Sprache is(s)t unsere Kultur

Genuss Reisen 18.10.2017 4 Kommentare

Wir sprechen und essen mit dem Mund; Sprache is(s)t Kultur. Diese Art der Schreibweise ist (m)eine kleine Spielerei; Sprache und Essen sind ein Teil unserer jeweiligen Kultur. Diese Verbindung zwischen Sprache und Genuss stellt für mich den Lebensinhalt dar. Ohne Sprache mag ich nicht leben, Worte sind für mich wie Elixier. Sich in diversen Sprachen ausdrücken zu können, gehört schon lange zu meinen Wünschen. Genauso wie ich Essen, Tradition und Regionales verschiedener Länder mag, gehört die Sprache für mich als Gewürz dazu.

 

Mich leitet die Liebe zum Produkt

Sprache is(s)t unsere Kultur

Italien ist ein Land, das ich liebe! In diesem Jahr habe ich (wie hier ausführlich berichtet) mit Silke Görsch zwei Reisen begleitet, in denen es um Sprache, Land und Leute geht. Dabei entstand die Idee, nicht nur Vokabeln zu lernen, den Wortschatz zu erweitern, sondern sich auf eine Sprachenreise mit einer besonderen Note einzulassen. Für 2018 planen Silke und ich weitere Italienreisen und mein Ehrgeiz ruft nach Nahrung. Worte müssen her und natürlich gehören Freude und Genuss in mein Gepäck.

Reisen bildet und macht eine Menge mit mir. Entdeckungen, Herausforderungen und immer wieder sind es die Menschen und ihre Speisen, die mich faszinieren.  In diesem Oktober mache ich mich nun auf den Weg nach Malcesine an den Gardasee. Mich leitet wie stets die Liebe zum Produkt. Dieses Mal geht es um eine besondere Art der Liebe. Auf dem Speiseplan steht LERNEN! Und die Zutat nennt sich  Acontatto;  dies ist der Name der Sprachenschule von Aurora Floridia.

Acontatto, das bedeutet so viel wie, in Berührung kommen, mit Jemanden in Kontakt treten. Der Unterricht findet in der Gemeinschaft statt und diese Lehrmethode nennt sich PDL – PsychoDramaturgieLinguistik. Es geht um das Sein, die Sprache und de Möglichkeiten, sich mit Gesten auszudrücken. Diese Art ist aktiv! Das ist genau das Richtige für mich. Erstmal loslegen und dann schauen, wie Regeln und Grammatik lauten.

 

 

Sprache is(s)t unsere Kultur

 

 

 

Vom ersten Moment an bin ich begeistert. Die Schule liegt direkt am See. Mein kleines Appartement ist nur wenige Schritt entfernt, ha, ebenfalls am Wasser. Nachts höre ich die Wellen an’s Ufer schwappen und meine neuen italienischen Worte gesellen sich dazu. Es ist unfassbar, in wenigen Stunden schwimmen Sätze durch meinen Kopf.

Der Trick mag sein, dass wir morgens immer mit einer Art Mantra beginnen. Eine Entspannungsübung mit leisen Worten von der Lehrerin gesprochen. In dieser Woche haben sich viele Interessierte angemeldet, so dass die Gruppe geteilt wird. Ich bin ein bisschen traurig; denn Aurora unterrichtet die Anderen. Wobei, Laura (sie leitet meine Gruppe) wirklich eine wundervolle Meisterin des Wortes ist und sie mit viel Gefühl und Inspiration Wörter zu Sätzen „kocht.“

Die Übung des Tages, die das Gehirn öffnet und die Teilnehmer sensibilisiert ist simpel und ich spreche einen Teil davon jetzt immer morgens vor mich hin: sono calma – tranquilla – rilassata = ich bin ruhig, gelassen, ausgeglichen – sento il contatto dei miei piedi e delle mie gambe con il suolo = ich spüre den Kontakt meiner Füße und meiner Beine mit dem Boden … das geht so noch eine Weile weiter. Wer Lust verspürt und den vollständigen Text lesen möchte, bitte schön; sende ich ihn gern per Mail zu. Lohnt sich!

Im Wesentlichen sammeln wir italienische Worte und daraus werden nach einiger Zeit wie von selbst Sätze. Immer arbeiten wir gemeinsam, es ist die Gruppe, die immer an der Seite jedes Einzelnen unterstützt. Rollenspiele kommen dazu und manchmal sitzen wir uns gegenüber und die Helfer sitzen hinter dem jeweiligen Protagonisten. Sie flüstern unterstützend ins Ohr. Wir sprechen! Mi piace – das gefällt mir. Ich kann gar nicht genug davon bekommen!

Eine großartige Erfahrung, eine Herausforderung und etwas komplett Neues begleitet mich in diesen Tagen am Lago di Garda. Daverro (wirklich) che bella sorpresa = Wirklich, eine schöne Überraschung!

Neue Menschen, neue Idee und noch einige Tage liegen vor mir – ich berichte: versprochen! Sprache leben, lernen und sich miteinander auseinander setzen – in Kontakt treten …

 

Katrine Lihn – grazie mille

 

 … passend dazu finde ich diesen Satz von Friedrich Nietzsche: „Die Glücklichen sind neugierig.“

 

Sprache is(s)t unsere Kultur

4 thoughts on “Sprache is(s)t unsere Kultur

  • 18. Oktober 2017 at 11:50
    Permalink

    Hier spricht die Alte, die neulich den Rücktransport von Schönefeld arrangiert hat, hoffe, du bist gut gelandet.
    Das hier zu lesen war echt witzig. Mein Englischkurs bei Aurora fing mit der gleichen Übung in Englisch an :I’m calm, relaxed, at ease, I feel my feet and my legs . My feet and my legs are in contact with the floor….
    Das mache ich seitdem jeden Morgen..
    Habe mir neurigerweise mal das ganze Profil angeschaut. Interessant, lustig, bisschen schräg. Gefällt mir.
    Feministin kann ich als Ossi nicht nachvollziehen, war Alleinerziehende, immer in leitenden Positionen oh ne Quoten, hat kein Hahn danach gekräht.😉
    Immer schön dran denken, wer diese Machos großzieht 😉 Das sin Weiber !! Tschüss Sabine

    Reply
    • 18. Oktober 2017 at 11:58
      Permalink

      Liebe Sabine,

      herrlich liest sich dieser Text. Ich lache und schmunzel immer noch. Ich hoffe, wir sehen uns Bald wieder. Und Danke für die offenen Worte = gefallen mir!
      Der Rücktransport hat genial geklappt, ich würde bis vor die Tür chauffiert. Wundervollen bunten Herbst und melde Dich gern, dann treffen wir uns zum Gespräch und einem Teller … Herzlichst, Katrine

      Reply
  • 24. Oktober 2017 at 16:05
    Permalink

    Gespräch und vielleicht nen Tee hört sich gut an, das mit dem Teller wird eher kompliziert. Vertrage mit zunehmendem Alter immer weniger Lebensmittel , reicht nu schon langsam für ne ganze Seite. Fängt mit Knoblauch, Schnittlauch…… an und greift jetzt langsam auf Schokolade über , die eigentlich mit Abstand fast das wichtigste in meiner Ernährung ist.
    Mein Enkel isst ja nur am Wochenende Fleisch und kauft alles andere auf dem Markt am Weberplatz, meine Enkeltochter ist z.Z. vegan. Nur mein Sohn ernährt sich ziemlich normal.
    Frohes Kochen
    Sabine

    Reply
  • 24. Oktober 2017 at 16:08
    Permalink

    Bisschen umständlich , die Kommunikation
    Meine Mailadresse steht ja da unten

    Reply

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.