Das Experiment am Ei

Genuss Heimatküche 15.11.2017 2 Kommentare

Im November bin ich ganz besonders kreativ: Das Experiment am Ei ist dem Genuss und meiner Neugier geschuldet. Warum ich in dieser sogenannten finsteren Zeit so gut gelaunt und besonders kreativ bin? Das mag daran liegen, dass ich in der Mitte dieses Monats das Licht der Welt erblickte. Mag auch daran liegen, dass ich mich weder vom Wetter noch von düsterem Was-auch-immer beeinträchtigen lasse.  Außerdem ist es die perfekte Möglichkeit etwas Sommer in mein Herz zu holen. Draußen stürmt es. Morgens liegt oft Nebel über der Stadt. Zeit sich Neues einfallen zu lassen. Mein Sehnsuchtsort ist in diesen Wochen die Küche!

 

Gegart – verloren – gebraten

Das Experiment am Ei

Das Ei spielt in meinem Leben eine zentrale Rolle. Erstens habe ich mich in den vergangenen Monaten sehr mit Hühnern beschäftigt, zweitens liebe ich diese Produkte. Also Ei und Huhn! Das Experiment am Ei ist so typisch für mich. Ich verbinde das Produkt, die Ernsthaftigkeit der Ware mit meinem eigenen Spaß. Das verlorene Ei ist für mich der Inbegriff der Heimatküche. Es ist gekocht und doch eigentlich nur gegart. Vor allem kommt es ohne Schale in den Topf. Das macht es ja so spannend.

Manche nennen es auch das gefährdete Ei, denn es besteht immer die Möglichkeit, also eine Art Gefahr, dass sich die rohe Masse im Topf auflöst. Eine Grundvoraussetzung für ein gelungenes pochiertes Ei, ist seine Frische. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ist einfach so. Wenn das Ei schon älter ist (also länger als eine Woche im Kühlschrank liegt) dann kann es sein, dass das Eiweiß ausflockt und sich nicht um das Eigelb schmiegt. Gut zu wissen, wo das Frischei herkommt. Ja, ich weiß, das ist ein heikles Thema. Supermarkt Eier müssen sehr frisch sein, um aus ihnen ein ordentliches verlorenes oder pochiertes (meint das Selbe) Ei aus dem Topf holen zu können. Deshalb kaufe ich bei Bauern meines Vertrauen. Die sogenannten Omaeier sind und bleiben mein Favorit. Na, wer weiß, wo es die gibt? Diese Landeier lassen sich noch toppen. Wie bitte?

 

Das Experiment am Ei

 

Ja, meine absoluten Lieblingseier kaufe ich nach wie vor bei Detlef Unkert. Er ist für mich ein großartiger Züchter und die Eier seiner Edelrasse Hühner sind einfach der Hit. Allerdings legen diese Hühner zwei Legepausen ein, auch jetzt im Herbst, wenn sie das Federkleid tauschen. So ist das, wenn das Landleben im Einklang ist. Passt zu meiner Einstellung; ich kaufe was es jahreszeitlich gibt.

Noch auf ein Wort zu meinem Experiment. Heute schlage ich ein Ei auf und lasse es in einen kleinen Gefrierbeutel gleiten, schaukele es ein bisschen hin und her und verknote das Tütchen. Im kochenden Wasser blubbert es einige Minuten vor sich hin. Was soll ich sagen? Das Ergebnis ist etwas enttäuschend, denn zu viel Eiweiß klebt an der Beutelwand, doch das Eigelb hat eine tolle Konsistenz, außen fest und innen butterweich.

Das zweite Ei behandele ich ganz konventionell und lasse es aus einer Schale in einen Topf mit Wasser, welches mit einem Esslöffel Essig aufkoche, gleiten. Im Strudel des Wassers schmiegt sich das Eiweiß um das Gelbe und mein Ei nehme ich nach einigen Minuten mit der Schaumkelle raus. Super! So wünsche ich mir diese verlorene Köstlichkeit.

Hach, ich lasse mir sehr gern in die Töpfe schauen. Wer Lust hat mal mit mir in der Küche zu experimentieren ist herzlich eingeladen. In den nächsten Tagen stelle ich meine Genusstüten vor. Die werden (jetzt) als Geschenke für meine Gäste und Kunden angepriesen.

Der erste kleine Vorgeschmack kommt schon mal hier …

 

… Details zu diesem handgemachten Präsent gibt es nächste Woche, versprochen. Och und vielleicht vorher schon weitere Fotos und Informationen auf meiner Instagram Seite.

 

Katrine Lihn – ich liebe kreative Experimente

Das Experiment am Ei

2 thoughts on “Das Experiment am Ei

  • 15. November 2017 at 17:26
    Permalink

    kleiner Fehlerteufel im Text:
    unsere original französischen Hühner machen nur 1x im Jahr die wohl verdiente Legepause zum Federkleidwechsel, genauso wie jedes andere Huhn jetzt im Herbst.

    LG
    Detlef Unkert
    Marans-Spezialzucht

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    • 15. November 2017 at 17:44
      Permalink

      Ohje, lieber Detlef Unkert, da habe ich nicht richtig aufgepasst! Vielen Dank für den freundlichen Hinweis, das ist wirklich sehr hilfreich!
      Und vor allem ist es super, denn wenn die Damen nur eine Pause machen, dann gibt es bald für die nächsten elf Monate Eier satt. Großartig!
      Ich warte schon sehnsüchtig auf die Köstlichkeiten.

      Beste Grüße und auf Bald,

      Katrine Lihn

      Reply

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