Was mir schmeckt

Genuss Haltung 08.05.2019 keine Kommentare

Und die Moral von der Geschichte: Was mir schmeckt muss Dir noch lange nicht in den Mund kommen. Das ist eine Art Lebenseinstellung. Meine Haltung zu den Dingen; das schmeckt mir nicht oder wie meine italienischen Freunde sagen: Non mi piace; bezieht sich nicht (nur) auf das Essen, es geht um Dieses und Jenes. Im Besonderen geht es um die konkreten Lebensdinge, die Speisen scheinen manchmal fast Mittel zum Zweck!

 

Es ist keine Lagerfeuermentalität

Mein Plädoyer für mehr Eigenverantwortung geht dahin, dass wir nicht mit dem Strom schwimmen. Es gibt ja dieses Sprichwort: „Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.“ Da ist schon was dran. Du möchtest Spargel und Erdbeeren, die dürfen aber nicht viel kosten. Dafür müssen die Erzeuger die Mengen erhöhen, damit das klappt, packen sie Folien auf die Felder; züchten vieles mit Wachstumsmitteln und Du hast es dann auf dem Teller. Nicht gut, ein mieser Kreislauf. Doch auch Du hast es in der Hand! Schwimm nicht mit dem Strom.

Zu allen Zeiten in den Supermärkten volle Regale haben zu wollen, ist Irrsinn. Meine Kunden denken darüber manchmal nach. Niemand kann das immer tun. Doch es ist ein Anfang; denn die Nachfrage regelt das Angebot. Kaufst Du weniger, wird sich etwas ändern. Nicht sofort, es wird dauern, gut Ding weil Weile haben – das ist ein guter Prozess! Keine Lagerfeuerspinnerei …

Die Beelitzer Spargelbauern sagen, sie brauchen die Folie wegen der Mengen und der Preise. Früher hat der erste gestochene Spargel mehr als 15 Euro das Kilo gekostet, heute liegt er unter 10 Euro. Da stimmt doch was nicht.

Meine Idee ist und bleibt die der guten Sache. Und nein, es ist keine Lagerfeuermentalität. Es ist eher der Versuch, das Gute in den Forderung zu stellen. Wir leben in einer Welt voller Dinge, in Europa herrscht viel Überfluss. Klar, gibt es auch die negativen Seiten, die gehören zum Leben dazu. Wer das verkennt, lebt in einer Scheinwelt. Dennoch landen in den Medien so viele schlechte Botschaften. Was ist das bloß für eine Masche? Wessen Idee ist es nur, diese ständige Angst zu verbreiten? Wählerstimmen kann das nicht bringen. Höchstens für die, deren Namen ich nicht in den Mund nehme, Du weißt, wen ich meine!

Ja, es ist was hin mit dem Genuss, dem Leben, der Politik und natürlich dem Essen zur Moral. Moral? Genau. Heute scheint es fast unmöglich einen Satz zu sagen, der nicht gleich auf der Goldwaage landet und sich zum Moralisieren eignet. Plötzlich hat jeder Furz (Verzeihung 😉 ) einen ökologischen Fußabdruck und wenn Du die Frage nach Deinen persönlichen Lebenszyklusanalysen nicht beantworten kannst, biste raus. Toll! Ehrlich; das schmeckt mir nicht!

 

Gegen den Strom zu schwimmen statt mit ihm 

Was mir schmeckt, ist, wenn Du eine Haltung hast. Du zu Deinen Sätzen und Taten stehst. Nicht nur so rumlamentierst. Mir gefällt es, wenn Du aus Überzeugung kein Fleisch isst, Du Rad fährst und keine weiten Flugreisen machst. Was mir nicht so schmeckt ist, dass Fridays for Future beispielsweise von vielen jungen Menschen unterstützt wird, die zum Abitur eine Weltreise antreten. Ach? Die billige Klamotten von „Hasi und Mausi“ kaufen und sich nach dem alten Sprichwort „wasch mich aber mach mir den Pelz nicht nass“ verhalten. Und diese Art sich mit Dogmen zu umgeben, Hafermilch zu predigen um an der nächsten Ecke Kuhmilcheis zu schlecken, unglaubwürdig!

Schmeckt mir nicht, kann ich dennoch teilweise nachvollziehen, es hat so was Menschliches. Vor allem bei den ganz jungen Leuten. Es geht um’s Ausprobieren, sich selbst finden, einen Weg gehen. Das schmeckt mir. Gegen den Strom zu schwimmen statt mit ihm; bedeutet sich eine eigene Meinung zu bilden und das erfordert Haltung! Manchmal eben wohl auch mit Hafermilch – *ups.

 

 

Was mir schmeckt

Das Geben erfordert Verstand, zitierte ich letzte Woche Ovid. Das ist ein sehr guter Satz! Geben ist viel mehr als eine Gabe. Mit einer Umarmung von Herzen gebe ich Dir ein Stück Nähe und mir auch. Ich mag es sehr, wenn es für Dich und mich gut ist.

Ja und um darauf zurück zu kommen: Was mir schmeckt ist Verantwortung zu übernehmen, denken, handeln. Dass dabei auch mal was schief gehen kann, egal! In der Hauptsache, Du bringst Dich ein. So kann Jeder ein Teil der Gemeinschaft sein/werden.

Damit lässt sich auch Haltung zeigen! Meinem Gaumen schmeckt im besten Sinn des reinen Genuss  grad der Spargel sehr. Das Kilo hat gestern achteurofünfzig gekostet. Naja, ich werde berichten wie sich die Preise bis Ende Mai entwickeln.

Ja meine lieben Genießer, Leser und Freunde des gedeckten Tisches, es ist Zeit sich um den Frühling, die Freuden des Leben und einen kleinen Flirt zu kümmern. Darüber spreche ich nächste Woche. Ich brauche  einen inneren Frühjahrsputz! So eine Grundreinigung von Seelenschmutz und Vergangenheitsepos mit etwas Sonne abgeschmeckt bleibe ich stets  …

 

Katrine – hoffnungsvoll

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Was mir schmeckt

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