Die Dichte des Wortes

Genuss Botschaften 12.12.2018 4 Kommentare

Hört Ihr Leut und lasst Euch sagen: Die Dichte des Wortes gibt es als solches Element gar nicht. WAS? Ja, Entschuldigung. Bekennenderweise liebe ich Wortschöpfungen und nun gibt es eben diese! Meine Dichte des Wortes, meine Idee, mein Tun und meine Werte.

 

Worte und Taten

Jetzt in der wundervollen Adventszeit denke ich über Worte und Taten nach. Die Dichte des Wortes hat seinen Ursprung in meinem Innersten. Im Evangelium nach Johannes heißt es: „Zuerst war das Wort …“ diese Offenbarung nehme ich als Beispiel. Dieses Bibelbuch liegt nicht an meinem Bett, dennoch wohnt in mir der tiefe Glaube an Dieses und Jenes.

Der kindliche Ansatz sitzt tief verankert in mir. Das Gute obsiegt! Wonach sehnst Du Dich? Trägt Dich diese vorweihnachtliche Zeit zu mehr Gedanken? Oder ist Dir das schlicht egal?

Warum Weihnachten feiern, wenn keiner dessen Bedeutung schätzt? Die Geburt Christi für ein Märchen hält und nur der Kaufrausch, die Weihnachtsmärkte und dieser ganze Firlefanz dem Monat Dezember seine Wichtigkeit geben. Sag Du es mir! Die Dichte des Wortes, darum geht es mir. Die Dichte ist etwas Berechenbares. Worte und Taten lassen sich ganz klar ausmachen. Mein Wort zählt! Ich sage selten Etwas, das ich nicht wirklich meine.

Überliefert ist, dass der Apostel Johannes meinte: „An ihren Taten sollt ihr sie erkennen.“ JA! Da ist was dran. Was, sag Du es mir, was ist es wert, Dein Wort? Ich hasse Floskeln! Wenn ich sage, ich mache das, dann mache ich es auch. Einstehen und aufstehen, das ist es was ich will. Das lebe ich! Es ist mir wichtig, authentisch zu sein.

Die Dichte des Wortes

Vor ein paar Jahren war ich mit einer Freundin in Lissabon. Abends standen wir vor einem kleinen Lokal, plauderten, lachten und waren uns selbst genug. Da kommt ein junger Mann vorbei, schaut und fragt: „Haste mal nen Euro?“ Damit hatten wir nicht gerechnet. So im Urlaubsmodus, gedanklich frei und ohne Sorgen. Ich werfe ihm so ganz lässig „nee, tut mir leid“ hin. Er geht weiter, bleibt stehen, dreht sich um und ruft: „Hey. Du!“ Meint er mich? „Ja?“ frage ich ihn also. „Es tut Dir gar nicht leid! Dann sag es auch nicht.“

Peng! Treffer und eins zu null für den jungen Mann. „Warte bitte,“ rufe ich ihm zu. Hole aus dem Lokal einen fünf Euro Schein und lege ihm den in die Hand. „Danke Dir!“ Er guckt verdutzt, „Du hast so recht. Es hat mir nicht leid getan.“ Wir lachen und unsere Wege trennen sich. Das werde ich niemals vergessen.

So ein kleiner sehr besonderer Moment! In diesem Jahr habe ich „es tut mir leid“ wohl nur zwei-drei-Mal gesagt. Die Dichte des Wortes, verstehst Du, das will ich! Nicht einfach Sätze so hinspucken. Wähle Deine Worte wohl!

Die Kultur des Schenkens

Worte und Sätze können Gutes tun, gleichwohl verletzten. Das verhält sich wie mit Geschenken. Denke nach, bevor Du jemanden eine Gabe überreichst. Sie sollte wohl gewählt sein. Nicht einfach so gekauft! Verpflichte Dich mit und zu Dir selbst. Wähle Worte, die Du selber gern hören möchtest ebenso die Kleinigkeiten, die Du verschenkst.

Das ist nächste Woche mein Thema: Die Kultur des Schenkens! Oh Du fröhliche Weihnachtszeit. Ich bin mir ganz sicher, Jeder hat erlebt, dass ein Geschenk sprichwörtlich in die Hose geht. Sowohl als auch; ge- und beschenkt. Dieses Jahr wird es anders, besser? Na, das steht noch nicht fest. Schenke was Du geben kannst. Gib Achtsamkeit, verteile Zeit und lass die Dichte des Wortes Dein Begleiter sein.

 

Katrine Lihn – die Macht des Wortes ist groß!

 

Was ist der Unterschied zwischen einem Plätzchen und einem Keks? Na … wer schreibt es mir …??

 

 

 

 

 

Den Unterschied zwischen eigener #Werbung und #Links und was auch immer, den kennt die DSGVO …

 

Die Dichte des Wortes

4 thoughts on “Die Dichte des Wortes

  • 12. Dezember 2018 at 16:29
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    Liebe Katrine, einen Keks kaufst du und manchmal geht dir dabei die lange Schlange an der Kasse auf genau diesen Keks. Für ein Plätzchen rührst du den Teig an, backst es liebevoll aus, verpackst es mit einer schönen Schleife und überreichst es einem wichtigen Menschen, der es dann genießt. Fazit: Keks kann jeder und ein Plätzchen bekommt, wer einen Platz im Herzen hat! Ich wünsche dir eine schöne Adventzeit und viele, viele Plätzchen. Ganz liebe Grüße von Silke!

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    • 12. Dezember 2018 at 16:35
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      Cara Silke, grazie! Das ist eine wundervolle Antwort: una bella storia. Und genau so ist es: der Keks ist ein gekauftes Produkt und das Plätzchen von Hand gemacht – von mir für Dich. Mit Liebe und ganz vielen guten Gedanken. Da Du eine Meisterbäckerin bist, weißt Du sehr gut, wovon ich sprechen. Ich umarme Dich aus der Ferne – cara mia con baci e auguri … alla proxima <3

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  • 13. Dezember 2018 at 16:21
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    Liebe Katrine,
    Danke für diese Kolummne, sie geht sehr zu Herzen. Habe schon vor einigen Tagen Anlauf genommmen um einen Kommentar zu schreiben, aber dafür braucht es eine Situation. Nun habe ich heute Vanillekipfel gebacken, Rosenkohl karamellisiert und alle diese Düfte eingesogen, und nun muss ich schreiben. Der Dezember mit seinem christlichen Fest der Weihnacht, ist schon etwas besonderes. Nur leider bleibt das besinnliche auf der Strecke. Der Kaufrausch ist in vollem Gange. Es muss eben geschenkt werden ist doch Weihnachten. Dabei haben wir alle ein großes Geschenk erhalten, unser Leben und die Hoffnung unter christlicher Ansicht, auf eine bessere Zeit. Abgeben von allem was wir vielleicht zu viel haben. Ich schenke gerne und gebe gerne ab, bin immer ganz entrückt wenn mein Gegenüber überrascht wird. Mir istbgestern eine große Freude bereitet worden, ein sehr guter. Freund , der mich wirklich gut beobachtet, hat mir ein wunderschönes Paar Ohrringe gefertigt. Bin auf der grosssen weißen Wolke , so habe ich mich gefreut. Bin dann gleich nach Hause und voller Tatendrang sofort abzugeben. Und, habe ich auch getan, eine langjährige Kundin, die zur Zeit eine schwere Krise durchmacht und sich die Termine bei mir erkämpft, ihr habe ich von meinem Zuviel , ein Paar von meinen Ohrringen geschenkt. Sie war total überrascht , und lief sofort mit erhobenen Kopf umher, schaut wie schön…
    Aber nicht Materielles können wir schenken, Zeit was sehr kostbar ist und vielleicht edler als Schmuck. Zeit zum Austauschen von Gedanken, Erfahrungen und Ratschlägen, einfach hier und dort sein, für Menschen die es schätzen.
    Lass uns auch nach Weihnachten Gutes tun. Deine Salonthemen sind so eine Inspirationsquelle , und immer wieder lernt man neue Menschen kennen, an diesem Ort, an dieser Tafel. Im Alltag Trift man sich so nicht, oder man läuft einander vorbei, aber dir helfen die Engel mit, oder noch besser schieben uns an Deine Tafel. Das ist ein großartiges Geschenk von Dir an uns , die es verstehen die Kultur des Genießens, auf allen Ebenen zu erleben. Man kann geneigt sein zu glauben, wir folgen einer Intention.
    Ich wünsche Dir eine entspannte und fröhliche Weihnachtszeit
    „ weil die Zukunft keinen Zeitform ist, sondern ein Geisteszustand“
    Lass uns auch im Jahr 2019, wieder gemeinsam diesen Gedankenaustausch pflegen
    Gabriele

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    • 16. Dezember 2018 at 18:14
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      Liebe Gabriele,

      wie wundervoll lesen sich Deine Zeilen! Hab Dank von Herzen! Und JA, 2019 werden wir uns wiedersehen und wundervolle Stunden gemeinsam verbringen. Ich freue ich mich schon sehr. Sei an diese Stelle umarmt und Danke nicht nur für Worte! Auch für Zeit, schöne Ausflüge und Manches mehr. Es ist großartig, dass es Dich und Euch in meinem Leben gibt. Mit einem Kuss Katrine

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