Wähle Deine Worte wohl

Genuss Botschaften 14.03.2018 keine Kommentare

Niemand, wirklich Keiner kann Alles richtig machen; dennoch wünsche ich mir mehr Achtung und mehr Respekt: Wähle Deine Worte wohl, ist eine Bitte! In der digitalen Zeit scheint die Anonymität die Grenzen aufzuweichen. Noch vor wenigen Jahren habe ich meine Mitmenschen immer angerufen, und heute? Ja, statt des Hörers nehme häufig ich den Messenger. So eine kleine Nachricht ist ruckzuck verfasst, ha! da liegt der Teufel im Detail. Missverständnisse tauchen schneller auf als die Fische bei der Fütterung. Warum rufen wir uns so viel weniger an?

 

Wie gehen wir miteinander um?

Wähle Deine Worte wohl

 

Bedeutet es, Du bist mir nicht wichtig genug? Für ein Gespräch nehme ich mir nicht die Zeit, lieber tippe ich ein kurzes Hallo und sende ein Foto. Wie gehen wir miteinander um? Wo bleiben Freundschaft, Nächstenliebe und Anstand? Ach, das sind solche Worte aus der Vergangenheit. Stimmt! Ich mag sie allerdings sehr. Wähle Deine Worte wohl, wenn Du mit mir und Anderen sprichst. Sei fair und höre vor allen Dingen zu. Letztlich wurde ich gefragt, warum ich so gern für Fremde koche? Die Antwort ist simpel: Weil ich gern Gutes tue, weil ich Menschen mag, unerschütterlich an das Gute glaube, gern in Gesellschaft bin und neugierig auf Neues. Es geht mir auch darum, Nähe zu vermitteln, einen Raum zu öffnen und Gastfreundschaft vorzuleben.

Das Interesse an meiner Arbeit, an meinem Tun ehrt mich. Mir ist es wichtig Transparenz zu zeigen, meine Ideen kommen aus meinen Wünschen. Mein Ziel ist es, Wertschätzung weiterzugeben, das Gemeinwohl zu unterstützen und aufzuzeigen, dass wir (nur) mit Empathie und Toleranz ein glückliches, gutes Leben genießen können.

 

Sind Anstand und Höflichkeit nur noch oldschool?

 

Worte sind wie Werkzeuge oder wie ich es häufig nenne, Gewürze des Lebens. Sie können gleichwohl giftig als auch lieblich sein. Wähle Deine Worte wohl, denn sie machen Dich zu dem was Du bist.

Dazu gibt es wundervolle Passagen von Marc Aurel:

„Unerschütterlich ist dein Wohlwollen, wenn es wirklich echt, nicht etwa nur das Lächeln eines Heuchlers ist. Denn was soll dir der boshafteste Mensch anhaben können, wenn du unbeirrt freundlich zu ihm bist und ihm bei passender Gelegenheit sanftmütig warnst und, gerade in dem Augenblick, wo er dir Böses anzutun versucht, ihn in ruhigem, zurechtweisenden Ton etwa so anredest: <Nicht doch mein Sohn; zu etwas anderem sind wir geboren; mir zwar wirst du dadurch nicht schaden, aber dir selbst schadet du damit, mein Sohn!> Zeige ihm dann in schonender, wohlüberlebter Weise, dass dies auch wirklich so ist und dass selbst Bienen und andere herrenweise zusammenlebende Tiere nicht so verfahren. Du musst es aber ohne Spott und Übermut tun, sondern mit warmem Herzen und ohne Bitterkeit; und auch nicht wie ein Schulmeister, noch in der Absicht, damit die Bewunderung eines etwa dabeistehenden Dritten zu erregen, sondern unter vier Augen, wenn andere nicht dabei sind.“

Anstand ist eine Frage der Haltung! In Zeiten von „Fake News“, Lügen und Unterschlagungen auf allen Seiten, scheinen Aufrichtigkeit, Mut und Offenheit zu oldschool Wörtern zu verkommen. Erwacht da nicht ein Jetzt-erst-recht? Was ist denn mit Deiner Würde? Ich kann nicht verstehen, warum der einzelne Mensch sich so Allerlei bieten läßt.

 

Wähle Deine Worte wohl

Ich möchte nicht auf einer Stufe stehen mit denen die sich mit Dreck bewerfen. Der tägliche digitale Schmutz ist ekelhaft! Warum soll ich mich auf diese Ebene begeben? Schlechtes Benehmen, mangelnde Akzeptanz sowie undifferenziertes Rumblöcken waren mir schon immer zu wider. Warum lässt Du Dir das gefallen? Liegt es vielleicht daran, dass so viel Ungemach längst zur Tagesordnung gehört?

Das will und kann ich nicht glauben! Eins ist ganz sicher, auf mich trifft das in keinster Weise zu. Es gilt nach wie vor, der Ton macht die Musik. Oder auch diese alte Weisheit: Achte Dich selbst, wenn Du willst, das Andere Dich achten.

Achten? Ja, genau! Das bedeutet eine Form der Sprache, des Umgangs, die selbstverständlich ist. Höflich! Nicht verletzt und vor allem nicht denunziert! Die Regeln des Umgangs geltend momentan als altmodisch; meine Hoffnung beruht darauf, dass sich dies in Bälde ändern wird.

 

Es ist Zeit sich einzumischen

Mir geht es dabei (auch) um die Würde des Einzelnen. Wie kann es sein, dass Kinder auf den Schulhöfen gehänselt, verprügelt und bestohlen werden und zwar jeden Tag. Guckt da keiner hin? Seit vielen Jahren ist zu beobachten, dass sich „Burn-out-Fälle“ wie Schnupfen verbreiten, jede zweite Person, die ich kenne, hat eine Ausbildung zum Coach. Was ist los in diesem Land? Verletzungen, Demütigen und Hass an jeder Straßenecke. Es ist Zeit sich einzumischen!

Herzlich lade ich Dich zum Dialog ein. Mir ist es egal, ob Du Vegetarier, Flexi oder was-auch-immer bist, allerdings wird bei meinen Gesprächen das Gegenüber akzeptiert. Wer bei mir Platz nimmt geht in Beziehung zu den Gästen und mir, da stehen Respekt und Anstand auf der Agenda. Wirklich interessant ist, dass dies noch nie ein Thema war. An Höflichkeit hat es an meinem Tisch nie gemangelt, mobile Telefone bleiben in den Taschen und auch die Kleidung, stets tadellos. Das hat Saloncharakter!

Also schau in Deinen Kalender und dann treffen wir uns – ich freu mich schon! Nächste Woche nehme ich Dich mit auf eine Reise … lass Dich überraschen!

 

Katrine Lihn – glaubt an die Zuversicht …

Wähle Deine Worte wohl

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