Aufräumen und Ausmisten

Genuss Botschaften 08.04.2020 2 Kommentare

Heute geht es mir um ganz konkrete Botschaften: Aufräumen und Ausmisten machen den Anfang! Die äußeren Umstände sind unser Sichtbares, vor allem wünsche ich mir jedoch ein inneres Aufräumen. Was kann weg? Und was kann bleiben oder hervorgeholt werden. Jetzt ist die Zeit um sich dem Leben in ganz besonderer Weise zu stellen. Ha und dann steht auch noch Ostern vor der Tür – das Leitbild für Leiden, Sterben, Auferstehung und Leben. Vielleicht können wir uns an die zehn Gebote erinnern, egal, ob du nun gläubig bist oder nicht. Die Werte, die darin versteckt sind, gelten heute in höchster Form. Wann ist dies nur abhanden gekommen?

 

Empathie wird gepredigt – Egoismus herrscht

Aufräumen und Ausmisten 

Zurzeit mache ich mir noch mehr Gedanken als sonst. Jetzt zum Osterfest plus der C-19-Umstände nehmen Nachdenklichkeit nebst Achtsamkeit eine noch tiefere Bedeutung an. Es geht uns Alle an, einige meiner Weggefährten fühlen sich verängstigt, stark verunsichert. Es mangelt an Selbstvertrauen. Etliche Zeitgenossen aller Altersgruppen sind tatsächlich sehr allein. Woran liegt das? Dieses veränderte Sozialverhalten hat sich in den vergangenen Jahren manifestiert. Allein sein; statt Miteinander. Wegschauen statt Hinsehen. Empathie wird gepredigt, Egoismus herrscht!

Es ist heute nicht mehr an der Tagesordnung, ein guter Mensch zu sein. Und vor allem, was meint denn das? Als erstes würde ich mir wünschen, dass die Menschen hinschauen und wahrnehmen statt wegzugucken! Die Eigenverantwortlichkeit stärken und sich selbst wahr zu nehmen. Der ewige Ruf nach dem Staat muss aufhören. Du bist für dich selbst verantwortlich. Keiner kann das für dich tun, was du für dich tun kannst – scheint kaum noch einen Mitbürger zu interessieren.

Klar, die Sicherungssysteme greifen und das ist auch gut so. In keinem Land der Welt bist du so aufgehoben wie bei uns. Da mangelt es den Herrschaften jedoch an Dankbarkeit und Demut. Es ist nicht selbstverständlich, dass die helfende Hand direkt für die Leutchen da ist.

Aus meiner Sicht muss mehr Verantwortung von den Bürgern verlangt werden, die Pflichten in den Vordergrund rücken. Nicht nur nehmen ist das Gebot der Stunde, sondern auch geben. Es kann nicht sein, dass sich die Gesellschaft immer wieder duckt und sich selbst bedient. Nein! Es gibt keinen Generalverdacht, dennoch machen sich diese Strömungen in den letzten Jahrzehnten immer breiter. Das schmeckt mir nicht!

 

Denke, bevor du sprichst

 

Wähle deine Worte wohl. Nicht immer leicht, wenn das Blut in den Adern kocht und die Worte aus dem Mund purzeln möchten wie Steine einer Gerölllawine. Dennoch ist es sicherlich gut, sich seiner Gedanken und Taten bewusst zu sein. In diesen Wochen ist es an der Zeit, der Verlogenheit ein Ende zu machen! Die Fehler aus Billigproduktionen werden jetzt milliardenfach bezahlt.

Die Politik reagiert in vielen Fällen auf’s höchste Maß besonnen und gut. Pläne werden in die Tat umgesetzt. Hilfspakete geschnürt. Gut so. Und vielen Dank an dieser Stelle dafür! Das zeigt die Wirkmächtigkeit eines stabilen Haushaltes. Dennoch, bleibt mir immer noch zu Vieles im Dunkeln und es gibt Themen wie die Landwirtschaft, an die traut sich so richtig keiner ran.

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Der Wohlstand treibt so seine Blüten! Seit vielen Jahren wissen wir das, dennoch sind die Augen verschlossen. Wir reden uns mit so kleinen Halbherzigkeiten raus. Mein größtes Problem bei all den Diskussionen um Werte, Reisen und Achtsamkeit habe ich (neben ignoranten Zeitgenossen) in vieler Hinsicht mit den Tieren. Ich kann kein Quälfleisch essen. Ich verachte die Massentierhaltung aufs Äußerste. Vegetarisch, gar vegan zu leben stellt keine Alternative dar. Das ist doch Augenwischerei, ein Wegschauen, das mir nicht entspricht.

Es muss klare Veränderungen geben. Menschen die Hühner schreddern, Ferkel ohne mit der Wimper zu zucken einfach tot schlagen, ohne Betäubung kastrieren und sich auch sonst einen Deck um „ihre Tiere“ kümmern haben ihre Würde verloren! Die Felder werden mit den Giften aus den Medikamenten verseucht. Achtsamkeit? Fehlanzeige! Ist die Würde des Menschen nicht längst in Profiten und Zahlen verloren gegangen?

Es betrifft bei der Ernährung alle Bereiche, das belastete Gemüse aus Spanien (um nur ein Land beispielhaft zu nennen), die idiotische Idee die Mengen nach oben zu treiben, Produktion um jeden Preis. Spargel, der unter Folie oder gar mit Bodenheizung heran wächst, Joghurt der mit Zusatzstoffen und Holzspänen mehr Geschmack erhalten soll. Wein der gepanscht wird und Milch, die so weit behandelt wird, dass sie kaum noch Inhaltsstoffe enthält. (Über Kleidung spreche ich erst gar nicht oder über Masken, hüstel …)

 

Meine lieben werten und verehrten Leser, das muss aufhören!

Ein Paradigmenwechsel nach der Covid-19-Zeit ist unumgänglich! Wir werden uns Alle einschränken (müssen) und können somit eine bessere Welt gestalten. Das muss gemeinsam geschehen, zum Wohle der Menschheit in allen Ländern. Hier in Europa driften die Einstellungen mal wieder weit auseinander und das beliebte Wegschauen ist an der Tagesordnung. Eine Europäische Union muss lernen in guten und in schlechten Zeiten zusammen zu stehen.

 

Aufräumen und Ausmisten

Aufräumen und Ausmisten

Bereit für einen Neustart kann der Mensch wohl nur sein, wenn er einsieht, dass ein Weiterso unmöglich ist. Der Neuanfang kann gelingen, wenn wir bereit sind: Aufräumen und Ausmisten anzugehen! Dazu gehört auch, die Wahrheit zu erkennen, sie auszusprechen und daraus Taten erwachsen zu lassen. Keine Billigwaren einzukaufen, keine unnötigen billigen Flüge zu buchen und sich das Wort Gemeinschaft und Gemeinwohl einzuprägen.

Um eine Brücke zum Osterfest zu bauen, gibt es einen bunten Kartoffelsalat und zum Gründonnerstag (morgen) einen sehr grünen Salat mit einem grünen Brot. In der momentanen Zeit können wir diese Köstlichkeiten nicht in der Gemeinschaft genießen – das ist traurig, aber notwendig.

Das Miteinander findet einen ganz eigenen Weg, telefonieren, chatten oder auch Briefe schreiben sind als Kommunikationsmittel durchaus angesagt. Gut so. Wir erleben die Welt anders, neu und können mit sehr viel Hoffnung auf die Zukunft schauen. Ob sie gut wird, das liegt auch in deinen Händen!

Nächsten Mittwoch ist das Osterfest grad eben vorbei und ich werde mich dem Thema Erneuerung etwas annähern. Die Osterbotschaft „Urbi et Orbi“ bedeutet ganz simpel „Zeit der Erneuerung.“ Das passt im Hier und Jetzt besser denn je.

 

Meine persönliche Botschaft für dich entlehne ich dem Talmud:

Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.

In diesem Sinn, wünsche ich dir ein zuversichtliches Osterfest. Genieße was möglich ist, lasse gehen was war und hab Vertrauen in dich selbst und das was kommen wird.

Katrine – schaut mit Zuversicht auf die Erneuerung 

Aufräumen und Ausmisten

2 thoughts on “Aufräumen und Ausmisten

  • 10. April 2020 at 18:16
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    Liebe Katrine. das hast Du wirklich gut geschrieben – sehr eindringlich – und ich wünsche uns Allen, dass diese Deine Sätze nicht nur gelesen und für gut befunden, sondern bei den Menschen auch das Herz und Hirn treffen, damit diese Deine – unsere – Vorstellungen von einer gesunden Welt sich erfüllen mögen. Ich wünsche Dir ein frohes zukünftiges Leben. Mami

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    • 22. April 2020 at 11:32
      Permalink

      Du Liebe,
      es ist immer wieder besonders schön, wenn du mir ein paar Zeilen sendest. Hab Dank von Herzen und auf Bald. Mit einem Kuss aus der Ferne Deine K.

      Reply

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