Mein innerer Frühjahrsputz

Genuss Lebensglück 15.05.2019 keine Kommentare

So langsam rollt der Sommer an; da wird es Zeit für einen inneren Frühjahrsputz. Im Kleiderschrank hängen die bunten Stoffe der Vergangenheit, meine treuen Begleiter manch herrlicher Stunde. In dieser Saison werden sie mit mir sicher nicht nur durch Potsdam flattern. Es gibt ja so Lebensstücke, an denen hängt das Herz besonders. Doch zum inneren Frühjahrsputz mit dem Auftakt der Frühlingsgefühle nehm ich einen Schluck aus der Pulle „Lebensreiniger“ für mein inneres Lebensglück.

 

Zusammen ist man weniger allein

 

Der Wonnemonat Mai ist seit Jahrhunderten für die Liebe reserviert. Es wird gebusselt, geschmachtet und angebetet was das Zeug hält. Herrlich! Von hüben wie von drüben läuten die Glocken, es werden Blümchen gestreut und sich des Lebens gefreut. Sag Ja! Doch denke dran, es geht um mehr als (nur) diesen Moment. Wie kann es gelingen, dieses „bis dass der Tod uns scheidet,“ weißt Du, wie Du in Zukunft leben möchtest? Was wirklich wichtig ist für Dich, das muss vorher auf den Tisch. Dazu gehört mehr als das zwitschernde Vögelein, mein!

 

Bist Du bereit für ein offenes und plurales Wir

Versöhnte Verschiedenheit, Akzeptanz und Toleranz sind die großen Worte der verblassenden Liebe. Bist Du bereit für ein offenes und plurales Wir? Die Begabung zum ewigen Anfang ist ein guter Schlüssel zum (ewigen) Glück. Glaub mir, ich weiß genau wovon ich spreche! Das Wir-Gefühl lässt sich nicht erzwingen, gleichwohl lässt es sich transformieren in die guten Zeiten der Zukunft.

Zusammen ist am weniger allein. Dieser Gedanke ist wahrlich nicht neu, doch will er mit Leben und Gegenüber gefüllt sein. Dazu ist ein innerer Frühjahrsputz recht nützlich. Was war gut? Was kann bleiben? Welche Ideen, Gedanken und vielleicht auch verklärten Vergangenheiten gehören nun wirklich in den Restmüll? Nicht eben leicht, sich dem zu stellen.

 

Mein innerer Frühjahrsputz

Ich sagen kann jeder. Selbstbewußt allein durch das Leben zu gehen, jedoch nicht.  Ich kann von Beidem reichlich erzählen. Da weiß ich auch genau, wovon ich spreche. Dennoch, die Gemeinschaft ist ein wunderbares Mittel – manchmal auch zum Zweck. Reden wir also über die neuen Ideen. Lass die Seele fliegen und gib der Zukunft eine nächste Chance. Alte Zöpfen fliegen raus oder werden eben einfach mal abgeschnitten. Einfach? Neue Pläne scheinen oft wie unberührte Plätze. Ein weißes Blatt Papier macht noch lange keinen Neuanfang! Mit dem inneren Frühjahrsputz nimmt die Zeit etwas an Fahrt auf. Den Anfang macht ein Spaziergang am See (noch ist es zu kalt um zu baden), doch die Heilige Sophie, die Eisheilige des heutigen Tages, wird nun vorüber ziehen. Der Mai kann also Gutes bringen. Ein paar Blumen für den Balkon, dazu ein großes köstliches Eis. Manchmal sind diese Kleinigkeiten genau das richtige als Starter für einen ersten Schritt; in welche Richtung auch immer.

Um sich bereit zu machen für die lodernde Lebensfreude, gilt es nicht nur den Lebensreiniger zu schlucken. Ängste gehören über Bord geworfen, die Segel werden gesetzt. Mit auf dieses imaginäre Schiff nehme ich meinen Seelentopf, in den kommen neben Spargel nun auch all die Dinge, die glücklich machen. Das ist nicht gleich erkennbar, auch nicht nennbar. Ausprobieren heißt hier die Devise. Komm lieber Mai und mache …

Wie heißt der Bootsmann am Ruder

 

Der innere Frühjahrsputz erfordert viele Lappen, ein paar dicke Schwämme und den Mut, die Motten aus den Klamotten zu klopfen. Der Filz, manchmal mag es auch nur etwas dicker Staub sein, der im Innersten hängt, gehört gelüftet. Mit den Jahren lernst Du, dass das Gehirn Erlebtes abspeichert, es kommt durch Musik, Düfte und auch Begegnungen wieder an’s Tageslicht. Mit etwas Mühe, viel guter Laune und dem bewussten Umgang lassen sich daraus neue Impulse schaffen. Nach der Reinigung kommt ein bisschen Glanz an’s Tageslicht.

Vertrauen ist das Zauberwort. Sie ist die Amazone der Angst. Darüber spreche ich nächste Woche. Über die Magie des Wegweisens. Eine neue Art der Zufriedenheit. Aus meiner festen Überzeugung kann sie gelingen, in ein bewußtes Leben steuern; doch wie heißt der Bootsmann am Ruder?

 

 

Katrine – wem vertraust Du?

 

 

 

 

Mein innerer Frühjahrsputz

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