Zwischen Hoffnung und Glaube schmecken Spargeltarte und Buttersauce

Genuss Salon 25.04.2015 keine Kommentare

„Woran glaubst Du?“ ist das Motto des Genuss Salons. Die Hoffnung tragen wir 
in uns und Glaube bedeutet, dass sich die Hoffnung erfüllt. So lohnt sich der Blick über den Tellerrand allemal. 

Der Genuss am gemeinsamen Gespräch

Pünktlich um 18 Uhr erscheinen die zahlreichen Gäste aus Potsdam, Berlin, Hannover und dem nahen Umland. Jeder mit einer eigenen Geschichte, jeder mit Liebe, Glaube, Hoffnung im Gepäck. Diese göttlichen Tugenden beschäftigen uns heute im weltlichen Raum. Das ist spannend!

Erdbeerpüree mit Vodka

Zur Begrüßung stehen wir im Halbkreis und jeder sagt ein paar Sätze zu sich selbst. Wir befinden uns hier in einem geschützten Raum und das Essen ist vielmehr als reines Nahrungsmittel; denn wir gönnen uns das Privatvergnügen an einer Tafel mit fremden Menschen zu sitzen. Der zentrale Punkt unseres Miteinanders ist das Gespräch, deshalb treffen wir uns, deshalb sind wir hier.

Eine frische Tarte – vegetarisch und köstlich zum Schnitzel

Das Spargelmenü besteht aus vielen verschiedenen Komponenten: Salat, Lasagne, Tarte, klassisch gekocht zu Schnitzel plus Kartöffelchen und Buttersauce. Die Schüsseln gehen hinundher und das Gespräch findet seinen Lauf an der Tafel. Immer wieder steht die Frage im Raum: Ist diese These nun Glaube oder eher Hoffnung?

Wie von allein ergeben sich philosophische Erkenntnisse und sehr persönliche Worte über das Leben vor und nach dem Mauerfall. Alles in allem erreichen die Köstlichkeiten alle Sinne und die Themen nehmen ihren Lauf.

Erinnerungen werden wach: beim Blechkuchen

„Ist es wirklich möglich jedem Gegenüber offen zu begegnen oder machen wir Unterschiede, wenn das Kleid besonders glamourös oder die Dame sich mit Dr. XY vorstellt?“ 

Es gibt offenkundige Unterschiede in der Wahrnehmung durch die Sozialisierung. „Wenn Du von Kindesbeinen an mit vielen Menschen Kontakt hattest, also mit Fremden und Du es gewohnt bist, an Tischen zu sitzen und frei zu sprechen, dann hast Du heute weniger Ängste … “ 

„Dafür spüre ich ein schlechtes Gewissen, also manchmal, denn ich habe mir in Westberlin keine Gedanken gemacht, ob es Euch hier gut oder schlecht geht….“

Die Kunst des Salons besteht für mich heute darin, das Gespräch und die Menschen zu einer Gemeinschaft zu verbinden. Manchmal eine Gradwanderung, da hilft es sehr, dass eine Gästin immer mal wieder aufsteht und mit dem Weinglas um die Tafel geht um mit jedem anzustoßen. „So schön ist es hier bei Dir, mit Euch.“

Wieder ist ein ganz besonderer Abend zu Ende. Ich sitze noch eine Weile an der Tafel und schaue auf die leeren Plätze: Geschmack und Gespräch standen heute im Fokus, es ging ganz schön zur Sache: Variationen vom Spargel zum kulinarischen Kulturgespräch!

Katrine
Lihn – das Gewürz Hoffnung bleibt auf dem Tisch

P.S. das Rezept für den Blechkuchen gebe ich gern weiter – einfach eine Mail an ten.n1670394423ireni1670394423artss1670394423uneg@1670394423eid1670394423 senden und dann flattert es in den Postkasten

Zwischen Hoffnung und Glaube schmecken Spargeltarte und Buttersauce

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