Die Schönheiten vom Land

Genuss Gastrosophie (+Rezept) 08.11.2017 keine Kommentare

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Die Schönheiten vom Land, erst recht. Dabei denke ich sofort an das plattdeutsche Zitat von Fritz Reuter: „Wat dem Eenen sin Uhl‘, is den Annern sin Nachtigall.“ Was so viel bedeutet, wie ⤑ Jeder sieht die Sache auf seine Weise, oder aus seiner Perspektive. Schönheiten unterliegen einem Ideal, dieses wandelt sich. Wer vermag zu sagen, was ist schön und was nicht? Der Blick liegt immer im Auge des Betrachters und Schönheit ist wie Kunst: sie kann Alles sein und Nichts.

 

Was ist schön?

Die Schönheiten vom Land

Wer mag was? Welche Vorlieben liegen auf der Zunge? Auch das, ist individuell und höchst komplex. Geschmack lässt sich nicht eingrenzen, doch gewisse Richtungen lassen sich erlernen. Wer immer viel Zucker ist, weiß nicht wie beispielsweise ein Naturjoghurt schmeckt. So verhält es sich auch mit den Schönheiten vom Land, wer nie etwas direkt aus der Erde isst, der kann diese „Schönheiten“ nicht schätzen! Auch nicht schmecken und wer sich immer nachlässig ernährt, dem werden sich meine Ideen nicht erschließen. Nicht schlimm, aber möglicherweise schade. Ohne das Ausprobieren oder auch Erfahrungen zu sammeln (gemeinhin auch als lernen bekannt) gibt es kein Wissen.

Was ist schön? Meine Entzückung bei bestimmten Sorten von Obst und Gemüse können Genießer (vielleicht) nachvollziehen, doch mein Jubel beim Anblick einer Herde Wasserbüffel wirkt irritierend. Warum? Weil wir unterschiedlichste Vorstellungen, Wahrnehmungen und Wünsche haben.

Jedes Jahrhundert hat seine Schönheiten: die Frauenbilder aus den vergangenen Epochen sind weitestgehend aus den Köpfen verschwunden. Barocke mollige Weiber stehen heute nicht auf der Traumliste des Body-Mass-Index. Höchst bedauerlich! Ja, da geht es schon los; denn das ist (nur) meine Meinung. Das momentane Konstrukt von Ästhetik, dem Wunsch nach ewiger Jugend zur Illusion des perfekten Menschen sind meine Sache nicht – Punkt! Für mich üben weder Dürrheit noch Aussichten auf ein hundertjähriges Leben eine Faszination aus. Meine Begeisterung liegt in den elementaren Dingen, den Grundlagen des Miteinanders. Wichtig ist, dass es uns gut geht. Im besten Wortsinn.

 

Die Schönheiten vom Land

Schönheiten vom Land

Gut gehen, meint auch würdig! Für die Tiere bedeutet es artgerecht, mit ausreichend Platz, freier Luft und Licht zur Nahrung ohne Medikamente. Eigentlich selbstverständlich, leider eher die Ausnahme. Die Schönheiten vom Land kommen im rasanten Hier und Jetzt nicht vor, das Streben nach Vollkommenheit dreht sich um die eigene Achse. Ständig höre ich Menschen sagen; ich muss, nur noch schnell … und damit es ihnen besser geht, lassen sie sich in der kurzen Mittagspause botoxieren zum veganen Was-auch-immer.

Die Schönheiten vom Land stehen als Synonym für meine Werte, meine Kreativität und den Genuss, der sich nicht nur auf der Zunge spiegelt. Die Fähigkeiten des Schmeckens, Fühlens und der Freude am gemeinsamen Essen zum munteren Gespräch. Für mich zu gleichen Teilen schön, bedeutsam und lebenswichtig!

Im Leben zu stehen, sich auszutauschen, andere Kreaturen zu achten und sich selbst schön zu finden, das sind beste Aussichten für eine wundervolle Zeit! Dazu noch einen Satz vom mir sehr geehrten Siddharta Gautama Buddha: „Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg.“ 

 

Katrine Lihn –  auf zu neuen Schönheiten …

 

auf zur Landpartie

 

 

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