nationalistische Tendenzen eine große Rolle sowohl in Europa als auch in den neuen Bundesländern spielen, deshalb laufe ich nicht weg. Da kommt meine Haltung zum Tragen. Der Gedanke an den innerlichen Aufbau Ost, an Überzeugungsarbeit und die ewige Hoffnung, die zuletzt stirbt.

 

Kann Liebe eine Antwort sein

Oder musst Du Dich der Notwendigkeit des Machbaren stellen, also natürlich auch Ich. Was wird die Zukunft bringen? Mein ungetrübter Idealismus läßt mich weiterhin an das Gute glauben. Diese Geschichten um das Böse bringen mich kein Stück weiter. Mein Standpunkt und eine meiner vollsten Überzeugungen ist, dass wir – Jeder von uns – es selbst in der Hand haben. Dazu ist zu erkennen und zu verinnerlichen, dass die Freiheit eines unser größten Güter ist. Du bist also in der Lage Dich einzumischen. Und sag jetzt nicht: „Ach, das bringt doch nix. Einer allein kann Nichts bewirken.“

Ach? Und was ist mit Greta? Sie hat allein angefangen und eine ganze Generation mobilisiert. Achtung! Es geht hier nicht um richtig oder falsch. In erster Linie geht es um die Tat. Um die Haltung! Mit der Zuversicht eines jungen Mädchens beginnt eine weltweite Debatte. Sehr gut!

Klar, dass Minister und nicht nur alte weiße Männer, darüber die Stirn runzeln und Sätze sagen, die ich hier gar nicht wiederholen mag. Zu unwürdig! Vielleicht beginnt nun doch eine Zeit, in der alte Strukturen aufgebrochen werden und selbst der best bezahlte Mensch erkennt: Geld ist nicht essbar, das Chaos macht sich breit. Es macht keinen Sinn die Augen zu verschließen. 2019 ist eine andere Art von 1968 – hier kommen Youtuber zu Wort und ich hoffe Niemand lässt sich mehr von Köpfen, die an Laternenmasten hängen, zum Wählen einer bestimmten Partei animieren. Absurd im Zeichen der digitalen Welt.

Vielleicht kann Liebe eine Antwort sein! Haha, ich sehe Dich schon den Kopf schütteln. Doch eines steht fest: mehr Wertschätzung, Achtung und Zuneigung könn(t)en an Stelle von Lug, Betrug und Hass mehr Gutes ausrichten als vermutet …

 

Hoffnung und Haltung

Der erste Schritt muss die Erkenntnis sein, dass es so nicht weitergeht. Mit Ätschbätsch wir haben die Wahl gewonnen und nun machen wir erstmal so weiter und bleiben heiter wird das nix mehr werden. Zielführend wäre tatsächlich den gemeinsamen Nenner zu finden! Sich der Veränderung zu stellen und offen zu sprechen.

JA! So ist das heute an diesem Mittwoch mal ein etwas anderer Tenor: Sozusagen am Puls von Europa mit kleinen persönlichen Einlagen plus Bio & Co.

Hier kommt noch zur politischen Erbauung eine Dokumentation aus der ARD Mediathek die „Ethik oder Etikettenschwindel“ anklicken und anschauen! Vorsicht, es wird eklig und dieser Bericht ist nichts für zarte Gemüter. Wegschauen hilft Dir nicht weiter, also sei mutig und klick rein.

 

Vorsicht vor den hübschen grünen Bioaufklebern

Es fordert Haltung sich dem zu stellen. Das gute Biogewissen bekommt einen Riss! Als hättest Du es nicht längst gewußt. Ein gutes gesundes Tier, das geliebt und frei gehalten wird kostet dann mal schnell das Fünffache vom gewohnten Preis. Meine Empfehlung, guck Dich um und kaufe bei den Direktvermarktern, wenn Du nicht weißt wie das möglich sein kann – frag mich! Ich bin immer gern bereit meine Informationen weiter zu geben. Es ist fatal an die hübschen grünen Bioaufkleber des Discounters zu glauben, anstatt sich selbst zu kümmern. Du hast die Wahl!

Gruselig wird es beim Thema Huhn und Ei. Vielleicht spreche ich nächste Woche ein bisschen darüber. Wobei mir grad der Sinn nach Sinnlichkeit und Freude steht. Liebe ist eben doch die Antwort auf Alles! Nächsten Mittwoch erzähle ich lieber was über die Zuversicht und ganz bestimmt von meinen Impressionen der Seebühne. Bleibt wie immer spannend, bleib dran, bleib hier!

 

Katrine – die Zuversicht ist eine Notwendigkeit

 

 

 

 

 

#Werbung ohne Bezahlung wegen Verlinkung und Empfehlung 🙂

 

Hoffnung und Haltung

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