Die Sinne schulen

Genuss Gastrosophie (Tipp) 22.01.2017 keine Kommentare

Blick über den Tiefen SeeHeute möchte ich mit Ihnen die Sinne schulen, den Blick schärfen und den Geschmack an etwas erinnern. Bei herrlichstem Wetter, tintenblauem Himmel und glasklarer Luft nehme ich einen tiefen Atemzug und lasse ihn in mir wirken. Die Lungen füllen sich und ich puste die Luft wieder heraus. Hui! Wonach riecht die denn?

Was schmecke ich, wenn ich meine Augen schließe? Fragen, die nicht so leicht zu beantworten sind. Ich schmecke und rieche die Luft! Meine Sinne sind bereit, sich darauf einzulassen. Ja, das ist erlernbar. Die Bereitschaft wird unterstützt in dem man (also wir; Sie und ich) sich dem Leben hingibt und einfach genießt. Jetzt! In diesem Augenblick, am Ufer dieses Sees. Mit geschlossenen Augen, alle Sinne empfangen.

Die Magie des Moments

Die fünf Sinne lassen mich den Wind, die Sonne, den See, den Schnee und alles Andere um mich herum wahrnehmen. Diesen Moment halte ich fest, er wird mich durch die nächste Woche tragen. Es ist nicht immer ganz einfach in der heutigen schnellen Zeit mit zu kommen. Ist das denn nötig? Ich gönne mir immer wieder Stunden ohne Smartphone, ganz bewußte Momente nur für mich. Ich halte meine Stunden sozusagen sauber. Meine Sinne habe ich darauf geschult, mich auf eine Sache zu konzentrieren und mich nicht ablenken zu lassen. PUH! Das ist nicht einfach, aber machbar. Mir half dabei die Lehre von Edward Espe Brown, der mich mit seinem Buch: Das Lächeln der Radieschen verzauberte.

Die Sinne schulen

rote ChilisDie Kunst, sich Zeit zu nehmen ist aus der Mode kommen. Schade! Denn dabei bleibt so viel auf der Strecke. Können Sie sich noch erinnern, was Sie in den letzten Tagen aßen?

Wissen Sie noch wie es früher in Ihrer Schule roch? Wie scharf schmeckte der erste Kuss oder war das eher eine matschige Angelegenheit? Die Sinne suchen nach Erinnerungen!

Wann haben Sie zum letzten Mal einen Brief geschrieben? Es ist wirklich für mich unfassbar, letzte Woche traf ich eine „Meute“ junger Leute und von denen hatte Keiner jemals einen Brief verfasst, noch einen gekommen. Das macht mich sehr traurig! Einen Umschlag mit handgeschriebenen Wörtern ist doch eine kleine Kostbarkeit, da kann die Würze des Lebens drin stecken. Ach, ich gehöre wohl schon zum alten Eisen 😉 Nein, nein, keine Sorge, das ist nur ein winzige Koketterie!

Zur Schulung der Sinne, lasse ich Sie an meinem persönlichen Tipp teilhaben: Ich gönne mir jeden Tag beim Aufwachen wenige Minuten für ein Achtsamkeitsritual; dabei öffne ich Augen, Mund, Ohren, strecke die Arme gen Himmel und begrüße den Tag.

Am Abend denke ich über die vergangenen Stunden nach und nehme das Positive mit in den Schlaf – ich halte einfach die Zeit an. Träume mich weg, höre das Meer rauschen, schmecke die Erinnerung: das Gute liegt so nah!

Ihre und Eure Katrine Lihn – mit Lust am Genuss

„Sieh mit deinen Augen, rieche mit deiner Nase, schmecke mit deiner Zunge… nichts im Universum ist verborgen“ ist ein Zitat vom Zen-Meister Tenkei.

ein Spiegelei

 

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