Wunschzettel mit Brecht

Genuss Lebenskultur 07.11.2018 2 Kommentare

Bestimmt arbeitet das Christkind schon auf Hochtouren, da muss ich rasch meinen Wunschzettel mit Brecht fertigstellen. Dieses Jahr sende ich einen kleinen Brief an die Engel in der Himmelspforte! Verrückt? Ja, das stimmt. Aber egal. Manchmal muss es eben verrückt sein. Das bedeutet ja nur, das „Etwas“ nicht an seinem Platz steht. Es ist ver-rückt.

 

Die Aspekte des Lebens

Wunschzettel mit Brecht

 

So wie ich in den letzten Wochen in meiner Wohnung die Möbel ge- und verrückt habe, mache ich das mit einigen anderen Dingen meines Lebens auch. Ins rechte Licht rücken, heißt es doch. Also! Die Aspekte des Lebens wandeln sich, Vorstellungen werden über den Haufen geworfen – Neues entsteht! Dennoch halte ich an Werten wie Höflichkeit und Wertschätzung fest. Mir wird deutlich bewusst, dass ich diese Art von schlampiger Lässigkeit nicht leiden kann. Ich mochte das nie, doch in diesen Wochen spüre ich so eine kleine Übelkeit in mir aufsteigen. Meinen Wunschzettel mit Brecht werde ich deshalb sehr sorgsam erstellen. Es geht mir dabei nicht um Materielles, wenn ich vom Kombi-Garer einmal absehe *hüstel.

Ernsthaft! Es geht um die echten Wahrheiten, die Essenzen des Lebens. Meines Daseins! Was mir wichtig ist, kann Dir ja piepegal sein, je nach dem wie dick der Brocken auf meiner inneren Waagschale liegt, wird sich dann zwischen uns was ändern. Entscheidungen zu treffen, das liegt mir! Manchmal nicht einfach, auch schmerzhaft, dennoch: Es gibt nur dieses eine Leben – irdisch zumindest!

Als Privatköchin im Einsatz sehe ich die Aspekte des Lebens mit Bedacht. Worum geht es meinen Kunden, was wünschen sie sich wenn sie mich „rufen?“ Das Kulturerbe Genuss ist viel mehr als die Speisen auf den Tellern. Mir geht es um das Ganze!

 

„Liebe ist der Wunsch etwas zu geben, nicht etwas zu erhalten“

 

Dieses Zitat gehört auf meinem Wunschzettel mit Brecht, schließlich stammt es aus seinem Munde. Und ich bewundere ihn dafür. Bereits 1927 schreibt er sagenhafte Texte. Konkret, auch anmassend, dennoch kritisch distanziert. Bertolt Brecht trifft den Nagel auf den Kopf. Wie bereits von mir erzählt: „Erst kommt das Fressen und dann die Moral“ aus der Drei-Groschen-Oper ist heute so aktuell.

 

 

Wunschzettel mit Brecht

 

 

Viele Menschen denken nur an sich, das höre ich immer öfter. Doch, was ist mit denen, die dies äußern? Verhalten sie sich wirklich anders! Worum geht es? Treffpunkt Zukunft ist nicht unbedingt die Plattform, die uns die Gedanken und Entscheidungen leichter macht. Es braucht einen Wunschzettel mit Brecht! Mehr Orientierung in dieser Welt, in der ALLES möglich scheint. Fundamentale Fragen bleiben unbeantwortet, die Jugend wünscht sich Werte und wieder verstärkt Konventionen. Vermeintlich stehen plötzlich die fünfziger Jahre wieder im Fokus. Das kann es nicht sein! Ein Zurück ist sicher nicht in Deinem Sinn. Du wünscht Dir  etwas Ruhe, mehr Besinnung. Also, dann mach mal eine Pause von der eigenen Hektik.

Stärke vielmehr Deine sozialen Beziehungen. Übe Dich dabei im Miteinander, sei freundlich, zugewandt, höflich und auch dankbar. Begegnungen aus denen Freundschaften entstehen, sind keine Zufallsprodukte. Nimm Dir die Zeit. Sei loyal und offen.

 

Was ich mir wirklich wünsche?

 

So was wie Weltfrieden, ein Leben für alle mit ausreichend gutem Essen, keine Idioten, die totale Abrüstung und den Menschen ein großes Herz, ohne Gier! Haha … ja das sind Wünsche nach meinem Geschmack! Brecht hätten sie sicher auch gefallen. Dazu greife ich in den großen Topf und zaubere für Dich; Freundlichkeit, soziale und emotionale Kompetenz, Achtsamkeit und Nächstenliebe. Herrlich – ich liebe solche Wünsche, Du kannst es auch Spinnereien nennen. Mir egal. Irgendwo bleibt sicher was davon …

 

Verwirkliche Deine Träume

 

Großes Denken, um kleine Taten zu schaffen. So sieht es doch aus. Also, wünschen, denken, spinnen und dann machen. Was schreibst Du nun auf Deinen Wunschzettel mit Brecht oder von mir aus auch ohne ihn. Also, was? Eine Auszeit, das ist eine himmlische Idee. Die läßt sich in die Tat umsetzen. Um die Aspekte des Lebens zu betrachten, etwas Ruhe in den Alltag zu bringen und um Zeit mit Herzensmenschen zu verbringen. Los komm. Wir nehmen uns gemeinsam Zeit. Du für mich, ich für Dich und wir gemeinsam für andere Menschen.

Du hast es immer selbst in der Hand! Wünsche können wahr werden – los geht’s! Ach und ja, nächste Woche nehme ich mir eine Auszeit! Nein, Quatsch! Nächste Woche sprechen wir über meine persönliche Königin Luise. Die ist lieblich und Verzeihung Majestät – käuflich zu erwerben. Worum es sich handelt, das erzähle ich  nächste Woche, ganz sicher*

 

Katrine Lihn – mein innerer Wunschzettel bleibt geheim

… nicht geheim ist dieses Dingsbums mit der #Werbung ohne Bezahlung nach der DSGVO ach und so * verschwende Deine Wünsche nicht auf Dinge, die eh geschehen …

 

Wunschzettel mit Brecht

2 thoughts on “Wunschzettel mit Brecht

  • 7. November 2018 at 16:13
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    Liebste Katrine, es ist immer ein grosses Vergnügen (jeden Mittwoch) Deine Kolumne zu lesen. Heute hast DuDich wiedeer einmal übertroffen –
    toll was Dir immer so infällt und Deine Leser zum Nachdenken bringt. Vielen Dank. Mach’s gut bis nächsten Mittwoch. Viele Grüsse aus dem Vorharz.

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    • 7. November 2018 at 17:48
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      Ganz lieben Dank! Ich freue mich sehr über dieses Lob 🙂 und die Kreativität liegt mir … Es macht mir viel Freude zu schreiben, das Fotografieren ist auch keine neue Leidenschaft, aber dieses Zusammenbasteln der einzelnen Fotos schon. Das mag ich wirklich.
      Also, wir sehen uns nächsten Mittwoch hier und bald auch wieder in Echtzeit – bis dahin sende ich Dir einem dicken Kuss aus Potsdam XoXo

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