Die Kunst der Kommunikation

Genuss Einladung zum Dialog 20.05.2017 2 Kommentare

„Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daß sie ist.“ Diesen Satz Ludwig Wittgensteins trage ich seit einigen Tagen in mir. Die Schönheit der Orte, die vollkommende Unvollkommenheit der am Wegesrand stehenden Blumen, all die Impressionen und Worte in meinem Kopf machen mich ganz schwindelig.

 

Bilder sagen (manchmal) mehr …

Die Kunst der Kommunikation

 

Immer wieder sind es die Plätze, die mich begeistern! Einfach so drauflos zu schlendern, Häuser, Gärten und Menschen wahrzunehmen und doch immer zu wissen, dies ist temporär. Ich liebe es Städte, Orte und Landschaften zu erkunden. Und JA, mein Herz schlägt für die Wochenmärkte, vor allem für die Bauernmärkte, dort liegen sie mir fast zu Füßen, all diese Köstlichkeiten aus der Region. Die Provence ist ein wahrer Schatz für alle Genießer und die, die es (vielleicht) noch werden wollen.

 

Die Markthalle Forville

Diese Frische, diese Düfte und diese Farbenpracht verdrehen mir den Kopf. Mitten in der Markthalle Forville stehe ich mit einem breiten Grinsen. Das ist immer wieder das selbe Gefühl, wie bei einem ersten Date. Ich liebe es Stunden um Stunden  zu schauen, zu staunen und zu plaudern.

Sprache hilft! Jedoch trudeln in meinem Kopf während dieser Tage viel zu viele Worte und ich mische munter deutsch, englisch und französisch. Nicht tragisch, alle Einkäufe klappen und ich lerne neue Menschen kennen. Mit etwas Zutrauen und einem Lächeln auf den Lippen ist die Sprache überall auf der Welt gleich: Höflichkeit – Freude – Achtung sind Schlüsselwörter des Miteinanders.

Die Kunst der Kommunikation

 

Meine Gedanken gleiten von Sprache zu Sprache. Wie gut, dass ich mir mit dem Smartphone weiterhelfen kann. Der Begleiter unserer Tage, das Telefon. Ja, es macht auch für mich Vieles einfacher. Großartig zu erleben, wie in diesen Tagen verschiedene Menschen aus unterschiedlichen Ländern Sprachbarrieren überwinden, sich lachend unterhalten mit Hilfe dieser kleinen Maschinen. Sehr viel witziger ist es, mit Händefuchteln und Geräuschen gemeinsam das Wort zu entdecken, sei es in englisch oder auf französisch. In der Hauptsache wir kommen zu den Worten, die wir suchen um uns auszutauschen.

Meine schönste Geschichte erlebe ich beim Einkaufen. Ehrlich ist es für mich immer wieder eine Herausforderung zweihundert Gramm Schinken zu bestellen, die Zahlen machen es mir schwer. Doch was ich erzählen möchte fand in der Bäckerei statt. Ja, es war am frühen Morgen und JA, ich war sehr müde und hatte noch keinen Schluck Kaffee gehabt. Ich wollte Baguette (Flute) und Croissant kaufen – oh je – ich lache schon wieder. Also: ich öffne die Ladentür, trete ein. Hinter dem Tresen erwartet mich eine hübsche junge Frau.

Ich: „Bonjour.“ Sie: „Bonjour Madame.“ Ich: „Je prends une flute and please give me three of this amazing croissant.“ Sie: antwortet nicht – schaut mich an, lächelt und dann zeigt sie auf die Croissant und legt ihren Kopf leicht schief. Ich: „Qui, cette avec choco.“ Sie: antwortet immer noch nicht und da dämmert es mir. Ich schaue sie an, lächle: „Oh Pardon! Je parle anglais? Wooo …“ Ich wollte es grad erklären, da merke ich, dass mir die richtigen Vokabeln fehlen, als ich meinen Mund öffne, kann ich grad noch  „well you know, I mix all this stupid words in case of …“  runterschlucken und ringe mir ein entschuldigendes: „Merci bien“ Sie: „Bonne jounrnee“ Ich: „A vous aussi“ und schnell raus dem Lädchen. War das jetzt peinlich? Also für mich nicht, ich finde es wahnsinnig komisch!

Mir zeigt es, dass ich die Kunst der Kommunikation annehme, akzeptiere und das Spiel der Sprache sehr liebe. And now … je me vais dans la plage. Wundervollen Samstag allen an den Geräten da draußen und viel Spaß beim Was-auch-immer.

 

Katrine Lihn – mit savoir-vire zu bunten Flip-Flops

 

Die Kunst der Kommunikation

2 thoughts on “Die Kunst der Kommunikation

  • 22. Mai 2017 at 16:07
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    Hallo Katrine,
    was für eine schöne Kolumne, es war mir in der Realität noch nicht vergönnt dieses Facettenreiche Land zu bereisen. Du schilderst von Deinen Eindrückenund Genüssen, da bleibt kein Traum übrig.Komisch ich habe den Geschmack von Zitronenkuchen und Lavendel in der Nase und Monet überall…
    Gerne möchte ich mehr erfahren, schreibe doch ein Reisetagebuch….

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    • 25. Mai 2017 at 9:31
      Permalink

      Du Liebe, ich freue mich über Deinen Kommentar. Ja, es ist ALLES so herrlich hier!
      Ein Reisetagebuch zu führen kommt dennoch nicht in Frage, da ich zwischendurch arbeite … die Zeit fehlt mir jetzt schon für
      diese kleinen Berichte.
      Da ich mein Glück jedoch soooo gern mit meinen Lesern teile, werde ich weiter eifrig Fotos machen, Informationen und Impressionen sammeln um sie hier
      zu teilen.
      Also auf Bald, Katrine

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