Das Jahr ist noch jung, mein erstes Kapitel nimmt dennoch Gestalt an: Die Sauce muss ruhn ist mein sehr persönliches Innehalten. Im ersten Monat eines jeden Jahres und das seit einer gefühlten Ewigkeit, ziehe ich mich (ziemlich) zurück. Ruhephase, Winterschlaf, nenn es wie du magst. In Resonanz mit mir selbst. Ich denke. Halte nach. Überprüfe und treffe Entscheidungen für die nächsten Monate. Das geht für mich „nur“ in einer ausgeprägten Reflexion.
DAs gemeinsame mahl

Die Sauce muss ruhn, ist so eine Art des In-sich-selbst-Seins. Damit verschaffe ich mir Raum. Gedankentiefe. Und gleichzeitig bin ich in der Küche mit mir in meinem Element. Nur ich und ich. Das schmeckt mir. Bekennend sitze ich gern an einem Tisch und genieße das gemeinsame Mahl, die Gemeinschaft. Plaudern. Essen. Sich gegenseitig inspirieren. Zuhören und immer wieder neue Aspekte und Impulse aufnehmen. Für diese Möglichkeiten des Miteinanders, des Offenseins, Aushaltens und Zuhören muss ich mich jedoch öfter zurückziehen. Mein innerster Prozess der persönlichen Reinigung.
Qualität braucht Ruhe
Die Grundlagen für ein gelungenes Leben liegen in der Qualität des Seins. Einfach und gut! Das verhält sich ähnlich wie mit der Sauce – leider hat der Homo sapiens dies (nur) vergessen. Er glaubt die Glückseligkeit liegt im Geld. Pfui 😉
Und natürlich in den Schiffsreisen, haha! Na, Bitteschön, jeder wie er mag. Dennoch liegt viel Wahrheit in den alten Tugenden und somit gibt die Ruhe Kraft. Anscheinend passen jedoch Tradition, Genuss und Freude nicht mehr so richtig zusammen. Die moderne Lebensmittelindustrie verpasst den Menschen mit den Fertigprodukten, künstlichen Geschmacksverstärkern und all den Gedöns-Produkten keine stabile Sicherheit.
Wäre ich eine Schwurblerin könnte ich davon ausgehen, dass die Pharmaindustrie mit der Lebensmittelindustrie und den Lobbyisten einen hübschen Deal ausgeheckt hat. Uiiii. Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt. Ernsthaft ist es jedoch so, dass die Idee der herrlichen Kochkunst meist im Fernsehen stattfindet. Warum? Na, ich starte einen Erklärungsversuch …
Die Sauce muss ruhn

Gutes Essen, die Wahrnehmung der Ernährung hängt auch an der Kindheit. Die Vielfalt bringt den Genuss, frische Zutaten geben der Zunge einen Sinn. Bei uns zuhause gab es kein „Igitt!,“ – es wurde probiert und wenn ich tatsächlich den Mund verzog, dann bekam ich etwas anderes. Das passierte sehr selten – ich aß als Kind selbst Harzerkäse (heute undenkbar *grins!).
Täglich am gedeckten Tisch zu essen, ist für mich normal – so wurde ich groß. Es gab nichts „auf die Hand“ oder gar vorm Fernseher. Der zentrale Punkt des Familienlebens fand am Esstisch statt. Bis heute ist das eine meiner tiefsten Prägungen. Essen und Gespräch bedeuten sich Zeit zu nehmen, zuzuhören und das Gegenüber wertzuschätzen.
Suppengrün
Und um das Thema mit der ruhenden Sauce noch auf den Punkt zu bringen, gibt es ein kleines Küchengeflüster. Also, wenn du dir keine Zeit für Saucen nehmen möchtest (wir können das gern einmal gemeinsam machen) – dann bereite dir eine Basis zu, die du für viele Saucen, aber auch Gemüsegerichte nutzen kannst. Suppengrün ist eine Meisterin! Du kannst es roh herstellen, dazu brauchst du eine kraftvolle Küchenmaschine oder einen Multizerkleinerer. Zu gleichen Teilen nimmst du Möhren, Sellerie, Zwiebel, Petersilienwurzel und Porree – die werden geputzt und in gleich große Stücke geschnitten und dann zerkleinert. Es entsteht eine Art Brei, der wird gesalzen. Fertig!
In meiner Manufaktur war dieser „Suppenkasper“ viele Jahre ein absoluter Verkaufshit.
Probier es aus. Der hält sich im Kühlschrank gut vier Wochen, eignet sich auch super zum Einfrieren.
Perfekt als Saucenersatz eignet sich eine Kräuterbutter. Die ist ruckzuck aufgeschlagen und schmeckt zu Gemüse und vielen anderen Gerichten. Nicht nur zu Steaks 😉 ! Wenn du nicht weißt wie du sie machen sollst, einfach googeln oder mir eine Mail an ed.nh1768491318ileni1768491318rtak@1768491318ssune1768491318g1768491318 senden.
Du hast es in der Hand. Gutes Essen ist kein Hexenwerk! Das ist und bleibt in den nächsten Wochen mein Toppthema. Essen ist soviel mehr als nur Nahrung = es erdet uns. Für mich sind regionale Lebensmittel ein Teil meiner Identität.
Melde dich gern bei mir – im Februar hab ich noch ein paar Termine frei. Kochen verbindet – los geht’s.
Mit einem Gruß aus der Küche,

Hallo Katrine,
das kannte ich noch nicht. Werde das Suppengrün demnächst machen 😉😃.
Liebe Grüße, fühl dich gedrückt von mir 😘
Na das freut mich, liebe Sabine. Bitte berichte von deiner Erfahrung. Guten Genuss schon mal.
Liebe Grüße!